Bildschirmaktualisierungsrate ändern – so geht es | Windows 11/10

Erfahren Sie, wie Sie in Windows 11 und Windows 10 die Bildschirmaktualisierungsrate ändern, um flüssige Darstellungen und hohe Bildqualität zu erreichen.

Bildschirmaktualisierungsrate ändern – so geht es | Windows 11/10

Eine passende Bildschirmaktualisierungsrate sorgt für flüssige Darstellungen, schont die Augen und kann die Reaktionsgeschwindigkeit am PC deutlich verbessern. Besonders bei modernen Monitoren mit hohen Hertz-Zahlen lohnt sich eine korrekte Einstellung in Windows.

In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie unter Windows 11 und Windows 10 die Bildschirmaktualisierungsrate ändern, typische Fehler vermeiden und die optimale Einstellung für Ihren Monitor finden.

Was ist die Bildschirmaktualisierungsrate?

Die Bildschirmaktualisierungsrate, gemessen in Hertz (Hz), gibt an, wie oft pro Sekunde der Bildschirminhalt neu aufgebaut wird.

  • 60 Hz bedeutet 60 Bildaktualisierungen pro Sekunde
  • 120 Hz, 144 Hz oder 240 Hz bieten deutlich flüssigere Bewegungen

Je höher die Bildwiederholfrequenz, desto ruhiger wirken Mausbewegungen, Animationen und Videos. Voraussetzung ist jedoch, dass Monitor, Grafikkarte und Verbindungskabel diese Frequenz unterstützen.

Warum sollte man die Bildschirmaktualisierungsrate ändern?

Viele Systeme sind standardmäßig auf 60 Hz eingestellt, auch wenn der Monitor mehr leisten kann. Eine Anpassung bringt mehrere Vorteile:

  • Flüssigere Darstellung bei Arbeit und Multimedia
  • Besseres Spielerlebnis mit geringerer Bewegungsunschärfe
  • Reduzierte Augenbelastung bei längerer Nutzung
  • Optimale Ausnutzung der Monitor-Hardware

Gerade nach einem Windows-Update oder einem Grafikkartentreiber-Wechsel kann sich die Einstellung unbemerkt zurücksetzen.

Voraussetzungen für höhere Bildwiederholraten

Bevor Sie die Bildschirmaktualisierungsrate erhöhen, sollten einige technische Voraussetzungen erfüllt sein:

Monitor

Der Monitor muss die gewünschte Hertz-Zahl nativ unterstützen. Angaben finden Sie im Handbuch oder in den technischen Daten des Herstellers.

Grafikkarte

Auch die Grafikkarte muss die Auflösung und Bildfrequenz gleichzeitig verarbeiten können.

Kabel und Anschluss

Nicht jedes Kabel unterstützt hohe Bildwiederholraten:

  • HDMI älterer Versionen ist oft auf 60 Hz limitiert
  • DisplayPort bietet meist höhere Frequenzen
  • Moderne HDMI-Versionen ermöglichen ebenfalls hohe Hertz-Zahlen

Bildschirmaktualisierungsrate unter Windows 11 ändern

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop
  2. Wählen Sie Anzeigeeinstellungen
  3. Scrollen Sie nach unten und klicken Sie auf Erweiterte Anzeige
  4. Wählen Sie den gewünschten Monitor aus
  5. Öffnen Sie das Dropdown-Menü Bildschirmaktualisierungsrate
  6. Wählen Sie die gewünschte Hertz-Zahl
  7. Bestätigen Sie die Änderung

Windows übernimmt die Einstellung sofort. Sollte der Bildschirm kurz schwarz werden, ist das normal.

Bildschirmaktualisierungsrate unter Windows 10 ändern

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Rechtsklick auf den Desktop
  2. Anzeigeeinstellungen öffnen
  3. Nach unten scrollen und „Erweiterte Anzeigeeinstellungen“ auswählen
  4. Klicken Sie auf Adaptereigenschaften für Bildschirm anzeigen
  5. Wechseln Sie zum Reiter Monitor
  6. Wählen Sie unter Bildschirmaktualisierungsrate den gewünschten Wert
  7. Übernehmen Sie die Einstellung

Auch hier gilt: Änderungen werden sofort aktiv.

Unterschied zwischen Auflösung und Bildwiederholfrequenz

Viele Nutzer verwechseln diese beiden Begriffe:

  • Auflösung bestimmt die Bildschärfe (z. B. Full HD, WQHD, 4K)
  • Bildschirmaktualisierungsrate bestimmt die Flüssigkeit der Darstellung

Höhere Auflösungen benötigen mehr Rechenleistung. In manchen Fällen reduziert Windows automatisch die Bildwiederholfrequenz, wenn eine sehr hohe Auflösung gewählt wird.

Optimale Bildschirmaktualisierungsrate finden

Die beste Einstellung hängt vom Einsatzzweck ab:

Büro und Alltag

  • 60 Hz bis 75 Hz sind ausreichend
  • Geringerer Energieverbrauch

Multimedia und Videos

  • 60 Hz oder 120 Hz
  • Ruhigeres Bild bei Kameraschwenks

Gaming

  • 120 Hz, 144 Hz oder mehr
  • Voraussetzung: leistungsstarke Grafikkarte

Bildschirmaktualisierungsrate über den Grafikkartentreiber ändern

Neben den Windows-Einstellungen bieten Grafikkartentreiber zusätzliche Optionen.

NVIDIA-Systeme

Im NVIDIA-Control-Panel lassen sich:

  • Benutzerdefinierte Auflösungen erstellen
  • Höhere Hertz-Zahlen aktivieren
  • Monitorspezifische Profile speichern

AMD-Systeme

Auch in der AMD-Software können:

  • Bildwiederholraten angepasst
  • Freesync-Funktionen aktiviert
  • Anzeigeprofile verwaltet werden

Diese Einstellungen greifen oft tiefer als die Windows-Optionen.

Häufige Probleme und Lösungen

Gewünschte Hertz-Zahl wird nicht angezeigt

Mögliche Ursachen:

  • Falsches Kabel
  • Veralteter Grafikkartentreiber
  • Monitor im falschen Modus

Lösung:

  • Treiber aktualisieren
  • Anderen Anschluss testen
  • Monitoreinstellungen prüfen

Bildschirm wird nach Änderung schwarz

Windows stellt automatisch die vorherige Einstellung wieder her, wenn kein Bildsignal erkannt wird. Warten Sie einige Sekunden oder bestätigen Sie die Rückfrage nicht.

Ruckeln trotz hoher Bildwiederholrate

Mögliche Gründe:

  • Grafikkarte überlastet
  • Energiesparmodus aktiv
  • Hintergrundprogramme

Variable Bildwiederholraten verstehen

Moderne Monitore unterstützen variable Technologien, die die Bildschirmaktualisierungsrate dynamisch anpassen. Das reduziert Tearing und Stottern.

Vorteile:

  • Gleichmäßige Darstellung
  • Bessere Synchronisation mit der Grafikkarte
  • Weniger Input-Lag

Diese Funktionen müssen oft sowohl im Treiber als auch im Monitor-Menü aktiviert werden.

Energieverbrauch und Bildschirmaktualisierungsrate

Eine höhere Bildwiederholfrequenz erhöht den Energiebedarf:

  • Besonders bei Laptops relevant
  • Kürzere Akkulaufzeit möglich

Für mobiles Arbeiten empfiehlt sich:

  • Reduzierung auf 60 Hz
  • Umschalten auf höhere Werte bei Bedarf

Windows merkt sich die letzte Einstellung pro Monitor.

Bildschirmaktualisierungsrate bei mehreren Monitoren

Bei Multi-Monitor-Setups können unterschiedliche Hertz-Zahlen verwendet werden:

  • Hauptmonitor mit hoher Frequenz
  • Zweitmonitor mit 60 Hz

Windows erlaubt individuelle Einstellungen für jeden angeschlossenen Bildschirm.

Bildschirmaktualisierungsrate und Augenkomfort

Eine höhere Bildwiederholfrequenz kann:

  • Flimmern reduzieren
  • Ermüdung bei langen Sitzungen verringern
  • Angenehmeres Scrollen ermöglichen

Besonders Nutzer, die viele Stunden täglich am PC arbeiten, profitieren davon.

Wann sollte man die Bildwiederholrate nicht erhöhen?

In bestimmten Fällen ist eine höhere Einstellung nicht sinnvoll:

  • Sehr alte Hardware
  • Geringe Grafikkartenleistung
  • Reine Office-Nutzung ohne Bewegung

Hier überwiegt oft der höhere Energieverbrauch den Nutzen.

Zusammenfassung

Die Anpassung der Bildschirmaktualisierungsrate unter Windows 11 und Windows 10 ist einfach und kann die Nutzung deutlich verbessern. Wichtig ist, dass Monitor, Grafikkarte und Kabel zusammenpassen.

Ob für Büroarbeit, Multimedia oder Gaming – mit der richtigen Einstellung holen Sie das Maximum aus Ihrem Bildschirm heraus und sorgen für ein angenehmeres Seherlebnis.