Bildwiederholrate synchronisieren: So geht’s in Windows 11 und 10

Bildwiederholrate synchronisieren in Windows 11 und 10: Erfahren Sie, wie Sie die Hz-Einstellungen für Monitor, Display und Grafikkarte optimal anpassen.

Bildwiederholrate synchronisieren: So geht’s in Windows 11 und 10

Die Bildwiederholrate synchronisieren ist in Windows 11 und 10 mit wenigen Klicks möglich. Dabei stellen Sie sicher, dass Monitor und Grafikkarte im Einklang arbeiten – das reduziert Bildruckler, Tearing und Eingabeverzögerungen spürbar. Ob beim Gaming, beim Arbeiten oder beim Videostreaming: Die richtige Hertz-Einstellung verbessert das Seherlebnis deutlich.

Dieser Artikel zeigt Ihnen alle Methoden, erklärt die Hintergründe und beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ist die Bildwiederholrate und warum ist sie so wichtig?

Die Bildwiederholrate – auch Refreshrate oder Hertz-Zahl genannt – gibt an, wie viele Einzelbilder pro Sekunde Ihr Monitor darstellt. Dabei wird der Wert in Hertz (Hz) angegeben. Ein Monitor mit 60 Hz zeigt also 60 Bilder pro Sekunde an, ein 144-Hz-Display entsprechend 144 Bilder.

Jedoch ist die reine Hertz-Zahl des Monitors nur die halbe Miete. Ebenso entscheidend ist die Ausgabe der Grafikkarte (GPU), denn wenn GPU und Monitor nicht synchron laufen, entstehen unschöne Artefakte. Das bekannteste Problem ist das sogenannte Screen Tearing: Dabei zerschneidet der Monitor ein Bild in zwei Hälften, weil er mitten in einem neuen Frame mit dem Aufbau beginnt.

Deshalb ist die korrekte Synchronisierung der Bildwiederholrate zwischen Grafikkarte und Anzeigegerät so bedeutsam. Zusätzlich beeinflusst eine nicht abgestimmte Refreshrate auch die Eingabeverzögerung (Input Lag), was besonders beim kompetitiven Gaming störend ist. Außerdem können falsch eingestellte Hertz-Werte zu erhöhtem Stromverbrauch und unnötiger GPU-Auslastung führen.

Bildwiederholrate unter Windows 11 einstellen

Windows 11 bietet eine besonders komfortable Möglichkeit, die Bildwiederholrate direkt über die Systemeinstellungen anzupassen. Deshalb empfehlen wir diesen Weg als ersten Einstieg.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Windows 11

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop und wählen Sie Anzeigeeinstellungen.
  2. Scrollen Sie nach unten und klicken Sie auf Erweiterte Anzeigeeinstellungen.
  3. Wählen Sie oben den gewünschten Monitor aus, falls mehrere angeschlossen sind.
  4. Unter Aktualisierungsrate sehen Sie die verfügbaren Werte. Wählen Sie den höchstmöglichen Wert, den Ihr Monitor unterstützt.
  5. Klicken Sie auf Übernehmen und bestätigen Sie die Änderung.

Wichtig dabei: Windows 11 zeigt ausschließlich die Hertz-Werte an, die sowohl vom Monitor als auch von der Grafikkarte unterstützt werden. Zudem listet das System unter Umständen nicht alle möglichen Auflösungs-Refreshrate-Kombinationen auf. Falls Ihr gewünschter Wert fehlt, lesen Sie weiter unten im Abschnitt über benutzerdefinierte Auflösungen.

Die dynamische Bildwiederholrate (DRR) in Windows 11

Eine besonders interessante Funktion ist die Dynamic Refresh Rate (DRR), die Microsoft exklusiv für Windows 11 eingeführt hat. Dabei passt Windows die Refreshrate automatisch und dynamisch an die aktuell ausgeführten Aufgaben an.

Konkret bedeutet das: Beim Schreiben eines Textes läuft der Monitor beispielsweise nur mit 60 Hz, was Energie spart und die Akkulaufzeit bei Laptops verlängert. Sobald Sie jedoch scrollen, einen Film abspielen oder ein Spiel starten, schaltet das System sofort auf die maximale Refreshrate des Displays hoch – zum Beispiel auf 120 Hz oder 144 Hz.

Voraussetzungen für die dynamische Bildwiederholrate:

  • Windows 11 (Build 22000 oder neuer)
  • Ein Monitor oder Display, das Variable Refresh Rate (VRR) unterstützt
  • Eine kompatible Grafikkarte (NVIDIA RTX-Serie oder AMD RX-Serie empfohlen)
  • Der WDDM 3.0-Treiber muss installiert sein

So aktivieren Sie DRR in Windows 11:

  1. Öffnen Sie Einstellungen → System → Anzeige → Erweiterte Anzeigeeinstellungen.
  2. Klicken Sie auf den jeweiligen Monitor.
  3. Aktivieren Sie die Option Dynamische Aktualisierungsrate, sofern diese verfügbar ist.

Falls die Option ausgegraut ist, unterstützt entweder der Monitor oder die GPU diese Funktion nicht. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass der aktuellste Grafiktreiber installiert ist.

Bildwiederholrate unter Windows 10 einstellen

Auch in Windows 10 lässt sich die Hertz-Zahl bequem über die Systemeinstellungen ändern. Dabei unterscheidet sich der Weg jedoch leicht von Windows 11.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Windows 10

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop und wählen Sie Anzeigeeinstellungen.
  2. Scrollen Sie nach unten und klicken Sie auf Erweiterte Anzeigeeinstellungen.
  3. Klicken Sie anschließend auf Eigenschaften des Grafikkarten-Adapters für Anzeige X.
  4. Wechseln Sie zum Reiter Monitor.
  5. Unter Bildschirmaktualisierungsrate wählen Sie den gewünschten Wert aus.
  6. Klicken Sie auf Übernehmen und dann auf OK.

Ebenso können Sie den Weg über die Systemsteuerung nehmen: Öffnen Sie Systemsteuerung → Darstellung und Anpassung → Anzeigeeinstellungen → Erweiterte Einstellungen → Monitor-Tab. Dort finden Sie dieselbe Auswahlmöglichkeit.

Benutzerdefinierte Refreshrate mit NVIDIA und AMD

Falls der gewünschte Hertz-Wert nicht in den Windows-Einstellungen auftaucht, können Sie ihn manuell über den Grafiktreiber einstellen. Dabei gehen Sie folgendermaßen vor:

Mit dem NVIDIA Control Panel:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop und öffnen Sie das NVIDIA Control Panel.
  2. Navigieren Sie zu Anzeige → Auflösung anpassen.
  3. Klicken Sie auf Anpassen und dann auf Benutzerdefinierte Auflösung erstellen.
  4. Geben Sie die gewünschte Auflösung und Hertz-Zahl ein.
  5. Klicken Sie auf Test und anschließend auf OK.

Mit dem AMD Software: Adrenalin Edition:

  1. Öffnen Sie die AMD Software (Rechtsklick auf Desktop → AMD Software: Adrenalin Edition).
  2. Gehen Sie zu Anzeige → Benutzerdefinierte Auflösungen.
  3. Klicken Sie auf Erstellen und tragen Sie den gewünschten Wert ein.
  4. Klicken Sie auf Speichern.

Wichtig: Nicht jeder Monitor akzeptiert beliebige benutzerdefinierte Werte. Deshalb sollten Sie immer zuerst im Datenblatt Ihres Monitors prüfen, welche maximale Bildwiederholrate unterstützt wird.

VSync: Die klassische Synchronisierungsmethode

Vertical Sync, kurz VSync, ist die älteste Methode zur Bildwiederholratensynchronisierung. Dabei begrenzt die Grafikkarte ihre Bildausgabe auf die Hertz-Zahl des Monitors. So werden zwar Screen Tearing zuverlässig verhindert, jedoch entstehen bei schwankender GPU-Leistung erhöhte Eingabeverzögerungen und Stottern (Stuttering).

In den meisten Spielen finden Sie VSync direkt in den Grafikeinstellungen unter Bezeichnungen wie „Vertikale Synchronisation“, „VSync“ oder „Bildrate begrenzen“. Außerdem können Sie VSync global über den Grafiktreiber erzwingen oder deaktivieren:

VSync global über NVIDIA Control Panel einstellen:

  1. Öffnen Sie das NVIDIA Control Panel.
  2. Navigieren Sie zu 3D-Einstellungen verwalten → Globale Einstellungen.
  3. Suchen Sie den Eintrag Vertikale Synchronisation.
  4. Wählen Sie Ein, Aus oder Adaptiv.

VSync global über AMD Radeon Software einstellen:

  1. Öffnen Sie AMD Software: Adrenalin Edition.
  2. Gehen Sie zu Gaming → Globale Grafikeinstellungen.
  3. Aktivieren oder deaktivieren Sie Warten auf vertikale Aktualisierung.

Für die meisten Nutzer empfiehlt sich jedoch eine modernere Alternative zu klassischem VSync – nämlich G-Sync oder FreeSync.

NVIDIA G-Sync: Dynamische Synchronisierung für NVIDIA-Nutzer

G-Sync ist NVIDIAs proprietäre Technologie zur variablen Bildwiederholratensynchronisierung. Dabei kommuniziert die Grafikkarte direkt mit dem Monitor und passt die Refreshrate dynamisch an die aktuelle GPU-Ausgabe an. So wird Screen Tearing eliminiert, ohne die Eingabeverzögerung von klassischem VSync zu erzeugen.

Es gibt dabei drei Stufen der G-Sync-Kompatibilität:

  • G-Sync Ultimate: Höchste Zertifizierungsstufe mit NVIDIA-Modul im Monitor
  • G-Sync: Standard-G-Sync mit NVIDIA-Modul
  • G-Sync Compatible: Zertifizierte FreeSync-Monitore, die mit G-Sync funktionieren

G-Sync in Windows 11/10 einrichten

  1. Schließen Sie den Monitor über DisplayPort an (G-Sync funktioniert über HDMI nur eingeschränkt).
  2. Öffnen Sie das NVIDIA Control Panel.
  3. Navigieren Sie zu Anzeige → G-Sync einrichten.
  4. Aktivieren Sie G-Sync, G-Sync Compatible aktivieren.
  5. Wählen Sie aus, ob G-Sync für den Vollbildmodus, den Fenstermodus oder beides gelten soll.
  6. Klicken Sie auf Übernehmen.

Zusätzlich empfehlen wir, in den 3D-Einstellungen unter Vertikale Synchronisation die Option G-Sync aktivieren zu wählen. Damit stellen Sie sicher, dass G-Sync auch tatsächlich aktiv ist.

AMD FreeSync: Die offene Alternative

FreeSync ist AMDs Implementierung der variablen Bildwiederholrate und basiert auf dem offenen VESA Adaptive Sync-Standard. Deshalb ist FreeSync oft günstiger als G-Sync, da kein proprietäres Modul im Monitor benötigt wird.

Auch FreeSync kennt mehrere Stufen:

  • FreeSync: Basisimplementierung
  • FreeSync Premium: Mindestens 120 Hz bei Full HD, Low Framerate Compensation (LFC)
  • FreeSync Premium Pro: Zusätzlich HDR-Unterstützung

FreeSync in Windows 11/10 einrichten

  1. Verbinden Sie Monitor und GPU über DisplayPort oder HDMI 2.0/2.1 (je nach Monitormodell).
  2. Öffnen Sie AMD Software: Adrenalin Edition.
  3. Gehen Sie zu Anzeige.
  4. Aktivieren Sie AMD FreeSync.
  5. Optional: Aktivieren Sie zusätzlich Enhanced Sync für Situationen, in denen die FPS über den FreeSync-Bereich hinausschießen.

Wichtig: Der FreeSync-Bereich Ihres Monitors (z. B. 48–144 Hz) ist entscheidend. Außerhalb dieses Bereichs deaktiviert sich FreeSync automatisch. Deshalb empfiehlt es sich, die Framerate des Spiels innerhalb dieses Fensters zu halten – etwa durch einen Framerate-Limiter im Spiel oder im Treiber.

Bildwiederholrate für mehrere Monitore synchronisieren

Besitzen Sie ein Dual-Monitor- oder Multi-Monitor-Setup, kann es zu Problemen kommen, wenn beide Displays unterschiedliche Refreshraten verwenden. Dabei kann es insbesondere zu Leistungsproblemen kommen, wenn ein 60-Hz-Monitor und ein 144-Hz-Monitor gleichzeitig aktiv sind.

Empfohlene Vorgehensweisen für Multi-Monitor-Setups:

  • Stellen Sie für jeden Monitor die optimale individuelle Bildwiederholrate ein (wie oben beschrieben).
  • Deaktivieren Sie G-Sync/FreeSync auf dem Monitor, den Sie nur für Desktop-Aufgaben nutzen.
  • Setzen Sie den Primärmonitor auf die höchste Refreshrate.
  • Prüfen Sie in den NVIDIA- oder AMD-Treibereinstellungen, ob Sie eine individuelle Profilkonfiguration pro Monitor anlegen können.

Zudem gilt: Wenn Sie ein Spiel im Vollbild auf dem primären 144-Hz-Monitor spielen und der sekundäre 60-Hz-Monitor aktiv bleibt, kann das die Leistung beeinflussen. Deshalb empfehlen wir für kompetitive Spieler, den zweiten Monitor im Vollbildmodus zu deaktivieren oder auf denselben Hertz-Wert einzustellen.

Häufige Probleme und deren Lösung

Problem: Gewünschter Hertz-Wert wird nicht angezeigt

Wenn Ihr 144-Hz-Monitor nur 60 Hz anbietet, liegt das oft am falschen Kabel. Deshalb sollten Sie prüfen:

  • Verwenden Sie ein DisplayPort 1.2+-Kabel für hohe Refreshraten (empfohlen).
  • HDMI 1.4 unterstützt bei 1080p maximal 120 Hz, bei 4K nur 30 Hz.
  • HDMI 2.0 ermöglicht 4K bei 60 Hz oder 1080p bei bis zu 240 Hz.
  • HDMI 2.1 erlaubt 4K bei bis zu 144 Hz und 1080p bei bis zu 240 Hz.

Außerdem sollten Sie prüfen, ob der Monitor im OSD-Menü (On-Screen Display) auf den korrekten Eingangsanschluss eingestellt ist. Ebenso kann ein veralteter Grafiktreiber die Ursache sein.

Problem: Bildschirm wird nach dem Ändern der Refreshrate schwarz

Das passiert, wenn Monitor oder Grafikkarte den eingestellten Wert nicht unterstützen. Dabei stellt Windows automatisch nach 15 Sekunden die alte Einstellung wieder her. Falls der Bildschirm dauerhaft schwarz bleibt, starten Sie Windows im abgesicherten Modus und setzen Sie die Anzeigeeinstellungen zurück.

Problem: G-Sync oder FreeSync funktioniert nicht

Prüfen Sie folgende Punkte:

  • Ist das richtige Kabel angeschlossen (DisplayPort empfohlen)?
  • Ist G-Sync/FreeSync im Monitor-OSD aktiviert?
  • Ist die Funktion im Grafiktreiber aktiviert?
  • Läuft das Spiel im exklusiven Vollbild (nicht im Fenstermodus)?

Außerdem sollten Sie den Grafiktreiber deinstallieren und neu installieren. Dabei empfehlen wir für NVIDIA-Nutzer das Tool DDU (Display Driver Uninstaller), das Treiber rückstandslos entfernt, bevor Sie den aktuellen Treiber von der NVIDIA-Website installieren.

Bildwiederholrate testen und verifizieren

Nachdem Sie die Einstellungen vorgenommen haben, sollten Sie überprüfen, ob die gewünschte Bildwiederholrate tatsächlich aktiv ist. Dazu empfehlen wir folgende Tools:

  • TestUFO (testufo.com): Visuelle Tests für Refreshrate, Motion Blur und Frame Pacing.
  • RTSS (RivaTuner Statistics Server): Zeigt die aktuelle FPS und Frametime in Echtzeit an.
  • GPU-Z: Zeigt Grafikkarten-Informationen einschließlich der aktuellen Pixelclock-Frequenz.
  • HWiNFO64: Umfassendes System-Monitoring-Tool, das auch Anzeigeparameter protokolliert.

Zudem können Sie direkt in Windows prüfen, ob die Einstellung korrekt gespeichert wurde: Rechtsklick Desktop → Anzeigeeinstellungen → Erweiterte Anzeigeeinstellungen → Aktualisierungsrate.

Bildwiederholrate und Energieeinstellungen unter Windows

Besonders bei Laptops beeinflusst der Energiemodus die Bildwiederholrate. Deshalb sollten Sie folgendes beachten:

  • Im Energiesparmodus reduziert Windows die Bildwiederholrate automatisch, um Akku zu schonen.
  • Im Hochleistungsmodus läuft der Bildschirm dauerhaft mit der maximalen eingestellten Refreshrate.
  • Im ausgewogenen Modus entscheidet Windows je nach Last.

Die empfohlene Vorgehensweise für Gaming-Laptops lautet: Schließen Sie das Gerät ans Netzteil an und wählen Sie in Einstellungen → System → Netzbetrieb und Energie den Hochleistungsmodus aus. Außerdem können Sie in Windows 11 den noch effizienteren Energiemodus Beste Energieeffizienz wählen, der in Kombination mit DRR besonders gut funktioniert.

Kabel und Anschlüsse: Der unterschätzte Faktor

Viele Nutzer wundern sich, warum ihr 144-Hz-Monitor nur mit 60 Hz läuft – obwohl alle Einstellungen korrekt sind. Deshalb ist die Wahl des richtigen Kabels und Anschlusses entscheidend:

AnschlussMax. AuflösungMax. Bildwiederholrate
HDMI 1.44K30 Hz / 1080p @ 120 Hz
HDMI 2.04K60 Hz / 1440p @ 144 Hz
HDMI 2.14K/8K120 Hz / 4K @ 144 Hz
DisplayPort 1.24K60 Hz / 1440p @ 165 Hz
DisplayPort 1.44K120 Hz / 1440p @ 240 Hz
DisplayPort 2.18K60 Hz / 4K @ 240 Hz

Für Gaming empfehlen wir grundsätzlich DisplayPort 1.4, da dieser Standard sowohl hohe Auflösungen als auch hohe Refreshraten zuverlässig überträgt. Außerdem ist DisplayPort Voraussetzung für volle G-Sync- und FreeSync-Funktionalität bei den meisten Monitoren.

Empfohlene Vorgehensweisen für optimale Synchronisierung

Damit alles reibungslos funktioniert, fasst dieser Abschnitt die wichtigsten Punkte zusammen:

Stellen Sie zunächst sicher, dass Ihre Grafiktreiber aktuell sind. Für NVIDIA-Nutzer empfehlen wir das GeForce Experience-Tool oder den direkten Download über nvidia.com/drivers. AMD-Nutzer finden aktuelle Treiber über die AMD Software: Adrenalin Edition oder auf amd.com/de/support.

Außerdem sollten Sie die Monitor-Firmware prüfen. Einige Hersteller wie LG, ASUS oder BenQ veröffentlichen regelmäßig Updates, die neue Refreshrate-Profile oder verbesserte VRR-Kompatibilität bringen. Zudem empfehlen wir, das Monitor-OSD sorgfältig zu durchsuchen – viele Displays haben eigene Einstellungen für „Variable Refresh Rate“, „Adaptive Sync“ oder spezifische Hertz-Modi, die aktiviert sein müssen.

Ebenso gilt: Starten Sie nach jeder größeren Treiberaktualisierung den PC neu und prüfen Sie die Refreshrate-Einstellungen erneut, da Updates gelegentlich Einstellungen zurücksetzen.

Häufige Fragen zur Bildwiederholrate

Welche Bildwiederholrate ist ideal für Gaming?

Für kompetitive Spiele wie Shooter oder Battle-Royale-Titel empfehlen wir mindestens 144 Hz, da schnelle Bewegungen deutlich flüssiger wirken und die Reaktionszeit sinkt. Für Story-Spiele und RPGs reichen 60 Hz vollständig aus. Zudem bieten 240 Hz oder 360 Hz vor allem im Profi-Bereich einen wahrnehmbaren Vorteil.

Kann eine höhere Bildwiederholrate die GPU schädigen?

Nein, eine höhere Bildwiederholrate schadet der Grafikkarte grundsätzlich nicht. Jedoch erhöht sich die Auslastung der GPU, da mehr Bilder pro Sekunde berechnet werden müssen. Deshalb sollte die GPU ausreichend Leistung besitzen, um die gewünschten FPS stabil zu liefern.

Was passiert, wenn FPS und Hertz nicht übereinstimmen?

Liegt die FPS-Ausgabe der GPU unter der Bildwiederholrate des Monitors, entstehen Stottern und Ruckler. Liegt sie darüber, kann Screen Tearing auftreten. Deshalb ist die Synchronisierung durch VSync, G-Sync oder FreeSync so wichtig – sie gleicht beide Werte dynamisch an.

Warum zeigt Windows weniger Hertz-Werte an als mein Monitor unterstützt?

Das liegt meist am verwendeten Kabel oder Anschluss. Außerdem kann ein veralteter Treiber dazu führen, dass Windows nicht alle Optionen anzeigt. Prüfen Sie zunächst das Kabel (DisplayPort statt HDMI empfohlen) und aktualisieren Sie danach den Grafiktreiber.

Funktioniert G-Sync auch über HDMI?

Ja, jedoch mit Einschränkungen. Dabei unterstützen nur wenige Monitore G-Sync über HDMI vollständig. Für maximale Kompatibilität und Leistung empfehlen wir stets DisplayPort. Außerdem unterstützt HDMI 2.1 seit 2026 bei einigen Monitoren VRR, was FreeSync-ähnliche Funktionen auch über HDMI ermöglicht.

Welchen Unterschied macht G-Sync gegenüber FreeSync?

Beide Technologien erfüllen dieselbe Aufgabe, unterscheiden sich jedoch in Lizenzierung und Hardwareanforderungen. G-Sync erfordert ein proprietäres NVIDIA-Modul und ist deshalb teurer, bietet jedoch eine garantierte Mindestqualität. FreeSync basiert auf dem offenen VESA-Standard und ist daher günstiger. Zudem funktionieren viele FreeSync-Monitore seit 2019 auch mit NVIDIA-GPUs als „G-Sync Compatible“.

Wie überprüfe ich, ob FreeSync oder G-Sync aktiv ist?

Am einfachsten prüfen Sie das mit dem kostenlosen Tool RTSS (RivaTuner Statistics Server) in Kombination mit CapFrameX – beide Tools zeigen Frame Timing und VRR-Status an. Außerdem erscheint bei aktivem G-Sync im NVIDIA Control Panel ein grüner Indikator. AMD-Nutzer sehen den FreeSync-Status direkt in der Adrenalin Software.

Beeinflusst die Bildwiederholrate die Akkulaufzeit beim Laptop?

Ja, deutlich. Ein 144-Hz-Display verbraucht erheblich mehr Strom als ein 60-Hz-Display. Deshalb empfehlen wir für längere Akkulaufzeit die Nutzung der dynamischen Bildwiederholrate (DRR) unter Windows 11 oder die manuelle Umschaltung auf 60 Hz im Akkubetrieb. Außerdem hilft der Energiesparmodus in Windows dabei, die Refreshrate automatisch zu reduzieren.

Kann ich eine höhere Bildwiederholrate einstellen als mein Monitor offiziell unterstützt?

Ja, das ist über benutzerdefinierte Auflösungen im NVIDIA Control Panel oder in der AMD Adrenalin Software möglich. Dabei bezeichnet man diesen Vorgang als Overclocking des Monitors. Jedoch ist das Ergebnis nicht garantiert – manche Monitore akzeptieren leicht höhere Werte, andere nicht. Außerdem kann das Bildqualität und Stabilität beeinflussen.

Welches Kabel empfiehlt sich für einen 144-Hz-Monitor?

Für 1080p @ 144 Hz reicht ein HDMI 2.0-Kabel aus. Für 1440p @ 144 Hz oder 4K @ 60 Hz empfehlen wir DisplayPort 1.4. Dabei ist die Kabelqualität wichtig: Günstige Kabel können bei hohen Übertragungsraten zu Instabilitäten führen. Deshalb empfehlen wir zertifizierte Kabel renommierter Hersteller wie Cable Matters, Club 3D oder Belkin.

Fazit

Die Bildwiederholrate synchronisieren ist in Windows 11 und 10 unkompliziert möglich – sei es über die Systemeinstellungen, den Grafiktreiber oder spezialisierte Technologien wie G-Sync und FreeSync. Dabei ist das richtige Kabel ebenso entscheidend wie aktuelle Treiber und korrekte Monitor-OSD-Einstellungen.

Für die meisten Nutzer empfiehlt sich 2026 ein FreeSync-Premium-Monitor in Kombination mit einer aktuellen GPU und DisplayPort 1.4, da dieser Standard ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Außerdem sollten Laptop-Nutzer unbedingt die dynamische Bildwiederholrate unter Windows 11 aktivieren, um Akkulaufzeit und Performance optimal zu balancieren.