Video-Ident-Verfahren – so geht es | Anleitung

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Video-Ident-Verfahren – so geht es | Anleitung

Das Video-Ident-Verfahren ist heute eine der wichtigsten Methoden zur digitalen Identitätsprüfung. Es ermöglicht eine sichere, schnelle und rechtskonforme Identifikation von Personen, ohne dass ein persönlicher Termin erforderlich ist.

Besonders Banken, Versicherungen und Online-Dienstleister setzen auf dieses Verfahren, um gesetzliche Vorgaben einzuhalten und gleichzeitig den Komfort für Kunden zu erhöhen. Diese Anleitung erklärt detailliert, wie das Video-Ident-Verfahren funktioniert, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und worauf zu achten ist.

Was ist das Video-Ident-Verfahren?

Das Video-Ident-Verfahren ist ein digitales Identifizierungsverfahren, bei dem die Identität einer Person per Live-Videoübertragung überprüft wird. Es ersetzt die klassische Identifikation vor Ort, etwa in einer Filiale oder bei der Post. Grundlage ist ein Videochat mit einem geschulten Mitarbeiter oder ein automatisiertes System, das bestimmte Sicherheitsmerkmale prüft.

Ziel des Verfahrens ist es, die Identität zweifelsfrei festzustellen und dabei gesetzliche Anforderungen zu erfüllen, insbesondere im Hinblick auf Geldwäscheprävention und Betrugsvermeidung. Das Verfahren wird in Echtzeit durchgeführt und dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Warum ist das Video-Ident-Verfahren notwendig?

Unternehmen sind in vielen Branchen gesetzlich verpflichtet, die Identität ihrer Kunden zu überprüfen. Dazu gehören insbesondere:

  • Banken und Finanzdienstleister
  • Versicherungen
  • Telekommunikationsanbieter
  • Online-Marktplätze mit sensiblen Transaktionen

Das Video-Ident-Verfahren bietet hier mehrere Vorteile: Es ist ortsunabhängig, zeitsparend und kosteneffizient. Gleichzeitig erfüllt es die rechtlichen Anforderungen an eine sichere Identitätsprüfung.

Rechtliche Grundlagen des Video-Ident-Verfahrens

Das Video-Ident-Verfahren ist in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern rechtlich anerkannt. Es basiert auf Vorgaben zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Die Identifizierung per Video ist zulässig, wenn bestimmte Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Live-Übertragung ohne Aufzeichnung durch den Kunden
  • Geschulte Mitarbeiter oder zertifizierte Systeme
  • Sichtprüfung von Ausweisdokumenten
  • Abgleich biometrischer Merkmale

Unternehmen müssen zudem sicherstellen, dass alle Daten verschlüsselt übertragen und datenschutzkonform verarbeitet werden.

Voraussetzungen für das Video-Ident-Verfahren

Damit das Video-Ident-Verfahren reibungslos funktioniert, müssen einige technische und persönliche Voraussetzungen erfüllt sein.

Technische Voraussetzungen

  • Smartphone, Tablet oder Computer mit Kamera und Mikrofon
  • Stabile Internetverbindung
  • Aktueller Browser oder App des Anbieters

Persönliche Voraussetzungen

  • Gültiges Ausweisdokument
  • Ruhige Umgebung mit ausreichender Beleuchtung
  • Grundkenntnisse im Umgang mit digitalen Geräten

Ohne diese Voraussetzungen kann das Verfahren scheitern oder muss wiederholt werden.

Welche Ausweisdokumente werden akzeptiert?

In der Regel werden folgende Dokumente akzeptiert:

  • Personalausweis
  • Reisepass
  • In einigen Fällen Aufenthaltstitel

Das Dokument muss gültig, unbeschädigt und gut lesbar sein. Abgelaufene oder beschädigte Ausweise werden nicht akzeptiert.

Ablauf des Video-Ident-Verfahrens – Schritt für Schritt

Start des Verfahrens

Nach der Registrierung bei einem Dienstleister erhalten Sie einen Link oder werden direkt in der App zum Video-Ident-Verfahren weitergeleitet. Dort bestätigen Sie zunächst Ihre Zustimmung zur Datenverarbeitung.

Verbindung zum Mitarbeiter oder System

Anschließend wird eine Videoverbindung aufgebaut. Je nach Anbieter erfolgt die Identifikation durch einen geschulten Mitarbeiter oder durch ein automatisiertes System mit künstlicher Intelligenz.

Prüfung des Ausweisdokuments

Sie werden aufgefordert, Ihren Ausweis vor die Kamera zu halten und gegebenenfalls zu kippen oder zu drehen. So können Sicherheitsmerkmale wie Hologramme überprüft werden.

Abgleich der Person

Der Mitarbeiter oder das System vergleicht das Gesicht mit dem Foto auf dem Ausweis. Zusätzlich können bestimmte Bewegungen oder Sprechaufgaben verlangt werden, um sicherzustellen, dass es sich um eine reale Person handelt.

Abschluss der Identifikation

Nach erfolgreicher Prüfung wird das Verfahren abgeschlossen. Sie erhalten meist eine Bestätigung, dass Ihre Identität verifiziert wurde.

Dauer des Video-Ident-Verfahrens

Das Video-Ident-Verfahren dauert in der Regel zwischen fünf und zehn Minuten. Verzögerungen können auftreten, wenn die Internetverbindung instabil ist oder das Ausweisdokument nicht eindeutig erkennbar ist.

Sicherheit beim Video-Ident-Verfahren

Sicherheit spielt eine zentrale Rolle. Seriöse Anbieter setzen auf:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  • Geschulte Mitarbeiter
  • Mehrstufige Prüfmechanismen
  • Protokollierung der Identifikation

Diese Maßnahmen minimieren das Risiko von Identitätsdiebstahl und Betrug.

Datenschutz und Datenverarbeitung

Beim Video-Ident-Verfahren werden personenbezogene Daten verarbeitet. Dazu gehören:

  • Name und Geburtsdatum
  • Ausweisnummer
  • Video- und Bilddaten

Diese Daten dürfen nur für den vorgesehenen Zweck verwendet und müssen nach gesetzlichen Vorgaben gespeichert oder gelöscht werden. Nutzer haben das Recht auf Auskunft und Löschung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.

Vorteile des Video-Ident-Verfahrens

Zeitersparnis

Keine Anfahrt, keine Wartezeiten, Identifikation von zu Hause aus.

Flexibilität

Das Verfahren ist meist rund um die Uhr verfügbar.

Hohe Akzeptanz

Viele Unternehmen und Behörden erkennen das Video-Ident-Verfahren an.

Nachteile und mögliche Probleme

Trotz vieler Vorteile gibt es auch Einschränkungen:

  • Technische Probleme
  • Ablehnung bei schlechter Bildqualität
  • Nicht alle Ausweise werden akzeptiert

In solchen Fällen muss auf alternative Identifikationsverfahren ausgewichen werden.

Video-Ident-Verfahren vs. Post-Ident-Verfahren

Das klassische Post-Ident-Verfahren erfordert einen Besuch in einer Filiale. Im Vergleich dazu ist das Video-Ident-Verfahren deutlich schneller und bequemer. Beide Verfahren sind rechtlich anerkannt, unterscheiden sich jedoch stark im Nutzerkomfort.

Automatisiertes Video-Ident-Verfahren

Neben der Identifikation durch Mitarbeiter gibt es automatisierte Varianten. Diese nutzen Algorithmen zur Gesichtserkennung und Dokumentenprüfung. Sie sind besonders schnell, erfordern jedoch eine sehr gute technische Ausstattung.

Typische Anwendungsbereiche

  • Kontoeröffnung
  • Vertragsabschlüsse
  • Identitätsprüfung bei Online-Diensten
  • Verifizierung für digitale Plattformen

Häufige Fehler beim Video-Ident-Verfahren

  • Schlechte Beleuchtung
  • Unscharfe Kamera
  • Ungültiger Ausweis
  • Hintergrundgeräusche

Durch gute Vorbereitung lassen sich diese Fehler vermeiden.

Tipps für eine erfolgreiche Identifikation

  • Ruhigen Ort wählen
  • Ausweis bereitlegen
  • Kamera reinigen
  • Anweisungen genau befolgen

Was tun bei Abbruch oder Ablehnung?

Wird das Video-Ident-Verfahren abgebrochen, können Sie es meist erneut starten. Bei wiederholter Ablehnung empfiehlt sich der Kontakt mit dem Kundenservice oder die Nutzung eines alternativen Verfahrens.

Zukunft des Video-Ident-Verfahrens

Die Bedeutung des Video-Ident-Verfahrens wird weiter zunehmen. Fortschritte in der künstlichen Intelligenz und strengere Sicherheitsstandards werden das Verfahren noch effizienter und sicherer machen.

Internationale Nutzung des Video-Ident-Verfahrens

Auch außerhalb Deutschlands wird das Video-Ident-Verfahren zunehmend eingesetzt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich jedoch je nach Land.

Fazit

Das Video-Ident-Verfahren ist eine moderne, sichere und effiziente Methode zur Identitätsprüfung. Es spart Zeit, bietet hohen Komfort und erfüllt gleichzeitig gesetzliche Anforderungen.

Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich die Identifikation schnell und problemlos durchführen.