FritzBox-Glasfaser-Modelle im Vergleich | Überblick

Erfahren Sie, welche FritzBox-Glasfaser-Modelle es gibt, wie sie sich unterscheiden und welche Box für Ihren Glasfaseranschluss die beste Wahl ist.

FritzBox-Glasfaser-Modelle im Vergleich | Überblick

Glasfaser ist schnell – aber nur mit dem passenden Router kommt die Leistung auch wirklich im Heimnetz an. Dieser Überblick vergleicht aktuelle FRITZ!Box-Modelle für den direkten Glasfaseranschluss sowie Geräte für den Betrieb hinter einem ONT.

Sie erfahren, welche Standards (GPON, AON, XGS-PON) wichtig sind, wie Wi-Fi 6/7 und Mesh die Reichweite verbessern und welches Modell zu Tarif, Wohnung und Nutzung passt. Inklusive Praxistipps zur Einrichtung.

Glasfaser verstehen: Was der Router wirklich leisten muss

Glasfaseranschlüsse liefern hohe Bandbreiten und sehr niedrige Latenzen. In der Praxis entscheidet jedoch nicht nur der Tarif über das Tempo, sondern auch die Technik zwischen Anschlussdose und Endgerät. Genau hier spielt der Router seine Hauptrolle: Er baut die Internetverbindung auf, verteilt die Daten im Heimnetz, priorisiert Anwendungen (z. B. Videokonferenzen), schützt das Netzwerk und stellt Dienste wie Telefonie, VPN oder Smart Home bereit.

Für die Auswahl einer FRITZ!Box ist vor allem wichtig, ob Sie die FRITZ!Box direkt an die Glasfaser anschließen oder ob Ihr Anbieter ein ONT (Glasfaser-Modem) vorschaltet.

Direkter Glasfaseranschluss vs. Betrieb hinter ONT

  • Direkter Glasfaseranschluss (integriertes Glasfaser-Modem):
    Die FRITZ!Box übernimmt Modem und Router in einem Gerät. Vorteil: weniger Geräte, weniger Stromverbrauch, weniger Fehlerquellen, oft sauberere Installation.
  • Betrieb hinter ONT (Router am WAN-Port):
    Das ONT wandelt das optische Signal in Ethernet um. Ihre FRITZ!Box wird per Netzwerkkabel am WAN-Port angeschlossen. Vorteil: Sie können auch viele FRITZ!Box-Modelle nutzen, die kein integriertes Glasfaser-Modem besitzen.

Glasfaser-Standards: GPON, AON und XGS-PON kurz erklärt

Nicht jede Glasfaser ist gleich. Für den Direktanschluss muss Ihr Router den Standard Ihres Anschlusses unterstützen:

  • GPON: weit verbreitet, typischer Standard für viele Privatkundentarife.
  • AON: seltener, kommt bei manchen Anbietern und Netzen vor.
  • XGS-PON: für sehr hohe Bandbreiten, oft bis in den Multi-Gigabit-Bereich, zunehmend in modernen Ausbauten relevant.

Wenn Sie ein ONT nutzen, spielt der Glasfaserstandard für die FRITZ!Box praktisch keine Rolle mehr, weil der Router nur noch „Ethernet“ sieht.

Die aktuellen FRITZ!Box-Glasfaserklassen im Überblick

FRITZ!Box-Glasfaser lässt sich sinnvoll in drei Kategorien einteilen:

  1. Einsteiger-Glasfaserrouter (direkt am Anschluss, solide WLAN-Leistung)
  2. Allround-Glasfaserrouter (mehr Leistungsreserven, bessere Port-Ausstattung)
  3. High-End für Multi-Gigabit und Wi-Fi 7 (maximale Performance, Zukunftssicherheit)

Im Fokus dieses Artikels stehen vor allem Modelle, die entweder direkt an Glasfaser betrieben werden können oder für Glasfaser mit ONT besonders geeignet sind.

Modellübersicht: Diese FRITZ!Boxen sind typische Kandidaten für Glasfaser

FRITZ!Box 5530 Fiber: Der kompakte Einstieg

Die FRITZ!Box 5530 Fiber ist ein klassischer Startpunkt für Glasfaserhaushalte. Sie ist kompakt, sparsam und bringt das FRITZ!-Ökosystem mit Mesh, Telefonie-Funktionen und FRITZ!OS-Features mit.

Für wen passt sie besonders?

  • Wohnungen und kleinere Häuser
  • Glasfasertarife, bei denen WLAN-Abdeckung wichtiger ist als viele LAN-Geräte
  • Nutzer, die ein zuverlässiges Gerät ohne „Overkill“ suchen

Typische Stärken

  • unkomplizierte Glasfaserintegration
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • FRITZ!OS mit Kindersicherung, Gastnetz, VPN, Mesh-Steuerung

Typische Grenzen

  • weniger Reserven, wenn viele parallele WLAN-Clients mit hohem Durchsatz arbeiten
  • weniger „Luxus“ bei Ports und Multi-Gigabit im Vergleich zu größeren Modellen

FRITZ!Box 5590 Fiber: Der bewährte Alleskönner mit mehr Ausstattung

Die FRITZ!Box 5590 Fiber gilt als robustes Upgrade gegenüber Einsteigerlösungen: mehr Spielraum bei paralleler Nutzung, oft die passendere Wahl, wenn Sie mehrere LAN-Endgeräte, NAS, Homeoffice und Streaming parallel betreiben.

Für wen passt sie besonders?

  • Familienhaushalte mit vielen Geräten
  • Homeoffice mit Videokonferenzen und VPN
  • Nutzer, die mehr LAN-Optionen und Reserven im Alltag wollen

Typische Stärken

  • sehr ausgewogenes Gesamtpaket
  • gute Mesh-Zentrale für größere WLAN-Setups mit Repeatern
  • starke FRITZ!-Telefonie-Integration und Smart-Home-Grundfunktionen

Typische Grenzen

  • Wer bereits auf Wi-Fi 7 und maximale Zukunftsreserven setzen will, schaut eher in die neuere High-End-Klasse

FRITZ!Box 5690: Wi-Fi 7 für Glasfaser, starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

Die FRITZ!Box 5690 richtet sich an Nutzer, die Wi-Fi 7 möchten, aber nicht zwingend die absolute Premium-Ausstattung benötigen. Wi-Fi 7 kann vor allem in Umgebungen mit vielen Geräten und störanfälligen Funkbedingungen Vorteile bringen (effizientere Nutzung der Kanäle, bessere Latenz, stabilere Links bei kompatiblen Endgeräten).

Für wen passt sie besonders?

  • Glasfaserhaushalte mit modernen Smartphones, Laptops und Wi-Fi-7-Clients
  • Gaming und Streaming mit Fokus auf stabiler Funkperformance
  • Nutzer, die „zukunftssicher“ kaufen wollen, ohne ganz oben einzusteigen

Typische Stärken

  • Wi-Fi-7-Generation als modernes Fundament für die nächsten Jahre
  • sehr gute Mesh-Eignung als Zentrale
  • starke Gesamtperformance im Alltag

Typische Grenzen

  • Je nach Einsatz kann ein High-End-Modell noch mehr Funkband-Optionen und Spitzenleistung bieten

FRITZ!Box 5690 Pro: High-End für Glasfaser und DSL, mit Premium-WLAN

Die FRITZ!Box 5690 Pro ist für anspruchsvolle Setups gedacht und kombiniert sehr leistungsfähiges WLAN mit einer flexiblen Anschlussausrichtung. Das lohnt sich besonders, wenn Sie heute Glasfaser nutzen, aber die Box auch in anderen Anschluss-Szenarien weiterverwenden möchten – oder wenn Sie maximale WLAN-Performance im gesamten Heimnetz anstreben.

Für wen passt sie besonders?

  • große Wohnungen und Häuser mit hohem WLAN-Anspruch
  • Nutzer mit sehr vielen Geräten (Smart Home, Streaming, Workstations)
  • Technik-Fans, die die High-End-Klasse bewusst ausreizen möchten

Typische Stärken

  • sehr hohe WLAN-Leistung, gerade in dicht belegten Funkumgebungen
  • hervorragende Plattform für anspruchsvolle Mesh-Netze
  • starke Ausstattung für Power-User (VPN, Priorisierung, viele Dienste parallel)

Typische Grenzen

  • kostet mehr, lohnt sich am meisten, wenn Sie die Leistung auch nutzen

FRITZ!Box 5690 XGS: Für XGS-PON und echte Multi-Gigabit-Anschlüsse

Wenn Ihr Anschluss XGS-PON bereitstellt oder Sie gezielt in Richtung Multi-Gigabit planen, ist die FRITZ!Box 5690 XGS die naheliegende Option. Sie zielt auf sehr hohe Glasfasertarife, bei denen klassische „bis 1 Gbit/s“-Setups nicht mehr das Maß sind.

Für wen passt sie besonders?

  • Haushalte mit Multi-Gigabit-Tarifen
  • Nutzer mit 2,5G-/10G-kompatiblen Switches, NAS-Systemen oder Workstations
  • Content-Creator, die große Datenmengen im Heimnetz bewegen

Typische Stärken

  • vorbereitet für sehr hohe Glasfaserbandbreiten
  • sinnvoller Unterbau für ein Multi-Gigabit-Heimnetz
  • Wi-Fi 7 als modernes WLAN-Fundament

Typische Grenzen

  • Lohnt sich vor allem, wenn Ihr Anschluss und Ihr Heimnetz (LAN/WLAN-Clients) die Geschwindigkeit überhaupt ausnutzen können

FRITZ!Box 5630/5630 XGS: Neue Glasfaserklasse mit Fokus auf Wi-Fi 7

Mit der 5630-Reihe gibt es eine zusätzliche Glasfaseroption, die Wi-Fi 7 in eine neue Preis- und Leistungsnische bringt. Je nach Anschlussstandard kann die passende Variante interessant sein, wenn Sie Wi-Fi 7 wollen, aber nicht zwingend in die oberste Ausstattungsstufe gehen möchten.

Für wen passt sie besonders?

  • Nutzer, die gezielt Wi-Fi 7 und Glasfaser kombinieren möchten
  • Haushalte, die eine moderne, aber dennoch fokussierte Ausstattung bevorzugen

Typische Stärken

  • aktueller WLAN-Standard, gute Alltagsleistung
  • je nach Variante passend zu GPON/AON oder XGS-PON

Typische Grenzen

  • Die konkrete Eignung hängt stark vom Glasfaserstandard und der restlichen Port-Ausstattung Ihres Heimnetzes ab

Vergleich nach Kriterien: So finden Sie das passende Modell

Anschluss-Kompatibilität: Das wichtigste K.-o.-Kriterium

Bevor Sie Preise und WLAN vergleichen, klären Sie diese Punkte:

  • Nutzen Sie direkten Glasfaseranschluss oder ONT?
  • Welcher Standard liegt an: GPON, AON oder XGS-PON?
  • Haben Sie vom Anbieter Vorgaben zur Hardware oder Zugangsdaten (z. B. PPPoE, VLAN, Zugangsdatenportal)?

Wenn Sie ein ONT nutzen, sind Sie deutlich flexibler: Dann kann auch eine leistungsfähige FRITZ!Box ohne integriertes Glasfaser-Modem sinnvoll sein, sofern WAN/LAN-Ports und WLAN-Leistung passen.

WLAN: Wi-Fi 6 vs. Wi-Fi 7 – was merkt man wirklich?

Wi-Fi 6 ist in vielen Haushalten absolut ausreichend: zuverlässig, effizient bei vielen Geräten und meist die beste Wahl, wenn Endgeräte ohnehin nicht Wi-Fi 7 unterstützen.

Wi-Fi 7 lohnt sich besonders, wenn:

  • Sie viele kompatible Endgeräte haben (neuere Smartphones, Laptops)
  • Sie in einem Mehrparteienhaus mit viel Funkverkehr wohnen
  • Sie Wert auf niedrige Latenz, stabile Verbindungen und hohe Spitzenraten legen
  • Sie mehrere gleichzeitige High-Throughput-Anwendungen haben (4K/8K-Streaming, Cloud-Gaming, große Uploads)

Wichtig: Die beste WLAN-Box bringt wenig, wenn der Standort schlecht ist. In großen Wohnungen und Häusern gewinnen Mesh und zusätzliche Access Points häufig mehr als das letzte Quäntchen Spitzenrate.

LAN-Ports und Multi-Gigabit: Der oft unterschätzte Engpass

Viele Glasfaseranschlüsse sind schneller als das, was im Heimnetz tatsächlich ankommt – und häufig ist der Engpass nicht das Internet, sondern:

  • ein einzelner Gigabit-Port
  • ein älterer Switch
  • ein NAS mit zu langsamem Netzwerk
  • Clients, die nur 1G unterstützen

Wenn Sie große Datenmengen im Heimnetz bewegen (NAS-Backups, Medienserver, Arbeitsdateien), achten Sie auf Multi-Gigabit-Fähigkeit in Router, Switch und Endgeräten. Für reine Internetnutzung mit normalem Streaming ist das weniger kritisch.

Mesh-Fähigkeit: Reichweite und Stabilität zählen mehr als Maximalwerte

In vielen Haushalten sind Funklöcher der Hauptgrund für schlechte Internet-Erfahrung. FRITZ!Boxen eignen sich als Mesh-Zentrale besonders gut, wenn Sie später erweitern möchten:

  • Repeater im Treppenhaus oder Flur
  • zusätzliche Access Points pro Etage
  • Powerline nur dort, wo WLAN wirklich nicht sinnvoll möglich ist

Achten Sie bei der Planung darauf, dass der Uplink (die Verbindung zwischen Mesh-Knoten) nicht zum Flaschenhals wird. Wenn möglich: Mesh-Knoten per LAN-Kabel anbinden.

Telefonie und Smart Home: Welche Funktionen Sie wirklich benötigen

Viele FRITZ!Boxen bringen eine integrierte Telefonanlage mit, inklusive DECT-Basis. Das ist praktisch, wenn Sie:

  • Festnetz über VoIP nutzen
  • DECT-Telefone einsetzen
  • Smart-Home-Funktionen über DECT-Geräte im FRITZ!-System verwenden

Wenn Sie keinerlei Telefonie nutzen und Smart Home bei Ihnen über andere Plattformen läuft, können Sie den Fokus stärker auf WLAN/LAN-Performance und Anschluss-Kompatibilität legen.

Schnellvergleich als Orientierung

ModellklasseBeispieleFür wen geeignetSchwerpunkt
Einsteiger Glasfaser5530 Fiberkleine bis mittlere Haushaltegünstig, kompakt, solide
Allround-Glasfaser5590 FiberFamilien, Homeoffice, viele Geräteausgewogen, mehr Reserven
Wi-Fi 7 Glasfaser5690, 5630moderne Endgeräte, dichtes WLAN-UmfeldZukunftssicherheit, Effizienz
High-End-Wi-Fi 75690 Progroße Netze, Power-Usermaximale WLAN-Optionen
XGS-PON Multi-Gigabit5690 XGS, 5630 XGSsehr schnelle Tarife, Multi-Gigabit-LANHighspeed-Glasfaser

Empfehlungen nach typischen Nutzungsszenarien

Wohnung, 1–2 Personen, Streaming und Alltag

Wenn Sie hauptsächlich streamen, surfen und gelegentlich im Homeoffice arbeiten, ist ein Einsteiger- oder solider Allround-Glasfaserrouter meist ideal. Entscheidend ist hier eher die WLAN-Abdeckung als Maximalleistung.

Passt häufig gut: Einsteiger-Glasfaserrouter oder Alleskönner, je nach Anzahl der Geräte und Wohnungsgröße.

Familie, viele Geräte, paralleles Streaming, Konsolen und Homeoffice

Hier zählt Stabilität unter Last: mehrere Streams, Updates, Cloud-Backups, Videocalls. Ein Modell mit mehr Reserven und stärkerem Mesh-Fokus ist empfehlenswert.

Passt häufig gut: Allround-Glasfaserrouter oder Wi-Fi-7-Modelle, wenn passende Endgeräte vorhanden sind.

Großes Haus, mehrere Etagen, anspruchsvolle WLAN-Abdeckung

In großen Häusern entscheidet Mesh-Planung mehr als das Datenblatt. Sie benötigen eine leistungsfähige Zentrale und idealerweise LAN-Backbone zu weiteren Mesh-Knoten.

Passt häufig gut: Wi-Fi-7-Modelle oder High-End als Zentrale plus passende Mesh-Erweiterung.

Multi-Gigabit-Tarif, NAS, große Uploads, Home-Server

Sobald Sie Multi-Gigabit ernsthaft nutzen wollen, muss das Heimnetz mitspielen: Router, Switch, Kabel, NAS und Clients. Hier lohnt sich ein Modell, das auf sehr hohe Glasfaserbandbreiten ausgelegt ist.

Passt häufig gut: XGS-PON-fähige Modelle bei entsprechendem Anschluss, plus Multi-Gigabit-Infrastruktur im LAN.

Sie haben ein ONT vom Anbieter und wollen „nur“ einen starken Router

Dann müssen Sie nicht zwingend einen Glasfaserrouter mit integriertem Modem kaufen. Ein leistungsfähiger FRITZ!Router am WAN-Port können reichen – wichtig sind WLAN-Leistung, WAN/LAN-Geschwindigkeit und Ihre gewünschten Funktionen (Mesh, VPN, Telefonie).

Tipp: Prüfen Sie, ob Ihr ONT bereits die maximale Tarifgeschwindigkeit zuverlässig liefert und ob Ihr Router-WAN-Port dazu passt.

Kauf-Checkliste: In 5 Minuten zur richtigen Entscheidung

  1. Anschlussart klären: Direkt an Glasfaser oder ONT?
  2. Standard prüfen: GPON/AON/XGS-PON (nur relevant bei Direktanschluss).
  3. Wohnfläche und Funkumgebung bewerten: Mehrparteienhaus, dicke Wände, mehrere Etagen?
  4. Geräteanzahl und Nutzung: Streaming, Gaming, Homeoffice, NAS, Smart Home?
  5. Heimnetz-Plan: Brauchen Sie Multi-Gigabit? Planen Sie Mesh-Erweiterung?

Wenn Sie bei Punkt 1 und 2 unsicher sind, finden Sie die Information meist in den Unterlagen Ihres Anbieters oder auf dem Typenschild des ONT bzw. in der Anschlussdokumentation.

Einrichtung in der Praxis: Damit die Glasfaserleistung ankommt

Direktanschluss an Glasfaser

  • Router korrekt an die Glasfaseranschlussdose anschließen (je nach Bauform und Anbieter-Setup).
  • Zugangsdaten bereithalten (je nach Anbieter PPPoE, VLAN, automatische Provisionierung).
  • FRITZ!OS-Assistent nutzen und anschließend prüfen:
  • ob die Verbindung stabil steht
  • ob die gebuchte Bandbreite im Test plausibel ankommt
  • ob Telefonie (falls genutzt) korrekt registriert ist

Betrieb hinter ONT

  • ONT per Ethernet mit dem WAN-Port der FRITZ!Box verbinden.
  • Im Router Internetzugang über WAN konfigurieren.
  • Falls die Geschwindigkeit nicht passt: Prüfen, ob WAN-Port, Kabel und ggf. Switch dazwischen die nötige Geschwindigkeit unterstützen.

WLAN-Feinschliff für bessere Reichweite

  • Router zentral platzieren, nicht im Schrank, nicht hinter Metallflächen.
  • 5 GHz (und bei Wi-Fi 7 ggf. weitere Optionen) bevorzugt nutzen, wenn Reichweite passt.
  • Mesh-Repeater lieber „auf halber Strecke“ platzieren als am Rand des Funklochs.
  • Für Workstations, Konsolen und NAS möglichst LAN nutzen.

Häufige Fragen zu FRITZ!Box und Glasfaser

Benötige ich unbedingt einen Glasfaserrouter, wenn ich Glasfaser habe?

Nur dann, wenn Sie direkt an die Glasfaser wollen. Wenn ein ONT vorgeschaltet ist, genügt oft ein starker Router am WAN-Port. Ein integrierter Glasfaserrouter ist vor allem eine Komfort- und Aufräumlösung – technisch aber auch sehr elegant.

Merke ich Wi-Fi 7 sofort?

Sie merken es vor allem dann, wenn:

  • Ihre Endgeräte Wi-Fi 7 unterstützen,
  • viele Geräte gleichzeitig aktiv sind,
  • die Funkumgebung schwierig ist,
  • Sie Wert auf niedrige Latenz und stabile Datenraten legen.

Ohne Wi-Fi-7-Clients profitieren Sie indirekt (z. B. durch leistungsfähigere Hardwaregeneration), aber weniger stark als mit passenden Geräten.

Was ist wichtiger: mehr WLAN-Speed oder besseres Mesh?

Für die meisten Haushalte ist besseres Mesh wichtiger. Eine stabile Versorgung in allen Räumen schlägt Top-Speed direkt neben dem Router. Planen Sie lieber Reichweite und Backhaul sauber, statt nur auf Maximalwerte zu schauen.

Wie viel „Zukunftssicherheit“ lohnt sich?

Wenn Sie ohnehin alle 5–7 Jahre erneuern, reicht oft ein guter Alleskönner. Wenn Sie gerade modernisieren, viele Endgeräte neu sind und Sie Multi-Gigabit oder sehr anspruchsvolle WLAN-Szenarien erwarten, lohnt sich eher die Wi-Fi-7- oder XGS-PON-Klasse.

Fazit: Welches FRITZ!Box-Glasfasermodell passt zu Ihnen?

Wenn Sie eine einfache, zuverlässige Glasfaserzentrale suchen, sind Einsteiger- und Allround-Glasfaserrouter eine sichere Wahl. Sobald viele Geräte, Homeoffice und parallele Nutzung ins Spiel kommen, zahlt sich ein leistungsstärkeres Modell mit mehr Reserven aus.

Für moderne Haushalte mit kompatiblen Endgeräten ist Wi-Fi 7 ein spürbarer Schritt nach vorn – besonders in anspruchsvollen Funkumgebungen. Und wenn Ihr Anschluss oder Ihre Planung in Richtung Multi-Gigabit geht, führt an XGS-PON-tauglichen Geräten und einem entsprechend schnellen Heimnetz kaum ein Weg vorbei.

Am Ende gilt: Der beste Glasfaserrouter ist der, der zu Ihrem Anschlussstandard, Ihrer Wohnsituation und Ihrem Nutzungsprofil passt – und der sich sinnvoll mit Mesh und LAN-Infrastruktur erweitern lässt.