Erfahren Sie, wie Sie eine Fake-Handynummer sicher und anonym erstellen – mit klarer Schritt-für-Schritt-Anleitung, Tipps zu Datenschutz und Nutzung.

Eine zusätzliche oder virtuelle Handynummer kann helfen, Privatsphäre zu schützen, berufliche und private Kontakte zu trennen oder Projekte zu testen.
Dieser Leitfaden zeigt seriöse Wege, eine solche Nummer zu nutzen, erklärt Unterschiede zwischen temporären, virtuellen und klassischen SIM-Lösungen und beleuchtet Kosten, Datenschutz, Rechtliches sowie typische Anwendungsfälle – kompakt, verständlich und praxisnah.
Was bedeutet „Fake-Handynummer“ eigentlich?
Der Begriff wird umgangssprachlich oft verwendet, ist aber missverständlich. In den meisten Fällen ist keine „gefälschte“ Nummer gemeint, sondern eine zusätzliche, virtuelle oder temporäre Telefonnummer, die nicht an den Hauptvertrag oder die private SIM-Karte gebunden ist.
Dazu zählen unter anderem:
- Virtuelle Telefonnummern über VoIP-Dienste
- Zweitnummern über eSIM oder Dual-SIM-Geräte
- Prepaid-SIM-Karten ohne langfristige Vertragsbindung
- Temporäre Nummern für kurzfristige Nutzung
Es geht also in der Regel um Datenschutz, Flexibilität und Kontrolle, nicht um Täuschung oder illegale Aktivitäten.
Warum nutzen Menschen eine zweite oder virtuelle Handynummer?
Eine zusätzliche Nummer kann im Alltag viele praktische Vorteile bieten.
Schutz der Privatsphäre
Bei Online-Registrierungen, Kleinanzeigen oder öffentlichen Profilen möchten viele Menschen ihre Hauptnummer nicht preisgeben. Eine Zweitnummer reduziert das Risiko von Spam-Anrufen und unerwünschten Nachrichten.
Trennung von Beruf und Privatleben
Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen nutzen oft eine eigene geschäftliche Rufnummer. So bleibt die private Nummer geschützt, und berufliche Kontakte lassen sich besser organisieren.
Projektbezogene Nutzung
Für kurzfristige Projekte, Events oder Testphasen kann eine separate Nummer sinnvoll sein. Nach Abschluss kann sie einfach deaktiviert werden.
Reisen ins Ausland
Eine zusätzliche SIM oder eSIM mit lokaler Nummer kann Roaming-Kosten senken und die Erreichbarkeit verbessern.
Die wichtigsten Arten von alternativen Telefonnummern
Nicht jede Lösung passt zu jedem Bedarf. Hier sind die gängigsten Optionen im Überblick.
Prepaid-SIM-Karte
Eine Prepaid-Karte ist eine der klassischsten Lösungen für eine Zweitnummer.
Vorteile:
- Volle Mobilfunknummer mit SMS und Anrufen
- Keine langfristige Vertragsbindung
- Gute Netzqualität wie bei normalen Tarifen
Nachteile:
- SIM-Registrierung gesetzlich vorgeschrieben
- Monatliche Kosten bei aktiver Nutzung
- Physische SIM erforderlich (außer eSIM-Variante)
Dual-SIM oder eSIM
Viele moderne Smartphones unterstützen zwei Nummern gleichzeitig.
Typische Varianten:
- Physische SIM + eSIM
- Zwei eSIM-Profile
- Zwei physische SIM-Karten (seltener)
Vorteile:
- Beide Nummern auf einem Gerät
- Flexible Nutzung, z. B. geschäftlich und privat
- Kein zusätzliches Telefon nötig
Virtuelle Telefonnummer über VoIP
Hierbei handelt es sich um eine Nummer, die über das Internet läuft.
Eigenschaften:
- Nutzung über App oder Weboberfläche
- Oft mit Funktionen wie Weiterleitung, Voicemail und mehreren Geräten
- Beliebt bei Selbstständigen und kleinen Teams
Vorteile:
- Sehr flexibel
- Ortsunabhängige Nutzung
- Häufig günstiger als klassische Mobilfunkverträge
Einschränkungen:
- Internetverbindung notwendig
- Qualität abhängig von Datenverbindung
- Nicht jede Plattform akzeptiert VoIP-Nummern für wichtige Verifizierungen
Temporäre Online-Nummern
Es gibt Dienste, die kurzfristig Nummern für SMS-Empfang bereitstellen.
Wichtiger Hinweis:
Diese Nummern sind öffentlich zugänglich und bieten keinen Datenschutz. Nachrichten können von anderen eingesehen werden. Für persönliche oder sensible Konten sind solche Dienste ungeeignet.
Schritt für Schritt: Legale Wege zu einer zusätzlichen Handynummer
Option 1: Prepaid-SIM als Zweitnummer
- Prepaid-Tarif auswählen
- SIM-Karte bestellen oder im Handel kaufen
- Gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung durchführen
- SIM aktivieren und Guthaben aufladen
- Nummer im Smartphone als zweite Leitung nutzen
Option 2: eSIM für eine digitale Zweitnummer
- Prüfen, ob das Smartphone eSIM unterstützt
- eSIM-fähigen Tarif auswählen
- Aktivierungsdaten vom Anbieter erhalten
- eSIM-Profil in den Geräteeinstellungen hinzufügen
- Nummer für Anrufe, SMS oder mobile Daten konfigurieren
Option 3: Virtuelle Nummer per App
- Anbieter für Internet-Telefonie auswählen
- Konto erstellen
- Wunschrufnummer wählen (sofern verfügbar)
- App auf Smartphone oder Computer installieren
- Nummer für Anrufe, SMS oder Weiterleitungen einrichten
Wichtige Auswahlkriterien
Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen.
Datenschutz
- Werden Daten verschlüsselt übertragen?
- Gibt es transparente Datenschutzrichtlinien?
- Wo sitzt der Anbieter rechtlich?
Zuverlässigkeit
- Funktionieren SMS und Anrufe stabil?
- Gibt es Support im Problemfall?
Kostenstruktur
- Monatliche Grundgebühr oder Prepaid?
- Zusatzkosten für SMS oder Anrufe ins Ausland?
Akzeptanz bei Diensten
Nicht jede virtuelle oder Internetnummer wird überall akzeptiert. Für wichtige Konten empfiehlt sich eine reguläre Mobilfunknummer.
Rechtliche Aspekte in Deutschland und der EU
Die Nutzung zusätzlicher Telefonnummern ist grundsätzlich legal. Es gelten jedoch klare Regeln.
SIM-Registrierung
Prepaid-SIM-Karten müssen registriert werden. Anonyme Mobilfunknummern sind gesetzlich nicht zulässig.
Missbrauch ist strafbar
Das Verwenden einer Nummer zur Täuschung, für Betrug, Belästigung oder Identitätsmissbrauch ist strafbar. Anbieter können Nummern sperren und Daten an Behörden weitergeben.
Datenschutz-Grundverordnung
Anbieter müssen personenbezogene Daten gemäß DSGVO verarbeiten. Achten Sie auf seriöse Unternehmen.
Sicherheits- und Datenschutz-Tipps
Nummer nicht überall veröffentlichen
Nutzen Sie getrennte Nummern für unterschiedliche Zwecke. So lässt sich Spam leichter eindämmen.
Zwei-Faktor-Schutz bedenken
SMS-basierte Sicherheitscodes sollten möglichst auf einer zuverlässigen, privaten Nummer empfangen werden.
Öffentliche Nummern meiden
Öffentlich zugängliche temporäre Nummern sind unsicher. Sie eignen sich höchstens für völlig unkritische Tests.
Typische Anwendungsfälle
Online-Marktplätze
Eine Zweitnummer schützt vor dauerhaften Werbeanrufen nach Inseraten.
Berufliche Sichtbarkeit
Eine separate geschäftliche Rufnummer wirkt professioneller und strukturiert die Kommunikation.
Newsletter und Gewinnspiele
Hier hilft eine zusätzliche Nummer, Spam vom privaten Alltag fernzuhalten.
App-Tests und Entwicklung
Entwickler nutzen oft mehrere Nummern, um Registrierungsprozesse zu testen.
Kostenvergleich der Optionen
| Lösung | Einmalige Kosten | Laufende Kosten | Flexibilität |
|---|---|---|---|
| Prepaid-SIM | Gering | Mittel | Hoch |
| eSIM-Zweitnummer | Gering | Mittel | Sehr hoch |
| VoIP-Nummer | Keine bis gering | Gering bis mittel | Sehr hoch |
| Temporäre Online-Nummer | Keine | Keine | Sehr gering |
Häufige Missverständnisse
„Virtuelle Nummern sind illegal“
Falsch. Sie sind legal, solange sie nicht missbräuchlich verwendet werden.
„Temporäre Nummern sind anonym und sicher“
Falsch. Viele dieser Nummern sind öffentlich einsehbar und bieten keinen Schutz.
„Man kann jede Nummer überall verwenden“
Nein. Manche Plattformen blockieren bestimmte Nummerntypen aus Sicherheitsgründen.
Wann welche Lösung sinnvoll ist
| Bedarf | Beste Wahl |
|---|---|
| Langfristige Zweitnummer | Prepaid oder eSIM |
| Geschäftliche Nutzung | VoIP-Nummer |
| Kurzfristiges Projekt | Prepaid oder flexible VoIP-Lösung |
| Reine Tests ohne sensible Daten | Temporäre Nummer |
Praktische Tipps für den Alltag
- Speichern Sie Kontakte getrennt nach Nummer
- Nutzen Sie unterschiedliche Klingeltöne
- Aktivieren Sie Anrufweiterleitungen bei Bedarf
- Deaktivieren Sie ungenutzte Nummern regelmäßig
Fazit
Eine sogenannte „Fake-Handynummer“ ist meist einfach eine zusätzliche, virtuelle oder temporäre Telefonnummer mit klaren Vorteilen für Datenschutz, Organisation und Flexibilität. Ob Prepaid-SIM, eSIM oder VoIP-Lösung – entscheidend ist der Einsatzzweck.
Wichtig sind seriöse Anbieter, rechtmäßige Nutzung und ein bewusster Umgang mit persönlichen Daten. So profitieren Sie von mehr Kontrolle über Ihre Erreichbarkeit, ohne Sicherheitsrisiken einzugehen.
