DNS-Server ändern | So geht’s unter Windows und macOS

Erfahren Sie, wie Sie DNS-Server unter Windows und macOS ändern, um Geschwindigkeit, Datenschutz und Stabilität Ihrer Internetverbindung zu verbessern.

DNS-Server ändern | So geht’s unter Windows und macOS

Den DNS-Server zu ändern, kann die Internetgeschwindigkeit verbessern, Ladezeiten verkürzen und Probleme mit der Namensauflösung beheben. Sowohl unter Windows als auch unter macOS lässt sich der DNS-Server manuell einstellen.

In dieser Anleitung erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie den DNS-Server unter Windows und macOS ändern und welche Vorteile alternative DNS-Server bieten.

DNS-Server ändern unter Windows

Unter Windows können Sie den DNS-Server über die Netzwerkeinstellungen der aktiven Internetverbindung anpassen. Dies funktioniert bei WLAN- und LAN-Verbindungen identisch.

So ändern Sie den DNS-Server unter Windows 10 und Windows 11:

  1. Öffnen Sie die Einstellungen über die Tastenkombination Windows + I.
  2. Navigieren Sie zu „Netzwerk und Internet“.
  3. Wählen Sie „Erweiterte Netzwerkeinstellungen“ und anschließend „Adapteroptionen ändern“.
  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihre aktive Netzwerkverbindung (WLAN oder Ethernet).
  5. Öffnen Sie „Eigenschaften“.
  6. Markieren Sie „Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4)“ und klicken Sie auf „Eigenschaften“.
  7. Aktivieren Sie die Option „Folgende DNS-Serveradressen verwenden“.
  8. Tragen Sie den gewünschten primären und alternativen DNS-Server ein.
  9. Bestätigen Sie die Änderungen mit „OK“.

Typische öffentliche DNS-Server sind beispielsweise Google DNS (8.8.8.8 und 8.8.4.4), Cloudflare DNS (1.1.1.1 und 1.0.0.1) oder OpenDNS. Diese können die DNS-Auflösung beschleunigen und die Stabilität der Internetverbindung erhöhen.

DNS-Server unter Windows per IPv6 ändern

Falls Ihr Netzwerk IPv6 nutzt, können Sie den DNS-Server auch für IPv6 konfigurieren:

  1. Öffnen Sie erneut die Eigenschaften der Netzwerkverbindung.
  2. Wählen Sie „Internetprotokoll, Version 6 (TCP/IPv6)“.
  3. Aktivieren Sie „Folgende DNS-Serveradressen verwenden“.
  4. Geben Sie die IPv6-DNS-Adressen ein und speichern Sie die Einstellungen.

Dies ist sinnvoll, wenn Sie eine moderne IPv6-Verbindung nutzen oder DNS-Probleme bei bestimmten Websites auftreten.

DNS-Server ändern unter macOS

Unter macOS wird der DNS-Server direkt in den Netzwerkeinstellungen der aktiven Verbindung festgelegt. Die Schritte sind unter aktuellen macOS-Versionen wie Sonoma, Ventura und Monterey ähnlich.

So ändern Sie den DNS-Server auf dem Mac:

  1. Öffnen Sie die Systemeinstellungen.
  2. Wechseln Sie zu „Netzwerk“.
  3. Wählen Sie Ihre aktive Verbindung aus, etwa WLAN oder Ethernet.
  4. Klicken Sie auf „Details“ oder „Weitere Optionen“.
  5. Öffnen Sie den Bereich „DNS“.
  6. Entfernen Sie vorhandene DNS-Einträge oder lassen Sie diese bestehen.
  7. Fügen Sie neue DNS-Server über das Plus-Symbol hinzu.
  8. Bestätigen Sie die Änderungen mit „OK“ und anschließend mit „Anwenden“.

Nach der Umstellung nutzt macOS die neuen DNS-Server für die Domainauflösung. Dies kann helfen, wenn Webseiten nicht laden, DNS-Fehler auftreten oder bestimmte Dienste blockiert sind.

Wann es sinnvoll ist, den DNS-Server zu ändern

Das manuelle Ändern des DNS-Servers ist besonders nützlich in folgenden Situationen:

  • Langsame Internetverbindung oder lange Ladezeiten bei Webseiten
  • DNS-Fehler wie „Server nicht gefunden“
  • Probleme mit der Namensauflösung bestimmter Domains
  • Umgehung von DNS-basierten Sperren
  • Nutzung schneller oder datenschutzfreundlicher DNS-Anbieter

Ein alternativer DNS-Server kann außerdem die Stabilität verbessern, wenn der Standard-DNS des Internetproviders überlastet ist.

Vorteile alternativer DNS-Server

Ein Wechsel des DNS-Servers bringt mehrere Vorteile:

  • Schnellere DNS-Auflösung und kürzere Reaktionszeiten
  • Höhere Zuverlässigkeit bei Internetverbindungen
  • Bessere Sicherheit durch Schutz vor schädlichen Domains
  • Mehr Privatsphäre durch datensparsame DNS-Dienste

Viele Nutzer setzen auf öffentliche DNS-Dienste, um Performance-Probleme, Verbindungsabbrüche oder Fehler bei der Domainauflösung zu vermeiden.

Änderungen überprüfen und DNS-Cache leeren

Nach dem Ändern des DNS-Servers kann es sinnvoll sein, den DNS-Cache zu leeren, damit die neuen DNS-Einstellungen sofort greifen.

Unter Windows öffnen Sie die Eingabeaufforderung und führen den Befehl „ipconfig /flushdns“ aus.
Unter macOS kann der DNS-Cache über das Terminal mit dem passenden Befehl für Ihre macOS-Version geleert werden.

So stellen Sie sicher, dass neue DNS-Serveradressen korrekt verwendet werden und keine alten Einträge im Cache verbleiben.

DNS-Server automatisch beziehen wieder aktivieren

Falls es nach der Änderung zu Problemen mit der Internetverbindung kommt, können Sie jederzeit wieder zur automatischen DNS-Konfiguration zurückkehren.

Aktivieren Sie dazu einfach die Option „DNS-Serveradresse automatisch beziehen“ unter Windows oder entfernen Sie die manuell eingetragenen DNS-Adressen unter macOS.

Damit verwendet das System wieder den Standard-DNS-Server des Routers oder Internetanbieters.