Icons erstellen – so geht es | Anleitung

Erfahren Sie, wie Sie Icons erstellen: von Planung und Design bis zu Tools und Export – eine klare Anleitung für professionelle, skalierbare Symbole.

Icons erstellen – so geht es | Anleitung

Icons sind zentrale Gestaltungselemente in digitalen Produkten. Sie transportieren Informationen auf einen Blick, verbessern die Benutzerführung und stärken die visuelle Identität. Professionell erstellte Icons sorgen für Klarheit, Konsistenz und Wiedererkennung – unabhängig davon, ob sie für Websites, Apps, Software oder Präsentationen eingesetzt werden.

In dieser Anleitung erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Icons planen, gestalten und technisch korrekt umsetzen, damit sie funktional überzeugen und optisch hochwertig wirken.

Was sind Icons und warum sind sie so wichtig?

Icons sind stark vereinfachte grafische Symbole, die komplexe Inhalte oder Funktionen visuell darstellen. Sie ersetzen Text oder ergänzen ihn, um Informationen schneller erfassbar zu machen. Besonders in digitalen Benutzeroberflächen sind Icons unverzichtbar.

Funktionen von Icons

Icons erfüllen mehrere Aufgaben gleichzeitig:

  • Sie beschleunigen die Orientierung in Benutzeroberflächen
  • Sie reduzieren Textmengen und sparen Platz
  • Sie steigern die Benutzerfreundlichkeit
  • Sie unterstützen eine einheitliche Designsprache

Einsatzbereiche von Icons

Icons kommen unter anderem zum Einsatz in:

  • Websites und Onlineshops
  • Mobile Apps und Software
  • Betriebssystemen
  • Dashboards und Webanwendungen
  • Präsentationen und Infografiken

Grundlagen der Icon-Gestaltung

Bevor Sie mit der eigentlichen Gestaltung beginnen, sollten Sie die grundlegenden Prinzipien verstehen, die gute Icons ausmachen.

Klarheit und Einfachheit

Ein Icon muss sofort verständlich sein. Vermeiden Sie Details, die bei kleiner Darstellung verloren gehen. Reduktion ist der Schlüssel zu einem guten Icon-Design.

Konsistenz

Alle Icons innerhalb eines Projekts sollten:

  • die gleiche Strichstärke besitzen
  • ähnliche Proportionen aufweisen
  • ein einheitliches visuelles Raster nutzen

Wiedererkennbarkeit

Ein Icon sollte auf bestehenden Sehgewohnheiten aufbauen. Zu abstrakte Symbole erschweren das Verständnis und können Nutzer irritieren.

Planung: Der erste Schritt beim Icons erstellen

Eine sorgfältige Planung spart Zeit und verhindert spätere Korrekturen.

Zielgruppe definieren

Überlegen Sie, wer die Icons nutzt:

  • Fachpublikum oder breite Masse
  • Desktop- oder Mobile-Nutzer
  • technikaffine oder unerfahrene Anwender

Einsatzkontext analysieren

Icons wirken unterschiedlich, je nach Kontext:

  • Navigationsicons müssen besonders klar sein
  • Aktionsicons dürfen auffälliger gestaltet werden
  • Dekorative Icons haben mehr gestalterischen Spielraum

Stil festlegen

Entscheiden Sie sich frühzeitig für einen Stil:

  • Line Icons
  • Filled Icons
  • Flat Design
  • Outline Design
  • Isometrische Icons

Die wichtigsten Icon-Stile im Überblick

Line Icons

Line-Icons bestehen aus Linien ohne Flächenfüllung. Sie wirken modern, leicht und eignen sich besonders für minimalistische Interfaces.

Filled Icons

Filled Icons sind vollständig ausgefüllt. Sie haben eine hohe visuelle Präsenz und sind auch bei kleinen Größen gut erkennbar.

Flat Icons

Flat-Icons verzichten auf Schatten, Verläufe und Tiefeneffekte. Sie sind klar, funktional und sehr beliebt im Webdesign.

Outline-Icons

Outline-Icons kombinieren klare Konturen mit dezenten Details. Sie bieten eine gute Balance zwischen Einfachheit und Aussagekraft.

Technische Grundlagen beim Icons erstellen

Vektor- vs. Rastergrafiken

Icons sollten idealerweise als Vektorgrafiken erstellt werden:

  • verlustfreie Skalierung
  • kleinere Dateigrößen
  • bessere Anpassbarkeit

Rastergrafiken eignen sich nur eingeschränkt und vor allem für feste Größen.

Auflösung und Größen

Definieren Sie feste Icon-Größen, zum Beispiel:

  • 16 × 16 Pixel
  • 24 × 24 Pixel
  • 32 × 32 Pixel
  • 64 × 64 Pixel

Arbeiten Sie auf einem klaren Raster, um saubere Kanten zu gewährleisten.

Farbräume

Für digitale Icons wird in der Regel der RGB-Farbraum verwendet. Achten Sie auf ausreichende Kontraste, um die Lesbarkeit zu sichern.

Werkzeuge zum Icons erstellen

Für die Gestaltung von Icons stehen verschiedene Tools zur Verfügung, die sich in Funktionsumfang und Zielgruppe unterscheiden.

Vektorbasierte Designprogramme

Diese Programme eignen sich besonders für professionelle Icon-Sets:

  • präzise Pfadbearbeitung
  • Raster- und Hilfslinien
  • Export in verschiedene Formate

Online-Tools

Online-Anwendungen sind ideal für schnelle Ergebnisse:

  • keine Installation notwendig
  • oft mit Vorlagen und Bibliotheken
  • begrenzte Individualisierung

Mobile Apps

Für einfache Icons oder Skizzen können auch mobile Anwendungen genutzt werden. Für umfangreiche Projekte sind sie jedoch weniger geeignet.

Schritt für Schritt: Icons selbst erstellen

Konzept entwickeln

Definieren Sie zunächst die Bedeutung jedes Icons. Notieren Sie, welche Funktion oder Information dargestellt werden soll.

Skizzen anfertigen

Beginnen Sie mit groben Skizzen auf Papier oder digital. Dieser Schritt hilft, Ideen schnell zu visualisieren und zu vergleichen.

Raster anlegen

Legen Sie ein einheitliches Raster fest. Häufig werden quadratische Arbeitsflächen verwendet, um eine konsistente Ausrichtung zu ermöglichen.

Formen zeichnen

Erstellen Sie die Grundformen mit einfachen geometrischen Elementen. Vermeiden Sie unnötige Kurven und komplexe Pfade.

Details reduzieren

Überprüfen Sie, ob alle Details notwendig sind. Entfernen Sie alles, was die Lesbarkeit beeinträchtigt.

Farben und Kontraste richtig einsetzen

Farbwahl

Icons können einfarbig oder mehrfarbig sein. In vielen Interfaces werden Icons bewusst neutral gehalten, um sich flexibel anpassen zu lassen.

Kontrast

Ein ausreichender Kontrast zwischen Icon und Hintergrund ist essenziell für die Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit.

Dark Mode berücksichtigen

Moderne Anwendungen nutzen häufig einen Dark Mode. Testen Sie Ihre Icons auf hellen und dunklen Hintergründen.

Typografie und Icons kombinieren

Icons werden oft gemeinsam mit Text eingesetzt. Achten Sie auf:

  • harmonische Größenverhältnisse
  • ausreichend Abstand zwischen Icon und Text
  • optische Ausrichtung auf der Grundlinie

Eine saubere Kombination erhöht die Lesbarkeit und Professionalität.

Icons testen und optimieren

Darstellung in kleinen Größen

Ein Icon muss auch bei sehr kleinen Abmessungen klar bleiben. Testen Sie Ihre Icons bei minimaler Größe.

Nutzerfeedback einholen

Lassen Sie andere Personen Ihre Icons bewerten. Missverständnisse werden so frühzeitig erkannt.

Konsistenz prüfen

Vergleichen Sie alle Icons im Set nebeneinander. Unterschiede in Stil oder Gewicht fallen so schnell auf.

Dateiformate für Icons

SVG

SVG ist das bevorzugte Format für moderne Webanwendungen:

  • skalierbar
  • leicht anpassbar
  • geringe Dateigröße

PNG

PNG eignet sich für feste Größen und transparente Hintergründe, ist jedoch nicht skalierbar.

ICO

Dieses Format wird hauptsächlich für Favicons und Desktop-Anwendungen verwendet.

Icons für Web und App optimieren

Performance

Reduzieren Sie die Dateigröße, indem Sie unnötige Pfadinformationen entfernen.

Barrierefreiheit

Icons sollten:

  • mit Textlabels kombiniert werden
  • ausreichend Kontrast bieten
  • auch ohne Farbe verständlich sein

Responsive Design

Icons müssen auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen zuverlässig funktionieren.

Häufige Fehler beim Icons erstellen

Zu viele Details

Feine Details gehen bei kleinen Größen verloren und machen Icons unruhig.

Uneinheitlicher Stil

Unterschiedliche Strichstärken oder Perspektiven wirken unprofessionell.

Unklare Symbolik

Ein Icon, das erst erklärt werden muss, verfehlt seinen Zweck.

Eigene Icon-Sets erstellen

Ein eigenes Icon-Set bietet viele Vorteile:

  • einheitliches Erscheinungsbild
  • Wiedererkennungswert
  • flexible Anpassung an das Corporate Design

Planen Sie Ihr Set als Ganzes und nicht als Sammlung einzelner Symbole.

Icons pflegen und erweitern

Icon-Sets sind selten statisch. Neue Funktionen erfordern neue Symbole. Dokumentieren Sie:

  • Raster
  • Strichstärken
  • Farbwerte
  • Export-Einstellungen

So bleibt Ihr Set langfristig konsistent.

Fazit

Icons zu erstellen ist eine Mischung aus gestalterischem Feingefühl, technischer Präzision und strategischer Planung.

Wer die Grundlagen der Icon-Gestaltung beherrscht, klare Konzepte entwickelt und konsequent auf Konsistenz achtet, schafft Symbole, die nicht nur gut aussehen, sondern auch funktional überzeugen.

Mit einer strukturierten Vorgehensweise und regelmäßigen Tests entstehen Icons, die Benutzer intuitiv verstehen und die jedes digitale Produkt aufwerten.