Windows 11/10: BSOD 0xc1900101 Fehlercode | Lösung

Erfahren Sie, wie Sie den BSOD-Fehler 0xc1900101 unter Windows 11/10 beheben, Treiberprobleme lösen und Ihr System stabil aktualisieren.

Windows 11/10: BSOD 0xc1900101 Fehlercode | Lösung

Der Fehlercode 0xc1900101 unter Windows 11 oder Windows 10 tritt meist während eines Updates oder Upgrades auf und endet häufig mit einem Bluescreen. In vielen Fällen stecken fehlerhafte Treiber, inkompatible Hardware oder Sicherheitssoftware dahinter.

Dieser Leitfaden zeigt systematisch die häufigsten Ursachen und bewährte Lösungen, damit Sie Ihr System stabil aktualisieren können.

Was bedeutet der Fehler 0xc1900101?

Der Fehlercode 0xc1900101 ist ein Sammelhinweis für Treiberprobleme während eines Windows-Upgrades. Er erscheint häufig in Kombination mit weiteren Codes wie:

  • 0xc1900101 – 0x20017
  • 0xc1900101 – 0x30018
  • 0xc1900101 – 0x4000D
  • 0xc1900101 – 0x40017

Alle Varianten deuten darauf hin, dass Windows während der Installationsphase auf einen Treiber gestoßen ist, der nicht korrekt funktioniert oder nicht mit der neuen Windows-Version kompatibel ist.

Typischerweise geschieht dies während:

  • Funktionsupdates (z. B. von Windows 10 auf Windows 11)
  • Versions-Upgrades
  • Großen kumulativen Updates

Typische Symptome

Bevor der Bluescreen erscheint, beobachten viele Nutzer:

  • Installationsfortschritt bleibt bei 25 – 75 % stehen
  • Mehrere Neustarts ohne Erfolg
  • Rückkehr zur vorherigen Windows-Version
  • Bluescreen mit Hinweis auf Treiber oder Systemfehler

Windows bricht das Update ab, um Schäden am System zu verhindern.

Häufigste Ursachen für 0xc1900101

Veraltete oder fehlerhafte Gerätetreiber

Dies ist die Hauptursache. Besonders betroffen sind:

  • Grafikkartentreiber
  • WLAN- und Netzwerktreiber
  • SATA-/NVMe-Controller
  • Bluetooth-Treiber

Treiber von Drittanbietern sind häufiger problematisch als Standardtreiber.

Externe Hardware

Angeschlossene Geräte können Konflikte verursachen:

  • Drucker
  • USB-Sticks
  • Externe Festplatten
  • Dockingstations
  • Gaming-Controller

Während des Upgrades lädt Windows Treiber für alle erkannten Geräte – auch fehlerhafte.

Antiviren- und Sicherheitssoftware

Sicherheitsprogramme von Drittanbietern greifen tief ins System ein. Sie blockieren gelegentlich:

  • Systemdateien
  • Bootprozesse
  • Update-Komponenten

Dadurch kann das Setup abstürzen.

BIOS- oder UEFI-Inkompatibilität

Ein veraltetes BIOS oder UEFI kann Probleme verursachen, insbesondere bei:

  • TPM-Funktionen
  • Secure Boot
  • ACPI-Unterstützung

Herstellerupdates beheben oft diese Probleme.

Beschädigte Systemdateien

Fehlerhafte Windows-Dateien führen dazu, dass das Upgrade keine stabile Basis hat.

Zu wenig freier Speicherplatz

Ein großes Windows-Update benötigt 20–30 GB freien Speicher. Reicht der Platz nicht aus, kann der Installationsprozess abbrechen.

Schritt-für-Schritt-Lösungen

Schritt 1: Alle externen Geräte entfernen

Trennen Sie alles außer:

  • Tastatur
  • Maus
  • Monitor

Starten Sie danach das Update erneut.

Schritt 2: Antivirenprogramme vollständig deinstallieren

Deaktivieren reicht oft nicht. Nutzen Sie das offizielle Entfernungstool des Herstellers. Nach dem Upgrade können Sie die Software wieder installieren.

Schritt 3: Treiber aktualisieren

Öffnen Sie den Geräte-Manager und prüfen Sie:

  • Gelbe Warnsymbole
  • Unbekannte Geräte

Aktualisieren Sie Treiber direkt von der Herstellerseite. Besonders wichtig sind Chipsatz-, Grafik- und Netzwerktreiber.

Grafiktreiber sollten direkt bei NVIDIA, AMD oder Intel geladen werden – nicht über Windows Update.

Schritt 4: BIOS/UEFI aktualisieren

Prüfen Sie auf der Website Ihres PC- oder Mainboard-Herstellers, ob eine neuere BIOS-Version verfügbar ist. Häufige Hersteller sind:

  • Dell
  • HP
  • Lenovo

Ein BIOS-Update behebt oft Upgrade-Probleme.

Schritt 5: Systemdateien reparieren

Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie aus:

sfc /scannow

Danach:

DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Diese Befehle reparieren beschädigte Windows-Dateien.

Schritt 6: Clean Boot durchführen

Ein Clean Boot startet Windows mit minimalen Diensten.

  1. Drücken Sie Windows + R
  2. Geben Sie msconfig ein
  3. Unter „Dienste“ → „Alle Microsoft-Dienste ausblenden“
  4. Restliche Dienste deaktivieren
  5. Autostart im Task-Manager deaktivieren
  6. Neustart durchführen

Danach erneut versuchen zu aktualisieren.

Schritt 7: Speicherplatz freigeben

Nutzen Sie die Datenträgerbereinigung:

  • Temporäre Dateien löschen
  • Alte Windows-Installationen entfernen
  • Papierkorb leeren

Mindestens 30 GB freier Speicher werden empfohlen.

Schritt 8: Problematische Treiber entfernen

Manche Treiber sollten vorübergehend deinstalliert werden:

  • Alte VPN-Software
  • Virtuelle Netzwerktreiber
  • Legacy-Grafiktreiber
  • Alte Druckertreiber

Nach erfolgreichem Upgrade können Sie aktuelle Versionen neu installieren.

Schritt 9: Windows Update-Komponenten zurücksetzen

Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und stoppen Sie:

net stop wuauserv
net stop bits

Löschen Sie danach die Inhalte der Ordner:

  • SoftwareDistribution
  • catroot2

Starten Sie anschließend die Dienste neu:

net start wuauserv
net start bits

Schritt 10: Upgrade mit Installationsmedium durchführen

Falls Windows Update scheitert:

  1. Installationsmedium erstellen
  2. Setup aus dem laufenden Windows starten
  3. „Persönliche Dateien und Apps behalten“ wählen

Diese Methode umgeht viele Update-Probleme.

Erweiterte Diagnose bei wiederholtem Fehlschlag

Setup-Logdateien analysieren

Wichtige Dateien befinden sich in:

  • C:$WINDOWS.~BT\Sources\Panther
  • setuperr.log
  • setupact.log

Dort finden sich Hinweise auf den verursachenden Treiber.

Speicher testen

Fehlerhafter RAM kann Installationsabbrüche auslösen.

  1. Windows-Speicherdiagnose starten
  2. PC neu starten
  3. Test abwarten

Festplatte prüfen

Führen Sie aus:

chkdsk C: /f /r

Fehlerhafte Sektoren können Updates blockieren.

Wann hilft nur eine Neuinstallation?

Wenn alle Maßnahmen fehlschlagen, kann eine saubere Neuinstallation sinnvoll sein. Dies ist besonders empfehlenswert bei:

  • Jahrelang gewachsenen Systemen
  • Mehreren fehlgeschlagenen Upgrades
  • Wiederkehrenden Bluescreens

Sichern Sie vorher alle Daten.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Fehlercode gefährlich?

Nein. Windows stoppt das Upgrade, um Schäden zu vermeiden.

Verliere ich Daten?

Bei fehlgeschlagenem Upgrade normalerweise nicht. Trotzdem sollten Backups vorhanden sein.

Kommt der Fehler wieder?

Nur wenn der zugrunde liegende Treiberfehler nicht behoben wird.

Zusammenfassung

Der Fehler 0xc1900101 ist fast immer ein Treiberproblem. Mit systematischem Vorgehen – Treiber aktualisieren, Fremdsoftware entfernen, BIOS prüfen und Systemdateien reparieren – lässt sich das Upgrade in den meisten Fällen erfolgreich abschließen.

Geduld und gründliche Vorbereitung sind der Schlüssel zu einem stabilen Windows-System.