Sperrbildschirm-Hintergrundbild ändern – so geht es | Windows 11/10

Erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt unter Windows 11 und Windows 10 Ihr Sperrbildschirm-Hintergrundbild schnell ändern und individuell anpassen.

Sperrbildschirm-Hintergrundbild ändern – so geht es | Windows 11/10
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Der Sperrbildschirm ist das Erste, was Sie beim Start Ihres PCs sehen. In Windows 11 und Windows 10 lässt sich das Hintergrundbild des Sperrbildschirms individuell anpassen, um den Computer persönlicher, übersichtlicher oder professioneller zu gestalten. Ob eigenes Foto, automatisch wechselnde Motive oder ein schlichter Look – Microsoft bietet zahlreiche Optionen.

In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie das Sperrbildschirm-Hintergrundbild ändern, typische Probleme lösen und erweiterte Einstellungen optimal nutzen.

Was ist der Sperrbildschirm in Windows?

Der Sperrbildschirm ist eine vorgelagerte Oberfläche vor der Anmeldung. Er zeigt unter anderem Uhrzeit, Datum, Benachrichtigungen sowie ein Hintergrundbild an. Erst nach einer Eingabe oder einem Klick gelangen Sie zum Anmeldebildschirm. Der Sperrbildschirm dient sowohl der Sicherheit als auch der Information und Personalisierung.

Windows unterscheidet dabei zwischen:

  • Sperrbildschirm
  • Anmeldebildschirm

Beide können identisch aussehen, müssen es aber nicht.

Sperrbildschirm-Hintergrundbild in Windows 11 ändern

Einstellungen öffnen

  1. Klicken Sie auf Start
  2. Öffnen Sie Einstellungen
  3. Wählen Sie Personalisierung
  4. Klicken Sie auf Sperrbildschirm

Hier befinden sich alle relevanten Optionen zur Anpassung.

Hintergrundtyp auswählen

Windows 11 bietet drei Varianten für den Sperrbildschirm-Hintergrund:

Windows-Blickpunkt

Diese Option zeigt automatisch wechselnde Bilder von Microsoft. Die Motive stammen aus verschiedenen Regionen und werden regelmäßig aktualisiert.

Vorteile:

  • Kein eigener Aufwand
  • Hochwertige Bilder
  • Automatische Abwechslung

Nachteile:

  • Keine vollständige Kontrolle über die Motive
  • Internetverbindung erforderlich

Bild

Mit dieser Einstellung legen Sie ein festes Bild als Sperrbildschirm-Hintergrund fest.

Vorgehen:

  1. Hintergrund auf Bild setzen
  2. Auf Durchsuchen klicken
  3. Gewünschtes Foto auswählen

Empfohlen werden hochauflösende Bilder im Querformat, da diese auf verschiedenen Bildschirmgrößen besser dargestellt werden.

Diashow

Die Diashow wechselt automatisch zwischen mehreren Bildern aus einem Ordner.

Schritte:

  1. Hintergrund auf Diashow stellen
  2. Ordner hinzufügen
  3. Intervall und Anzeigeoptionen festlegen

Ideal, wenn Sie regelmäßig wechselnde Motive bevorzugen.

Sperrbildschirm und Anmeldebildschirm synchronisieren

In Windows 11 können Sie festlegen, ob das Hintergrundbild des Sperrbildschirms auch für den Anmeldebildschirm verwendet wird.

Option aktivieren:

  • „Hintergrundbild des Sperrbildschirms auf dem Anmeldebildschirm anzeigen“

Diese Einstellung sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild.

Sperrbildschirm-Hintergrundbild in Windows 10 ändern

Einstellungen aufrufen

  1. Startmenü öffnen
  2. Einstellungen wählen
  3. Personalisierung anklicken
  4. Sperrbildschirm auswählen

Die Struktur ist ähnlich wie in Windows 11, jedoch leicht umgestaltet.

Hintergrund festlegen

Auch Windows 10 bietet:

  • Windows-Blickpunkt
  • Bild
  • Diashow

Die Auswahl und Funktionsweise entsprechen weitgehend Windows 11.

Zusätzliche Optionen in Windows 10

App-Status auf dem Sperrbildschirm

Sie können festlegen, welche App detaillierte Statusinformationen anzeigen darf, zum Beispiel:

  • Kalender
  • Wetter
  • E-Mail

Diese Informationen erscheinen direkt auf dem Sperrbildschirm.

Eigene Bilder optimal vorbereiten

Damit Ihr Sperrbildschirm-Hintergrundbild optimal aussieht, sollten Sie einige Punkte beachten:

Empfohlene Auflösung

  • Full HD: 1920 × 1080 Pixel
  • 4K: 3840 × 2160 Pixel

Dateiformate

  • JPG
  • PNG
  • BMP

Bildinhalt

  • Keine wichtigen Inhalte an den Rändern
  • Ruhige Motive für bessere Lesbarkeit von Uhrzeit und Text

Wo speichert Windows Sperrbildschirm-Bilder?

Bei Nutzung von Windows-Blickpunkt werden die Bilder lokal gespeichert.

Pfad:

C:\Users\Benutzername\AppData\Local\Packages\
Microsoft.Windows.ContentDeliveryManager_cw5n1h2txyewy\
LocalState\Assets

Die Dateien haben keine Dateiendung und müssen manuell umbenannt werden.

Sperrbildschirm-Hintergrund per Gruppenrichtlinie festlegen

Besonders in Unternehmen relevant.

Voraussetzung

  • Windows Pro oder höher

Vorgehen

  1. gpedit.msc starten
  2. Navigieren zu:
    Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Systemsteuerung → Anpassung
  3. Richtlinie „Sperrbildschirm und Anmeldebildschirm-Hintergrundbild erzwingen“ aktivieren
  4. Pfad zum Bild angeben

So lässt sich ein einheitlicher Sperrbildschirm für alle Benutzer definieren.

Sperrbildschirm per Registry ändern

Für erfahrene Nutzer geeignet.

Registry-Pfad

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\Personalization

Wert erstellen

  • Name: LockScreenImage
  • Typ: Zeichenfolge
  • Wert: Pfad zum Bild

Vor Änderungen an der Registry sollte immer ein Backup erstellt werden.

Häufige Probleme und Lösungen

Sperrbildschirm-Bild ändert sich nicht

  • Richtlinien prüfen
  • Drittanbieter-Tools deaktivieren
  • Windows neu starten

Windows-Blickpunkt funktioniert nicht

  • Internetverbindung prüfen
  • Hintergrund erneut auswählen
  • ContentDeliveryManager zurücksetzen

Bild unscharf oder abgeschnitten

  • Auflösung anpassen
  • Querformat verwenden
  • Skalierungseinstellungen prüfen

Unterschiede zwischen Sperrbildschirm und Desktop-Hintergrund

Viele Nutzer verwechseln beide Bereiche.

BereichFunktion
SperrbildschirmVor Anmeldung sichtbar
Desktop-HintergrundNach Anmeldung

Beide Hintergründe werden getrennt konfiguriert.

Datenschutz und Sicherheit

Der Sperrbildschirm kann Benachrichtigungen anzeigen. Wenn Sie Wert auf Datenschutz legen:

  • Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm deaktivieren
  • Keine sensiblen App-Infos anzeigen
  • Bei öffentlichen Geräten neutralen Hintergrund nutzen

Tipps für einen professionellen Sperrbildschirm

  • Dezente Farben
  • Kein Text im Bild
  • Firmenlogo mittig oder dezent platziert
  • Einheitliches Design mit Desktop-Hintergrund

Drittanbieter-Tools: Sinnvoll oder nicht?

Es existieren Programme zur erweiterten Sperrbildschirm-Anpassung. Diese bieten oft zusätzliche Funktionen, bergen jedoch Risiken:

Vorteile:

  • Mehr Kontrolle
  • Automatisierung

Nachteile:

  • Sicherheitsrisiken
  • Inkompatibilitäten nach Updates

Empfohlen wird die Nutzung der integrierten Windows-Funktionen.

Sperrbildschirm auf mehreren Monitoren

Windows zeigt den Sperrbildschirm immer auf dem Hauptmonitor an. Eine individuelle Anpassung pro Bildschirm ist aktuell nicht möglich.

Sperrbildschirm vollständig deaktivieren

Nicht offiziell vorgesehen, aber möglich:

  • Registry-Anpassungen
  • Gruppenrichtlinien

Beachten Sie, dass dies Sicherheitsfunktionen beeinträchtigen kann.

Fazit

Das Ändern des Sperrbildschirm-Hintergrundbildes in Windows 11 und Windows 10 ist unkompliziert und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Personalisierung.

Ob statisches Bild, Diashow oder automatisch wechselnde Motive – mit den richtigen Einstellungen schaffen Sie einen individuellen und zugleich funktionalen ersten Eindruck.

Wer zusätzliche Kontrolle benötigt, kann auf Gruppenrichtlinien oder Registry-Einstellungen zurückgreifen. Für die meisten Anwender reichen jedoch die Bordmittel vollkommen aus.