Mit Google Fotos können Sie nun gesperrte Ordner nutzen, um private Bilder sicher zu verstecken und vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Google Fotos ist ein beliebter Cloud-Dienst, der es Nutzern ermöglicht, ihre Fotos und Videos zu speichern, zu organisieren und zu teilen. Mit der Einführung des gesperrten Ordners bietet Google eine zusätzliche Sicherheitsfunktion, die es Nutzern ermöglicht, sensible Bilder und Videos vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
In diesem Artikel werden wir die Funktionsweise des gesperrten Ordners, seine Einrichtung und Nutzung sowie die damit verbundenen Sicherheitsaspekte detailliert untersuchen.
Was ist der gesperrte Ordner?
Der gesperrte Ordner in Google Fotos ist ein virtueller Speicherort auf Ihrem Gerät, der durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie ein Passwort, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung geschützt ist. Fotos und Videos, die in diesen Ordner verschoben werden, sind nicht mehr in der allgemeinen Fotoübersicht sichtbar und werden nicht in der Cloud gespeichert. Dies bedeutet, dass sie nicht über andere Geräte oder Anwendungen zugänglich sind, die auf Ihre Fotos zugreifen könnten.
Zweck des gesperrten Ordners
Der gesperrte Ordner dient mehreren Zwecken:
- Privatsphäre: Nutzer können persönliche oder sensible Bilder speichern, ohne dass diese für andere sichtbar sind.
- Sicherheit: Durch den Schutz mit Passwörtern oder biometrischen Daten wird unbefugter Zugriff verhindert.
- Einfache Verwaltung: Nutzer können Fotos schnell in den gesperrten Ordner verschieben und bei Bedarf wieder darauf zugreifen.
Einrichtung des gesperrten Ordners
Die Einrichtung des gesperrten Ordners ist einfach und erfordert nur wenige Schritte. Hier ist eine detaillierte Anleitung:
- Öffnen Sie die Google Fotos App: Stellen Sie sicher, dass Sie die neueste Version der App installiert haben.
- Tippen Sie auf „Galerie“: Dies befindet sich normalerweise unten im Bildschirm.
- Wählen Sie „Verwalten“: Hier finden Sie verschiedene Optionen zur Verwaltung Ihrer Fotos.
- Tippen Sie auf „Gesperrter Ordner einrichten“: Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
- Identifizieren Sie sich: Je nach Geräteeinstellungen müssen Sie sich möglicherweise mit einem Passwort, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung identifizieren.
Wichtige Hinweise zur Einrichtung
- Der gesperte Ordner ist nur auf Android-Geräten mit Version 6.0 (Marshmallow) oder höher verfügbar.
- Die Sicherheitsmaßnahmen für den gesperrten Ordner entsprechen den Einstellungen für die Displaysperre Ihres Geräts.
- Bei der ersten Verwendung müssen Sie möglicherweise eine Displaysperre einrichten, falls dies noch nicht erfolgt ist.
Nutzung des gesperrten Ordners
Nach der Einrichtung können Nutzer Fotos und Videos in den gesperrten Ordner verschieben. Hier sind die Schritte dazu:
- Öffnen Sie die Google Fotos App.
- Wählen Sie die Bilder aus, die Sie in den gesperrten Ordner verschieben möchten.
- Tippen Sie auf „Mehr“ (drei Punkte) und wählen Sie „In den gesperrten Ordner verschieben“.
- Bestätigen Sie Ihre Auswahl, indem Sie sich erneut identifizieren.
Zugriff auf den gesperrten Ordner
Um auf den gesperrten Ordner zuzugreifen, gehen Sie wie folgt vor:
- Öffnen Sie die Google Fotos App.
- Tippen Sie auf „Galerie“ und dann auf „Gesperrter Ordner“.
- Identifizieren Sie sich, um Zugriff auf Ihre geschützten Inhalte zu erhalten.
Sicherheitsaspekte des gesperrten Ordners
Die Sicherheit von Daten in Google Fotos wird durch mehrere Maßnahmen gewährleistet:
- Verschlüsselung: Daten werden bei der Übertragung und im Ruhezustand verschlüsselt, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
- Zugriffskontrolle: Nur autorisierte Nutzer können auf den gesperrten Ordner zugreifen, was durch Passwörter oder biometrische Daten sichergestellt wird.
- Keine Cloud-Sicherung: Inhalte im gesperrten Ordner werden nicht in der Cloud gespeichert, was bedeutet, dass sie nicht über andere Geräte zugänglich sind.
Einschränkungen des gesperrten Ordners
Trotz seiner nützlichen Funktionen hat der gesperrte Ordner einige Einschränkungen:
- Keine Cloud-Sicherung: Inhalte im gesperrten Ordner können nicht automatisch in der Cloud gesichert werden. Dies bedeutet auch, dass sie verloren gehen könnten, wenn das Gerät verloren geht oder beschädigt wird.
- Eingeschränkte Sichtbarkeit: Fotos im gesperrten Ordner sind nicht in Alben oder Erinnerungen sichtbar und können nicht über andere Apps genutzt werden.
- Benutzerfreundlichkeit: Einige Nutzer könnten Schwierigkeiten haben, sich an die zusätzlichen Schritte zur Sicherung ihrer Inhalte zu gewöhnen.
Fazit
Der gesperrte Ordner in Google Fotos bietet eine wertvolle Funktion für Nutzer, die ihre sensiblen Bilder und Videos schützen möchten. Mit einer einfachen Einrichtung und robusten Sicherheitsmaßnahmen ermöglicht er es Nutzern, ihre Privatsphäre zu wahren und unbefugtem Zugriff vorzubeugen. Trotz einiger Einschränkungen bleibt er eine nützliche Ergänzung zur Google Fotos App.
Insgesamt zeigt sich, dass Google mit dem gesperrten Ordner einen wichtigen Schritt in Richtung Datenschutz und Sicherheit unternimmt. Für Nutzer von Android-Geräten stellt diese Funktion eine sinnvolle Möglichkeit dar, persönliche Erinnerungen sicher zu verwalten und vor neugierigen Blicken zu schützen.