Windows Update: So funktioniert es in Windows 11 und 10

Windows Update: Erfahren Sie, wie es in Windows 11 und 10 genau funktioniert, wie Sie Updates manuell starten, Einstellungen anpassen und Fehler beheben.

Windows Update: So funktioniert es in Windows 11 und 10

Windows Update ist die zentrale Funktion, mit der Microsoft Ihr Betriebssystem mit Sicherheitspatches, Fehlerbereinigungen und neuen Funktionen versorgt. Ob Windows 10 oder Windows 11 – regelmäßige Updates sind entscheidend für die Sicherheit und Stabilität Ihres PCs.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Windows Update funktioniert, wie Sie es steuern und welche empfohlenen Vorgehensweisen es gibt.

Was ist Windows Update und warum ist es so wichtig?

Windows Update ist ein integrierter Dienst von Microsoft, der Ihren Computer automatisch mit den neuesten Softwareaktualisierungen versorgt. Dabei geht es jedoch nicht nur um Komfort – vielmehr ist die regelmäßige Aktualisierung ein zentraler Bestandteil der Computersicherheit. Denn Cyberkriminelle nutzen bekannte Sicherheitslücken gezielt aus, um Systeme anzugreifen. Deshalb ist es ratsam, Updates zeitnah einzuspielen.

Zudem verbessern Updates die Systemstabilität, beheben Fehler und liefern gelegentlich neue Funktionen. Beim Patchday im März 2026 hat Microsoft beispielsweise 83 Schwachstellen in Windows 10 und 11 geschlossen, acht davon wurden als kritisch eingestuft. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig ein aktuell gehaltenes System tatsächlich ist.

Die verschiedenen Update-Typen im Überblick

Windows unterscheidet zwischen mehreren Arten von Updates. Jede davon erfüllt einen bestimmten Zweck:

Sicherheitsupdates (Security Updates) schließen bekannte Sicherheitslücken im Betriebssystem und in Windows-Komponenten. Sie erscheinen in der Regel monatlich am sogenannten Patchday, dem zweiten Dienstag eines jeden Monats – international auch als „Patch Tuesday“ bekannt.

Qualitätsupdates (Quality Updates) beheben Fehler und verbessern die Zuverlässigkeit des Systems. Außerdem enthalten sie alle vorherigen Kumulativ-Updates, sodass Sie nach einer Neuinstallation nicht viele einzelne Pakete einspielen müssen.

Feature-Updates liefern neue Funktionen und größere Systemänderungen. In Windows 11 erscheinen sie üblicherweise einmal jährlich und tragen Bezeichnungen wie „24H2″ oder „25H2″, was das Jahr und das Halbjahr der Veröffentlichung angibt.

Treiber-Updates aktualisieren die Gerätesoftware für Hardware-Komponenten wie Grafikkarten, Netzwerkkarten oder Drucker. Diese werden ebenfalls über Windows Update bereitgestellt, aber in der Regel separat angeboten.

Servicing Stack Updates (SSU) sind besonders wichtig, da sie die Infrastruktur verbessern, die Windows-Updates überhaupt erst installiert. Deshalb sollten Sie stets das aktuellste SSU installiert haben, bevor Sie andere Updates einspielen.

Windows Update in Windows 11: So greifen Sie darauf zu

In Windows 11 ist Windows Update besonders gut in die Einstellungen integriert. Die Bedienung ist zudem übersichtlicher gestaltet als in früheren Windows-Versionen.

So öffnen Sie Windows Update in Windows 11:

  1. Klicken Sie auf das Startmenü (Windows-Logo in der Taskleiste).
  2. Öffnen Sie die Einstellungen (Zahnrad-Symbol oder Tastenkürzel Win + I).
  3. Wählen Sie im linken Menü Windows Update.
  4. Klicken Sie auf Nach Updates suchen.

Windows beginnt daraufhin, die Microsoft-Server nach verfügbaren Aktualisierungen zu durchsuchen. Sobald Updates gefunden werden, lädt das System diese automatisch herunter und fordert Sie anschließend zum Neustart auf – oder installiert sie beim nächsten Herunterfahren des Computers.

Zudem finden Sie in Windows 11 unter Windows Update die Option „Neueste Updates sofort erhalten“. Wenn Sie diesen Schalter aktivieren, erhalten Sie verfügbare Updates früher als andere Nutzer, da Microsoft Aktualisierungen in Wellen ausrollt.

Windows Update in Windows 10: So greifen Sie darauf zu

In Windows 10 ist der Weg zu Windows Update etwas anders, aber ebenfalls unkompliziert.

So öffnen Sie Windows Update in Windows 10:

  1. Klicken Sie auf das Startmenü.
  2. Öffnen Sie die Einstellungen (Zahnrad-Symbol).
  3. Navigieren Sie zu Update und Sicherheit.
  4. Klicken Sie auf Windows Update und dann auf Nach Updates suchen.

Alternativ können Sie auch direkt in der Windows-Suchleiste „Windows Update“ eingeben und die entsprechende Einstellung öffnen. Dies ist häufig der schnellste Weg.

Wichtiger Hinweis zu Windows 10: Seit dem 14. Oktober 2025 wird Windows 10 nicht mehr mit kostenlosen Softwareupdates und Sicherheitsfixes versorgt. In Europa gilt jedoch eine Gnadenfrist bis zum 13. Oktober 2026 durch das Extended Security Update-Programm (ESU). Auf lange Sicht ist ein Wechsel auf Windows 11 unvermeidbar. Deshalb sollten Sie spätestens jetzt planen, auf Windows 11 umzusteigen, sofern Ihre Hardware dies unterstützt.

Automatische Updates konfigurieren

Windows 11 und Windows 10 sind standardmäßig so eingestellt, dass Updates automatisch heruntergeladen und installiert werden. Dies ist auch die empfohlene Vorgehensweise, da Sie auf diese Weise stets optimal geschützt sind.

Dennoch möchten manche Nutzer mehr Kontrolle darüber haben, wann Updates installiert werden – zum Beispiel um unerwünschte Neustarts während der Arbeit zu vermeiden. Glücklicherweise bietet Windows hierfür verschiedene Optionen:

Aktive Stunden festlegen (Windows 10 und 11)

Mit der Funktion „Aktive Stunden“ teilen Sie Windows mit, in welchem Zeitraum Sie Ihren PC aktiv nutzen. Innerhalb dieser Zeitspanne führt Windows keine automatischen Neustarts zur Update-Installation durch.

So konfigurieren Sie die aktiven Stunden in Windows 11:

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Windows Update > Erweiterte Optionen.
  2. Klicken Sie auf Aktive Stunden.
  3. Wählen Sie entweder Automatisch (Windows passt die Zeit anhand Ihrer Nutzungsgewohnheiten an) oder Manuell, und legen Sie Start- und Endzeit fest.

Updates pausieren

Sowohl in Windows 10 als auch in Windows 11 können Sie Updates vorübergehend pausieren. In Windows 11 geht das direkt über Einstellungen > Windows Update, wo Sie den Button „Updates für 1 Woche pausieren“ finden. Zudem lässt sich die Pause in Windows 11 auf bis zu fünf Wochen verlängern.

Beachten Sie jedoch: Das dauerhafte Deaktivieren von Windows Update ist keine empfohlene Vorgehensweise, da Sie sich dadurch unnötigen Sicherheitsrisiken aussetzen.

Updates manuell installieren

Manchmal möchten Sie ein bestimmtes Update sofort installieren, ohne auf den automatischen Rollout zu warten. Dafür bietet Microsoft den Microsoft Update Catalog an.

So installieren Sie ein Update manuell:

  1. Besuchen Sie die Seite catalog.update.microsoft.com.
  2. Geben Sie die gewünschte KB-Nummer (z. B. KB5079473) in das Suchfeld ein.
  3. Wählen Sie das passende Paket für Ihre Systemarchitektur (x64 für 64-Bit-Systeme oder ARM64 für ARM-Geräte) aus.
  4. Klicken Sie auf Herunterladen und führen Sie anschließend die heruntergeladene MSU-Datei aus.
  5. Starten Sie den PC nach der Installation neu.

Außerdem können Sie über den Windows Update Standalone Installer (wusa.exe) manuell heruntergeladene Update-Pakete installieren. Öffnen Sie dazu die Eingabeaufforderung als Administrator und verwenden Sie den Befehl wusa.exe .msu /quiet /norestart.

Windows-Versionen und ihr Support-Status

Es ist wichtig zu wissen, welche Version von Windows Sie verwenden und ob diese noch mit Updates versorgt wird. Denn Microsoft stellt den Support für ältere Versionen mit der Zeit ein.

Aktueller Support-Status (Stand März 2026):

  • Windows 11 25H2 und 24H2: Vollständig unterstützt, aktuellste Versionen.
  • Windows 11 23H2: Home- und Pro-Editionen haben seit dem 11. November 2025 das Wartungsende erreicht. Enterprise- und Education-Editionen erhalten Sicherheitsupdates noch bis zum 10. November 2026. Deshalb sollten alle Nutzer von 23H2 zeitnah auf 25H2 wechseln.
  • Windows 10 22H2 (mit ESU): Erhält bis Oktober 2026 Sicherheitsupdates im Rahmen des Extended Security Update-Programms.
  • Windows 8.1: Seit dem 10. Januar 2023 ohne Support.
  • Windows 7: Seit Januar 2020 ohne kostenlosen Support für Privatnutzer.

So ermitteln Sie Ihre Windows-Version: Drücken Sie die Tastenkombination Win + R, geben Sie winver ein und bestätigen Sie mit Enter. Es öffnet sich ein Fenster, das Ihnen die genaue Version und Build-Nummer Ihres Betriebssystems anzeigt.

Probleme mit Windows Update beheben

Leider läuft Windows Update nicht immer reibungslos. Fehler beim Herunterladen oder Installieren von Updates sind zwar ärgerlich, lassen sich jedoch in den meisten Fällen mit wenigen Schritten beheben.

Windows Update-Problembehandlung verwenden

Das einfachste Werkzeug ist die integrierte Problembehandlung für Windows Update:

In Windows 11:

  1. Öffnen Sie Einstellungen > System > Problembehandlung.
  2. Klicken Sie auf Weitere Problembehandlungen.
  3. Wählen Sie Windows Update und klicken Sie auf Ausführen.

In Windows 10:

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Update und Sicherheit > Problembehandlung.
  2. Klicken Sie auf Weitere Problembehandlungen.
  3. Wählen Sie Windows Update und klicken Sie auf Problembehandlung ausführen.

Windows Update-Komponenten zurücksetzen

Wenn die automatische Problembehandlung keinen Erfolg bringt, können Sie die Update-Komponenten manuell zurücksetzen. Öffnen Sie dazu die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie folgende Befehle nacheinander aus:

net stop wuauserv
net stop cryptSvc
net stop bits
net stop msiserver
ren C:\Windows\SoftwareDistribution SoftwareDistribution.old
ren C:\Windows\System32\catroot2 catroot2.old
net start wuauserv
net start cryptSvc
net start bits
net start msiserver

Anschließend starten Sie den PC neu und versuchen erneut, nach Updates zu suchen. Durch dieses Vorgehen werden beschädigte Cache-Dateien von Windows Update entfernt, was häufige Fehlerursache ist.

DISM und SFC für Systemreparatur nutzen

Zusätzlich empfiehlt es sich bei hartnäckigen Problemen, die Systemdateien auf Fehler zu prüfen. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie zunächst folgenden Befehl aus:

DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist, und führen Sie danach aus:

sfc /scannow

Der System File Checker (SFC) überprüft alle geschützten Systemdateien und stellt beschädigte Dateien automatisch wieder her.

Updates deinstallieren: So machen Sie Änderungen rückgängig

Sollte ein Update Probleme verursachen, können Sie es deinstallieren. Allerdings ist dies nicht bei allen Update-Typen möglich – Feature-Updates lassen sich in einem bestimmten Zeitfenster zurückrollen.

Kumulatives Update deinstallieren

In Windows 11:

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Windows Update > Updateverlauf.
  2. Klicken Sie auf Updates deinstallieren.
  3. Wählen Sie das betreffende Update aus und klicken Sie auf Deinstallieren.

In Windows 10:

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Update und Sicherheit > Windows Update > Updateverlauf anzeigen.
  2. Klicken Sie auf Updates deinstallieren.
  3. Wählen Sie das Update aus und klicken Sie auf Deinstallieren.

Feature-Update zurückrollen (Windows 11)

Nach der Installation eines größeren Feature-Updates haben Sie in Windows 11 in der Regel 10 Tage Zeit, zur vorherigen Version zurückzukehren. Navigieren Sie dazu zu Einstellungen > System > Wiederherstellung und klicken Sie auf Zurückwechseln.

Windows Update für Unternehmen: Windows Update for Business und WSUS

In Unternehmensumgebungen wird Windows Update häufig zentral gesteuert. Hierfür bietet Microsoft mehrere Lösungen an:

Windows Update for Business (WUfB) ermöglicht IT-Administratoren, den Zeitpunkt und die Art der Updates für alle Geräte im Netzwerk zu kontrollieren. Dabei können Updates um mehrere Tage oder Wochen verzögert werden, um zunächst die Kompatibilität zu prüfen.

Windows Server Update Services (WSUS) ist eine Lösung für On-Premises-Umgebungen. Dabei werden Updates zentral auf einem Server heruntergeladen und von dort auf die Client-Geräte verteilt. Zudem ermöglicht WSUS eine detaillierte Kontrolle darüber, welche Updates freigegeben werden.

Microsoft Intune und Windows Autopatch sind neuere, cloudbasierte Lösungen für die Update-Verwaltung in Unternehmensumgebungen. Windows Autopatch übernimmt dabei den gesamten Update-Prozess automatisiert und basierend auf definierten Ringen (Deployment Rings).

Updates werden auch über Windows Update for Business oder WSUS in Unternehmen bereitgestellt und können zusätzlich über den Microsoft Update Catalog als eigenständige Pakete heruntergeladen werden.

Die Quick Machine Recovery-Funktion in Windows 11

Eine besonders interessante Neuerung in Windows 11 ist die Funktion Quick Machine Recovery (QMR). Diese wurde entwickelt, nachdem es in der Vergangenheit Vorfälle gab, bei denen fehlerhafte Sicherheitsupdates von Drittanbietern Windows-Systeme in Unternehmen lahmlegten.

Mit Quick Machine Recovery können Sie Ihr System in einen funktionierenden Zustand zurückversetzen, wenn ein fehlerhaftes Update das System zum Absturz gebracht hat. Ab dem März-2026-Update wird QMR nun standardmäßig auch für Windows 11 Pro-PCs automatisch aktiviert. Dies ist eine wichtige Verbesserung der Systemsicherheit und Zuverlässigkeit, da Sie so auch nach einem problematischen Update handlungsfähig bleiben.

Treiber-Updates über Windows Update verwalten

Neben Systemupdates liefert Windows Update auch Treiber-Updates für angeschlossene Hardware. In manchen Fällen kann ein automatisch installierter Treiber jedoch Probleme verursachen.

So kontrollieren Sie Treiber-Updates in Windows 11:

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Windows Update > Erweiterte Optionen.
  2. Aktivieren oder deaktivieren Sie die Option „Updates für andere Microsoft-Produkte erhalten“.
  3. Unter Optionale Updates finden Sie zudem verfügbare Treiber-Updates, die Sie manuell auswählen und installieren können.

Außerdem können Sie über den Geräte-Manager (Win + X > Geräte-Manager) einzelne Treiber aktualisieren oder auf eine ältere Version zurücksetzen, sollte ein neuer Treiber Probleme bereiten.

Bandbreite für Windows Update einschränken

Das Herunterladen großer Updates kann viel Bandbreite verbrauchen. Glücklicherweise können Sie in Windows 11 und 10 die für Windows Update verwendete Bandbreite begrenzen.

So begrenzen Sie die Download-Bandbreite in Windows 11:

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Windows Update > Erweiterte Optionen.
  2. Klicken Sie auf Übermittlungsoptimierung.
  3. Wählen Sie Erweiterte Optionen.
  4. Aktivieren Sie die Option „Herunterladebandbreite einschränken“ und legen Sie den gewünschten Prozentwert fest.

Zudem können Sie über die Übermittlungsoptimierung festlegen, ob Ihr Computer Update-Pakete auch an andere PCs im Netzwerk weitergeben darf. Dies spart Bandbreite auf Netzwerkebene, kann jedoch auf dem eigenen PC zu mehr Datenverkehr führen.

Aktuelles: Der Patchday März 2026

Am 10. März 2026 hat Microsoft kumulative Updates für die noch unterstützten Client-Betriebssystemversionen von Windows 10 (mit ESU-Lizenz) und Windows 11 veröffentlicht.

Nutzer der Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 erhalten das Update KB5079473, welches das Betriebssystem auf Build 26100.8037 bzw. 26200.8037 anhebt. Für Windows 10 Version 22H2 steht das Update KB5078885 bereit, das das System auf Build 19045.7058 aktualisiert.

Darüber hinaus enthält das März-Update für Windows 11 mehrere interessante Neuerungen: Dazu gehören die Unterstützung von Emoji 16.0, der integrierte Sysmon-Dienst für Sicherheitsüberwachung, ein neuer Netzwerkgeschwindigkeitstest in der Taskleiste sowie Verbesserungen für Storage und den Datei-Explorer.

Außerdem ist zu beachten: Die auf vielen Windows-Geräten verwendeten Secure-Boot-Zertifikate laufen im Juni 2026 ab. Wer betroffene Geräte nicht rechtzeitig vorbereitet, riskiert laut Microsoft Probleme beim sicheren Start. Deshalb ist es ratsam, das März-Update zeitnah zu installieren, da es Vorbereitungsmaßnahmen für die Secure-Boot-Zertifikat-Aktualisierung enthält.

Häufige Fragen zu Windows Update

Wie oft erscheinen neue Windows-Updates?

Sicherheitsupdates erscheinen monatlich am zweiten Dienstag des Monats (Patchday/Patch Tuesday). Zusätzlich veröffentlicht Microsoft außerordentliche Updates, sogenannte „Out-of-Band“-Updates, wenn dringende Sicherheitslücken geschlossen werden müssen. Feature-Updates für Windows 11 erscheinen hingegen einmal pro Jahr.

Wie kann ich prüfen, ob Windows Update aktiv ist?

Öffnen Sie die Dienste-Verwaltung über Win + R und den Befehl services.msc. Suchen Sie nach dem Eintrag „Windows Update“ und prüfen Sie, ob der Dienst auf „Automatisch (verzögerter Start)“ eingestellt und gestartet ist. Alternativ überprüfen Sie dies in den Einstellungen unter Windows Update.

Warum erhalte ich Updates später als andere Nutzer?

Microsoft rollt Updates schrittweise aus, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Deshalb kann es sein, dass Sie ein Update erst Tage oder Wochen nach dem offiziellen Erscheinungsdatum erhalten. Wer Updates sofort erhalten möchte, kann in Windows 11 unter Einstellungen > Windows Update die Option „Neueste Updates sofort erhalten“ aktivieren.

Kann ich Windows Update dauerhaft deaktivieren?

Technisch ist es möglich, Windows Update über den Dienste-Manager oder die Gruppenrichtlinien zu deaktivieren. Allerdings ist das keine empfohlene Vorgehensweise, da Sie Ihr System dadurch unnötigen Sicherheitsrisiken aussetzen. Stattdessen empfiehlt es sich, Updates zu pausieren oder aktive Stunden festzulegen, wenn Sie den Update-Zeitpunkt kontrollieren möchten.

Was tue ich, wenn ein Update meinen PC verlangsamt oder Fehler verursacht?

Zunächst sollten Sie das Update über Einstellungen > Windows Update > Updateverlauf > Updates deinstallieren entfernen. Danach empfiehlt es sich, auf die offizielle Microsoft-Supportseite zu gehen und zu prüfen, ob das Problem bereits bekannt ist und ein Fix verfügbar ist. Häufig werden fehlerhafte Updates innerhalb weniger Tage durch ein Korrektur-Update ersetzt.

Wie viel Speicherplatz benötigen Windows-Updates?

Der Speicherbedarf variiert je nach Update-Typ. Kleine Sicherheitsupdates benötigen oft nur wenige Hundert Megabyte. Größere kumulative Updates oder Feature-Updates können jedoch mehrere Gigabyte umfassen. Das März-2026-Sicherheitsupdate für Windows 11 23H2 beispielsweise steht als x64-Paket mit rund 1.004 MB und als ARM64-Paket mit rund 1.147 MB zum Download bereit. Es empfiehlt sich deshalb, stets mindestens 10 bis 20 GB freien Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk vorzuhalten.

Was bedeutet „KB-Nummer“ bei einem Windows-Update?

KB steht für „Knowledge Base“ und ist eine eindeutige Identifikationsnummer, mit der jedes einzelne Update von Microsoft katalogisiert wird. Anhand der KB-Nummer können Sie gezielt nach Informationen zu einem bestimmten Update auf der Microsoft-Supportseite suchen und es auch manuell über den Microsoft Update Catalog herunterladen.

Warum startet Windows nach einem Update automatisch neu?

Updates werden häufig erst vollständig aktiv, wenn Windows neu gestartet wird, da sie Systemdateien ersetzen müssen, die während des Betriebs nicht überschrieben werden können. Deshalb fordert Windows Sie nach der Installation wichtiger Updates zum Neustart auf. Um unerwünschte Neustarts zu vermeiden, konfigurieren Sie die aktiven Stunden in den Windows-Update-Einstellungen.

Wie aktualisiere ich Windows 10 auf Windows 11?

Die empfohlene Vorgehensweise ist das Windows 11 Installationsassistenten-Tool von Microsoft. Besuchen Sie dazu microsoft.com/de-de/software-download/windows11 und laden Sie das Tool herunter. Außerdem können Sie in Windows Update prüfen, ob das Upgrade direkt über die Update-Funktion angeboten wird. Beachten Sie, dass Ihr PC die Mindestanforderungen für Windows 11 erfüllen muss, darunter TPM 2.0 und einen kompatiblen Prozessor.

Was passiert, wenn ich Windows 10 nach Oktober 2026 nicht aktualisiere?

Der ESU-Schutz für Windows 10 gilt nur noch bis zum 13. Oktober 2026. Die Enterprise- und Education-Versionen von Windows 10 werden noch bis zum 12. Januar 2027 unterstützt. Nach Ablauf dieser Fristen erhalten Sie keine Sicherheitsupdates mehr. Ihr PC wird zwar weiterhin funktionieren, ist jedoch zunehmend Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Deshalb sollten Sie spätestens dann auf Windows 11 wechseln oder eine alternative Betriebssystemlösung in Betracht ziehen.

Fazit

Windows Update ist das wichtigste Werkzeug, um Ihren PC sicher und stabil zu halten. Regelmäßige Updates schließen Sicherheitslücken und verbessern die Systemleistung. Deshalb ist die automatische Aktualisierung die empfohlene Vorgehensweise für die meisten Nutzer.

Windows-10-Nutzer sollten außerdem den Wechsel auf Windows 11 ernsthaft planen, da der ESU-Support spätestens im Oktober 2026 endet. Je früher Sie handeln, desto besser sind Sie auf die Zukunft vorbereitet.