Erfahren Sie, wie Sie X-Videos einfach und schnell herunterladen – mit dieser einfachen Anleitung, Tipps zu Tools, Qualität und Sicherheit.

Möchten Sie X-Videos herunterladen und diese offline auf Ihrem Gerät sichern? Da die Plattform (ehemals Twitter) standardmäßig keine direkte Download-Funktion für Videodateien anbietet, sind Nutzer auf externe Hilfsmittel angewiesen.
In dieser umfassenden Anleitung erfahren Sie detailliert, wie Sie Medieninhalte sicher, schnell und in hoher Qualität auf PC, Android und iPhone speichern können, ohne dabei rechtliche oder technische Fallstricke zu übersehen.
Warum das Speichern von Videos auf X eine Herausforderung ist
Seit der Umbenennung von Twitter in X hat sich an der technischen Infrastruktur der Videoverbreitung wenig geändert, wohl aber an der Zugänglichkeit. Die Plattform nutzt, wie viele moderne soziale Netzwerke, adaptive Streaming-Technologien. Das bedeutet, dass ein Video nicht als eine einzige statische Datei (wie eine klassische MP4-Datei) an den Browser gesendet wird. Stattdessen wird der Inhalt in kleine Datenpakete zerlegt und über eine Playlist (oft im .m3u8-Format) gestreamt. Dies dient dazu, die Qualität dynamisch an die Internetgeschwindigkeit des Nutzers anzupassen.
Für den Endanwender hat dies jedoch einen entscheidenden Nachteil: Ein einfacher Rechtsklick mit der Maus und die Auswahl von „Video speichern unter“ führen meist nicht zum Ziel oder speichern lediglich eine HTML-Datei beziehungsweise ein Vorschaubild. Um den eigentlichen Videostream in eine abspielbare Datei umzuwandeln, müssen diese Datenpakete abgefangen, zusammengesetzt und in einen Container (meist MP4) konvertiert werden. Genau hier setzen die verschiedenen Methoden an, die in diesem Artikel vorgestellt werden.
Zudem erschweren regelmäßige Updates der API (Schnittstelle) von X die Arbeit vieler Drittanbieter-Tools. Was heute funktioniert, kann morgen bereits obsolet sein. Daher ist es wichtig, verschiedene Lösungswege zu kennen – von webbasierten Konvertern über Browser-Erweiterungen bis hin zu komplexeren Apps.
Rechtliche Aspekte: Was Sie vor dem Download beachten müssen
Bevor wir in die technischen Anleitungen einsteigen, ist ein Blick auf die rechtliche Lage unerlässlich. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, und das Urheberrecht gilt auch für kurze Clips auf sozialen Netzwerken.
Das Urheberrecht und die Privatkopie
In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern gilt grundsätzlich das Recht auf Privatkopie (§ 53 UrhG). Das bedeutet, dass Sie urheberrechtlich geschützte Werke für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch vervielfältigen dürfen, sofern die Vorlage nicht offensichtlich rechtswidrig hergestellt wurde. Wenn Sie also ein Video herunterladen, um es später im Zug ohne Internetverbindung anzusehen oder es in Ihrem privaten Archiv zu speichern, bewegen Sie sich meist in einer Grauzone, die oft geduldet wird, solange kein Kopierschutz technisch umgangen wird.
Verbreitung und Teilen
Kritisch wird es, wenn Sie das heruntergeladene Material wieder hochladen oder verbreiten. Das Posten eines fremden Videos auf Ihrem eigenen Account, das Versenden in öffentlichen WhatsApp-Gruppen oder die Nutzung für eigene YouTube-Videos ohne Erlaubnis des Urhebers stellt meist eine Urheberrechtsverletzung dar. Dies kann zu Abmahnungen und Schadensersatzforderungen führen.
Persönlichkeitsrechte
Beachten Sie auch das Recht am eigenen Bild. Wenn Videos Personen in privaten Situationen zeigen oder offensichtlich ohne deren Einwilligung aufgenommen wurden, sollten Sie vom Download und insbesondere von der Weiterverbreitung absehen.
Die AGB von X
Unabhängig vom gesetzlichen Rahmen verbieten die Nutzungsbedingungen von X in der Regel das „Scraping“ oder Herunterladen von Inhalten ohne ausdrückliche Genehmigung der Plattform. Während X selten gegen einzelne Nutzer vorgeht, die Videos für den Eigenbedarf speichern, riskieren Sie theoretisch eine Sperrung Ihres Accounts, wenn Sie automatisierte Bots in großem Stil einsetzen.
Methode 1: X Videos auf dem PC oder Mac herunterladen
Der Desktop-Computer bietet die komfortabelste Umgebung, um Videos zu sichern, da hier das Dateimanagement am einfachsten ist. Es gibt im Wesentlichen drei Wege: Web-Downloader, Browser-Erweiterungen und Software-Lösungen.
Nutzung von Web-Konvertern (Browser-basiert)
Dies ist die schnellste Methode, da keine Softwareinstallation notwendig ist. Es gibt zahlreiche Webseiten, die sich auf das Extrahieren von Twitter- bzw. X-Medien spezialisiert haben.
- Den Link kopieren: Öffnen Sie X in Ihrem Browser. Navigieren Sie zu dem Tweet, der das gewünschte Video enthält. Klicken Sie auf das „Teilen“-Symbol (oft ein Pfeil, der nach oben oder zur Seite zeigt) unterhalb des Beitrags und wählen Sie „Link kopieren“. Alternativ können Sie den Tweet öffnen und die URL direkt aus der Adresszeile des Browsers kopieren.
- Web-Downloader aufrufen: Suchen Sie über Ihre Suchmaschine nach Begriffen wie „Twitter Video Downloader“ oder „X Video Save“. Wählen Sie einen der oberen Treffer. Beliebte Dienste wechseln häufig, funktionieren aber fast alle identisch.
- Link einfügen: Auf der Webseite des Download-Dienstes finden Sie ein prominentes Eingabefeld. Fügen Sie dort den zuvor kopierten Link mittels Rechtsklick und „Einfügen“ oder der Tastenkombination Strg+V (Cmd+V auf dem Mac) ein.
- Format und Qualität wählen: Klicken Sie auf den Button „Download“ oder „Konvertieren“. Der Dienst analysiert nun den Link. Anschließend werden Ihnen meist verschiedene Qualitätsstufen angeboten (z. B. 720p, 1080p).
- Speichern: Klicken Sie auf die gewünschte Qualität. Oft öffnet sich das Video in einem neuen Tab oder es startet direkt der Download. Sollte es sich im neuen Tab nur abspielen, klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Video und wählen Sie „Video speichern unter“.
Vorteile: Keine Installation, plattformunabhängig.
Nachteile: Oft viel Werbung, Pop-ups, Datenschutzbedenken bei unbekannten Anbietern.
Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox
Für Nutzer, die regelmäßig Inhalte archivieren, lohnt sich die Installation eines Add-ons. Diese Erweiterungen fügen oft einen Download-Button direkt unter dem Tweet hinzu.
- Öffnen Sie den Web Store Ihres Browsers (z. B. Chrome Web Store).
- Suchen Sie nach Erweiterungen mit Namen wie „Video Downloader for X“ oder „Twitter Media Assist“.
- Achten Sie auf Bewertungen und Nutzerzahlen, um Schadsoftware zu vermeiden.
- Nach der Installation müssen Sie die Seite von X meist einmal neu laden. Nun sollte unter Videos oder GIFs ein kleiner Download-Pfeil erscheinen.
- Ein Klick darauf speichert die Datei direkt in Ihrem Standard-Download-Ordner.
Vorteile: Nahtlose Integration, sehr schnell.
Nachteile: Erweiterungen können den Browser verlangsamen oder Daten abgreifen, wenn sie nicht vertrauenswürdig sind.
Methode 2: Videos auf Android-Geräten speichern
Android ist aufgrund seines offenen Dateisystems sehr freundlich gegenüber Downloads. Auch hier gibt es zwei Hauptwege: Apps und den Browser.
Nutzung spezialisierter Apps
Im Google Play Store finden sich Dutzende Apps, die genau diesen Zweck erfüllen. Eine App ist oft komfortabler als eine Webseite, da sie direkt in das „Teilen“-Menü von Android integriert werden kann.
- App installieren: Laden Sie eine App wie „Download Twitter Videos“ oder eine ähnliche Anwendung mit guten Bewertungen herunter.
- Video auf X auswählen: Öffnen Sie die offizielle X-App und suchen Sie das Video.
- Teilen-Funktion nutzen: Tippen Sie auf das Teilen-Symbol unter dem Tweet.
- „Teilen via…“: Wählen Sie im sich öffnenden Menü „Teilen über…“ und suchen Sie in der Liste der Apps den zuvor installierten Downloader.
- Download starten: Die Downloader-App öffnet sich automatisch und hat den Link bereits importiert. Sie müssen nur noch die Auflösung bestätigen. Das Video landet in Ihrer Galerie.
Der manuelle Weg über den mobilen Browser
Falls Sie keine zusätzliche App installieren möchten, können Sie auch auf Android Chrome oder Firefox nutzen.
- Kopieren Sie den Link zum Tweet in der X-App (Teilen -> Link kopieren).
- Öffnen Sie Ihren mobilen Browser und rufen Sie eine der bekannten Downloader-Webseiten auf.
- Fügen Sie den Link ein und laden Sie die Datei herunter.
- Die Datei finden Sie anschließend in der App „Dateien“ oder direkt in der Fotogalerie im Ordner „Downloads“.
Wichtiger Hinweis zu Android: Achten Sie bei kostenlosen Apps genau auf die Berechtigungen. Eine reine Downloader-App benötigt Zugriff auf den Speicher, aber nicht auf Ihre Kontakte oder Ihren Standort.
Methode 3: X Videos auf dem iPhone (iOS) herunterladen
Apple macht es Nutzern aufgrund des geschlossenen Ökosystems und strenger Sicherheitsrichtlinien (Sandboxing) etwas schwerer, Dateien direkt aus dem Web in die Foto-App zu laden. Dennoch gibt es elegante Lösungen.
Die Nutzung von Apple-Kurzbefehlen (Shortcuts)
Dies ist die sauberste und sicherste Methode für iOS-Nutzer, da keine dubiosen Apps von Drittanbietern benötigt werden. Die „Kurzbefehle“-App ist auf jedem modernen iPhone vorinstalliert.
- Kurzbefehle aktivieren: Stellen Sie sicher, dass Sie nicht vertrauenswürdige Kurzbefehle in den Einstellungen erlauben (in neueren iOS-Versionen nicht mehr zwingend notwendig, aber gut zu wissen).
- Shortcut suchen: Suchen Sie im Internet nach vertrauenswürdigen Shortcuts wie „DTwitter“ oder „R Download“ (früher oft „Yas Download“). Es gibt Communities wie RoutineHub, die diese Skripte pflegen.
- Installation: Tippen Sie auf den Link zum Shortcut und wählen Sie „Kurzbefehl hinzufügen“.
- Anwendung:
- Öffnen Sie die X-App und gehen Sie zum Video.
- Tippen Sie auf das Teilen-Symbol.
- Wählen Sie unten im Share-Sheet den Namen des Shortcuts (z. B. „R Download“).
- Beim ersten Mal müssen Sie diverse Berechtigungen erteilen (Zugriff auf X, Zugriff auf Fotos). Bestätigen Sie diese mit „Immer erlauben“.
- Das Video wird automatisch verarbeitet und in Ihrer „Fotos“-App gespeichert.
Dateimanager-Apps (z. B. Documents von Readdle)
Wenn Shortcuts zu kompliziert erscheinen, hilft der Weg über eine Dateimanager-App, die einen integrierten Browser besitzt.
- Laden Sie die kostenlose App „Documents“ aus dem App Store.
- Kopieren Sie den Link des Tweets in der X-App.
- Öffnen Sie „Documents“ und tippen Sie unten rechts auf das kleine Kompass-Symbol, um den integrierten Browser zu öffnen.
- Navigieren Sie zu einer Web-Downloader-Seite.
- Fügen Sie den Link ein und starten Sie den Download.
- Die Datei wird zunächst in der Documents-App gespeichert. Um sie in die iPhone-Fotogalerie zu verschieben, gehen Sie in den Download-Ordner der App, tippen auf die drei Punkte am Video und wählen „Verschieben“ -> „Fotos“.
Methode 4: Bots direkt auf X nutzen
Eine sehr beliebte Methode, die jedoch in ihrer Zuverlässigkeit schwankt, ist die Nutzung von Bots direkt unter dem Tweet.
Funktionsweise
Auf X existieren automatisierte Accounts (Bots), die auf Erwähnungen reagieren. Der bekannteste war lange Zeit „SaveVideo“ oder ähnliche Varianten.
- Öffnen Sie den Tweet mit dem Video.
- Schreiben Sie eine Antwort auf diesen Tweet.
- Erwähnen Sie den Bot-Namen, zum Beispiel „@savevideo“ oder „@videodownloader“.
- Nach kurzer Zeit (manchmal Sekunden, manchmal Minuten) antwortet der Bot mit einem Link.
- Klicken Sie auf den Link, um zur Download-Seite zu gelangen.
Problem bei Bots: Seit den API-Änderungen von X sind viele dieser Bots kostenpflichtig geworden, funktionieren nur noch sporadisch oder wurden gesperrt. Zudem „verschmutzen“ Sie damit die Kommentarseite des originalen Tweets. Es ist oft diskreter, eine der oben genannten Methoden zu wählen.
Profi-Methode: Kommandozeile (yt-dlp)
Für technisch versierte Anwender ist das Tool yt-dlp der Goldstandard. Es handelt sich um ein Kommandozeilen-Werkzeug, das Open Source ist, keine Werbung enthält und die höchste Qualität liefert. Es ist der Nachfolger des bekannten youtube-dl.
Einrichtung
- Sie benötigen einen Computer (Windows, Mac oder Linux).
- Installieren Sie Python oder laden Sie die ausführbare Datei (Binary) von
yt-dlpvon der offiziellen GitHub-Seite herunter. - Öffnen Sie Ihr Terminal (Mac/Linux) oder die Eingabeaufforderung/PowerShell (Windows).
Anwendung
Der Befehl ist simpel und mächtig. Um ein Video herunterzuladen, geben Sie ein:yt-dlp
Das Tool erkennt automatisch die höchste verfügbare Qualität, lädt Video und Audio getrennt herunter (falls nötig) und führt sie zu einer perfekten MP4-Datei zusammen. Mit zusätzlichen Parametern können Sie Metadaten speichern, den Dateinamen anpassen oder ganze Playlists herunterladen. Diese Methode ist besonders resistent gegen Änderungen an der Web-Oberfläche von X, da die Entwickler-Community das Tool ständig aktualisiert.
Qualität und Formate verstehen
Nicht immer ist der Download so einfach wie erhofft. Manchmal ist das Ergebnis verpixelt oder hat keinen Ton.
Das GIF-Problem
Oft werden kurze Clips auf X als „GIF“ bezeichnet. Technisch gesehen handelt es sich bei X jedoch fast nie um echte GIF-Dateien (da diese riesig und ineffizient wären), sondern um stumme MP4-Videos, die in einer Endlosschleife abgespielt werden. Wenn Sie ein solches „GIF“ herunterladen, erhalten Sie eine MP4-Datei ohne Tonspur. Möchten Sie daraus wieder ein echtes GIF machen, müssen Sie einen Konverter nutzen.
HLS-Streams und Auflösung
Wie eingangs erwähnt, nutzt X HLS (HTTP Live Streaming). Ein Downloader muss die .m3u8-Playlist auslesen. Diese Liste enthält Verweise auf verschiedene Versionen des Videos (z. B. 270 × 480, 720 × 1280). Gute Downloader bieten Ihnen die Wahl. Wenn ein Tool Ihnen keine Auswahl bietet, greift es oft zur niedrigsten Auflösung, um Bandbreite zu sparen. Achten Sie daher immer auf Tools, die explizit „HD“ oder „High Quality“ bewerben.
Fehlender Ton
Manchmal laden Nutzer Videos herunter und stellen fest, dass der Ton fehlt. Dies kann zwei Gründe haben:
- Das Video wurde als „GIF“ hochgeladen (siehe oben).
- Das Tool hat es nicht geschafft, die Audio-Spur und die Video-Spur korrekt zu „muxen“ (zusammenzufügen), da diese bei modernen Streaming-Verfahren oft getrennt übertragen werden. In diesem Fall sollten Sie einen anderen Downloader oder
yt-dlpversuchen.
Sicherheit und Datenschutz beim Download
Die Nachfrage nach „Video-Downloadern“ ist riesig, und das lockt auch schwarze Schafe an.
Malware und Adware
Vermeiden Sie Software für den PC, die eine Installation verlangt und von unbekannten Webseiten stammt. Oft sind diese Programme mit Adware gebündelt, die Ihren Browser verstellt oder Werbung einblendet. Web-basierte Konverter sind sicherer, aber auch hier sollten Sie nicht auf gefälschte „Ihr PC ist infiziert“-Warnungen klicken, die oft als Werbung eingeblendet werden. Nutzen Sie einen Adblocker, wenn Sie solche Seiten besuchen.
Login-Phishing
Seien Sie extrem vorsichtig bei Tools oder Webseiten, die verlangen, dass Sie sich mit Ihrem X-Account einloggen, um ein Video herunterzuladen. Für den Download öffentlicher Videos ist niemals ein Login erforderlich. Wenn ein Dienst dies verlangt, versuchen die Betreiber möglicherweise, Ihre Zugangsdaten abzugreifen oder Zugriff auf Ihr Konto zu erhalten (Token-Hijacking). Einzige Ausnahme: Sie wollen Videos von einem privaten Account herunterladen, dem Sie folgen. Dies erfordert jedoch spezialisierte Browser-Erweiterungen, die Ihre bestehende Session nutzen, und sollte nur von Experten durchgeführt werden.
Häufige Probleme und Fehlerbehebung (Troubleshooting)
Selbst mit der besten Anleitung kann es zu Problemen kommen. Hier sind Lösungen für die häufigsten Szenarien:
„Link nicht erkannt“
Manchmal ändern Apps das Format des kopierten Links. Ein Link wie x.com/user/status/12345?s=20 funktioniert meistens. Wenn der Link jedoch Tracking-Parameter oder Weiterleitungen enthält, scheitern manche Downloader.
Lösung: Löschen Sie alles im Link ab dem Fragezeichen. Probieren Sie, x.com durch twitter.com zu ersetzen (oder umgekehrt), da manche alte Skripte die neue Domain noch nicht erkennen.
Download bricht ab
Dies passiert oft bei sehr langen Videos oder Livestreams.
Lösung: Nutzen Sie ein Tool wie yt-dlp oder JDownloader, das abgebrochene Downloads wiederaufnehmen kann. Web-Konverter haben oft ein Zeitlimit für die Verarbeitung.
Private Accounts
Sie können keine Videos von Accounts herunterladen, die auf „Privat“ (Schloss-Symbol) gestellt sind, selbst wenn Sie dem Account folgen. Der Web-Downloader hat keinen Zugriff auf diese Inhalte, da er „von außen“ auf den Tweet zugreift.
Lösung: Hier hilft nur eine Bildschirmaufnahme (Screen Recording). Starten Sie die Aufnahme auf Ihrem Handy oder PC, spielen Sie das Video ab und stoppen Sie die Aufnahme. Die Qualität ist zwar etwas schlechter, aber es ist oft der einzige Weg.
Post-Processing: Was tun mit der Datei?
Nach dem erfolgreichen Download liegt die Datei meist im MP4-Format vor. Dieses Format ist hochkompatibel und lässt sich auf fast allen Geräten abspielen.
- Schnitt: Wenn das Video am Anfang oder Ende unerwünschte Szenen enthält, können Sie es mit den bordeigenen Mitteln von iOS (Fotos-App -> Bearbeiten) oder Android (Google Fotos) zuschneiden.
- Komprimierung: Videos von X sind bereits stark komprimiert. Eine weitere Komprimierung verschlechtert die Qualität oft sichtbar.
- Archivierung: Benennen Sie die Dateien sinnvoll um. Ein Dateiname wie
twitter_1293847.mp4hilft Ihnen in zwei Jahren nicht weiter. Ein Schema wie2024-05-20_Thema_Accountname.mp4sorgt für Ordnung in Ihrer Sammlung.
Die Zukunft von Medien auf X
Die Plattform entwickelt sich rasant weiter. Es ist denkbar, dass X in Zukunft eine native Download-Funktion für zahlende Abonnenten (X Premium) einführt, ähnlich wie es bei YouTube Premium der Fall ist. Dies würde den Prozess erheblich vereinfachen und rechtlich absichern. Bis dahin bleiben die hier vorgestellten Drittanbieter-Lösungen der Standard für alle Nutzer, die Inhalte sichern möchten.
Zudem experimentiert X verstärkt mit langen Videoformaten und versucht, mit YouTube zu konkurrieren. Dies dürfte dazu führen, dass die Dateigrößen steigen und effiziente Downloader noch wichtiger werden. Gleichzeitig könnten DRM-Maßnahmen (Digital Rights Management) zunehmen, was einfache Web-Downloader vor neue Probleme stellen würde. Der Katz-und-Maus-Spiel zwischen Plattform und Tool-Entwicklern wird also weitergehen.
Fazit
Das Herunterladen von Videos von X ist kein Hexenwerk, erfordert aber das Wissen um die richtigen Werkzeuge. Für den gelegentlichen Nutzer reicht ein seriöser Web-Konverter vollkommen aus. Wer regelmäßig auf dem Smartphone archiviert, sollte sich unter iOS mit Kurzbefehlen und unter Android mit einer guten App vertraut machen. Profis und Datensammler greifen zur Kommandozeile.
Wichtig bleibt bei aller technischer Machbarkeit der respektvolle Umgang mit den Inhalten anderer Ersteller. Nutzen Sie die Downloads für Ihr privates Archiv, zur Inspiration oder für Bildungszwecke, aber respektieren Sie das Urheberrecht bei der Weiterverbreitung.
