30 CMD-Befehle, die jeder in Windows 11 und 10 kennen sollte

Erfahren Sie die 30 wichtigsten CMD-Befehle für Windows 11 und 10, mit denen Sie Systemverwaltung, Fehleranalyse und Automatisierung effizient meistern.

30 CMD-Befehle, die jeder in Windows 11 und 10 kennen sollte

Die Eingabeaufforderung gehört zu den mächtigsten Werkzeugen in Windows 11 und Windows 10. Wer zentrale CMD-Befehle kennt, arbeitet schneller, löst Systemprobleme effizient und automatisiert Routineaufgaben ohne Zusatzsoftware.

Dieser Leitfaden zeigt 30 essenzielle Befehle, erklärt ihre Funktionen und zeigt Schritt für Schritt, wie Sie sie gezielt einsetzen.

Was ist die Windows-Eingabeaufforderung und warum ist sie wichtig?

Die Eingabeaufforderung (Command Prompt oder CMD) ist ein textbasiertes Werkzeug, mit dem Sie direkt mit dem Betriebssystem kommunizieren. Viele Systemfunktionen lassen sich hier schneller ausführen als über grafische Menüs. Gerade für Systemdiagnose, Netzwerkverwaltung, Dateiverwaltung und Automatisierung bietet CMD enorme Vorteile.

So öffnen Sie die Eingabeaufforderung korrekt:

  1. Drücken Sie die Tastenkombination Windows + R.
  2. Geben Sie cmd ein und bestätigen Sie mit Enter.
  3. Für Administratorrechte klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ und wählen „Als Administrator ausführen“.

Grundlegende CMD-Befehle für Navigation und Dateiverwaltung

cd – Verzeichnis wechseln

Mit diesem Befehl wechseln Sie zwischen Ordnern.

Beispiel:

cd C:\Users\Name\Documents

So öffnen Sie direkt den Dokumente-Ordner Ihres Benutzerkontos.

dir – Ordnerinhalt anzeigen

Zeigt alle Dateien und Unterordner eines Verzeichnisses an.

Beispiel:

dir

cls – Bildschirm leeren

Löscht die Anzeige in der Konsole und sorgt für Übersicht.

Beispiel:

cls

mkdir – Ordner erstellen

Erstellt neue Verzeichnisse direkt über die Konsole.

Beispiel:

mkdir Projekte

rmdir – Ordner löschen

Löscht leere Verzeichnisse.

Beispiel:

rmdir Projekte

copy – Dateien kopieren

Kopiert Dateien an einen anderen Speicherort.

Beispiel:

copy datei.txt D:\Backup

move – Dateien verschieben

Verschiebt Dateien ohne zusätzliche Tools.

Beispiel:

move bericht.docx D:\Dokumente

del – Dateien löschen

Löscht gezielt Dateien über CMD.

Beispiel:

del test.txt

Systeminformationen und Diagnosebefehle

systeminfo – Systemdetails anzeigen

Zeigt Betriebssystemversion, RAM, BIOS-Version und mehr.

Beispiel:

systeminfo

tasklist – Laufende Prozesse anzeigen

Listet alle aktiven Programme und Dienste auf.

Beispiel:

tasklist

taskkill – Prozesse beenden

Beendet Programme, die sich nicht schließen lassen.

Beispiel:

taskkill /IM notepad.exe /F

So erzwingen Sie das Schließen des Editors Notepad.

sfc /scannow – Systemdateien prüfen

Überprüft beschädigte Windows-Dateien und repariert sie automatisch.

So führen Sie die Prüfung korrekt aus:

  1. CMD als Administrator öffnen.
  2. Befehl eingeben:
sfc /scannow
  1. Warten, bis die Analyse abgeschlossen ist.

chkdsk – Festplatte überprüfen

Prüft Datenträger auf Fehler und repariert Dateisystemprobleme.

Beispiel:

chkdsk C: /f /r

driverquery – Treiberinformationen anzeigen

Zeigt installierte Treiber mit Version und Datum.

Beispiel:

driverquery

Netzwerkbefehle für Internet und Verbindung

ipconfig – Netzwerkdetails anzeigen

Zeigt IP-Adresse, Gateway und DNS-Server an.

Beispiel:

ipconfig /all

ping – Verbindung testen

Prüft, ob eine Website erreichbar ist.

Beispiel:

ping google.com

tracert – Netzwerkroute analysieren

Zeigt die Zwischenstationen Ihrer Internetverbindung.

Beispiel:

tracert google.com

netstat – Aktive Verbindungen anzeigen

Listet offene Ports und aktive Netzwerkverbindungen.

Beispiel:

netstat -ano

nslookup – DNS-Abfragen durchführen

Hilft bei Problemen mit Domainauflösung.

Beispiel:

nslookup example.com

getmac – MAC-Adresse anzeigen

Zeigt die physische Netzwerkadresse Ihres Geräts.

Beispiel:

getmac

Benutzer- und Systemverwaltung per CMD

net user – Benutzerkonten verwalten

Zeigt vorhandene Benutzerkonten oder erstellt neue.

Beispiel zum Anzeigen:

net user

Beispiel zum Erstellen:

net user TestUser Passwort123 /add

net localgroup – Benutzer zu Gruppen hinzufügen

So fügen Sie einen Benutzer zur Administratorgruppe hinzu:

net localgroup Administratoren TestUser /add

shutdown – PC steuern

Mit diesem Befehl können Sie den Computer herunterfahren oder neu starten.

Neustart in 60 Sekunden:

shutdown /r /t 60

powercfg – Energieeinstellungen verwalten

Zeigt Energiesparpläne und deren Details an.

Beispiel:

powercfg /list

hostname – Gerätenamen anzeigen

Zeigt den aktuellen Computernamen.

Beispiel:

hostname

Erweiterte CMD-Befehle für Fortgeschrittene

diskpart – Datenträgerverwaltung

Startet ein erweitertes Tool zur Verwaltung von Partitionen und Laufwerken.

So nutzen Sie es:

  1. CMD als Administrator öffnen.
  2. Eingeben:
diskpart
  1. Mit list disk alle Laufwerke anzeigen.

assoc – Dateizuordnungen anzeigen

Zeigt, welche Programme bestimmten Dateitypen zugeordnet sind.

Beispiel:

assoc .txt

fc – Dateien vergleichen

Vergleicht zwei Dateien und zeigt Unterschiede.

Beispiel:

fc datei1.txt datei2.txt

set – Umgebungsvariablen anzeigen

Zeigt aktuelle Systemvariablen an.

Beispiel:

set

exit – Eingabeaufforderung schließen

Beendet die CMD-Sitzung sofort.

Beispiel:

exit

Tipps für den sicheren Umgang mit CMD

Arbeiten Sie stets mit Administratorrechten, wenn Sie Systembefehle wie sfc, chkdsk oder diskpart verwenden. Führen Sie kritische Befehle nur aus, wenn Sie deren Wirkung verstehen. Ein falscher Befehl kann Datenverlust verursachen. Legen Sie vor Änderungen an Systemdateien oder Partitionen immer eine Datensicherung an, beispielsweise mit der Windows-Sicherung oder einem externen Backup-Tool.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche CMD-Befehle sind für Anfänger am wichtigsten?

Die wichtigsten Grundlagen sind cd, dir, copy, ipconfig, tasklist und shutdown. Diese decken Navigation, Dateiverwaltung, Netzwerkdiagnose und Systemsteuerung ab.

Muss ich CMD immer als Administrator starten?

Nein, einfache Befehle funktionieren ohne Administratorrechte. Für Systemreparatur, Benutzerverwaltung oder Datenträgerbefehle sollten Sie die Eingabeaufforderung jedoch immer als Administrator ausführen.

Sind CMD-Befehle in Windows 11 und Windows 10 identisch?

Die meisten Befehle sind identisch und funktionieren in beiden Versionen. Unterschiede betreffen vor allem neue PowerShell-Funktionen, während klassische CMD-Befehle weiterhin kompatibel bleiben.

Was tun, wenn ein CMD-Befehl nicht funktioniert?

Prüfen Sie zuerst die Schreibweise. Starten Sie anschließend CMD mit Administratorrechten und wiederholen Sie den Befehl. Bei Netzwerkbefehlen sollten Sie zusätzlich die Internetverbindung kontrollieren.

Kann CMD PowerShell ersetzen?

CMD eignet sich hervorragend für schnelle Befehle und Diagnose. Für komplexe Automatisierungen und Skripte bietet PowerShell jedoch mehr Funktionen und moderne Schnittstellen.

Fazit

Wer die wichtigsten CMD-Befehle in Windows 11 und Windows 10 beherrscht, gewinnt Kontrolle, Geschwindigkeit und Flexibilität im Alltag. Von Dateiverwaltung über Netzwerkdiagnose bis zur Systemreparatur lassen sich viele Aufgaben direkt per Konsole lösen.

Setzen Sie die vorgestellten Befehle gezielt ein, testen Sie sie schrittweise und nutzen Sie Administratorrechte bewusst, um Ihr Windows-System effizient und sicher zu verwalten.