Erfahren Sie, wie Sie einen Aternos-Server erstellen und richtig einrichten, um kostenlos Minecraft mit Freunden stabil, sicher und individuell zu spielen.

Einen eigenen Minecraft-Server kostenlos betreiben, ist heute einfacher denn je. Mit Aternos lassen sich Spielserver ohne technische Vorkenntnisse erstellen, konfigurieren und gemeinsam mit Freunden nutzen.
Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie einen Aternos-Server erstellen, richtig einrichten, optimieren und verwalten. Von der Kontoerstellung über Mods und Plugins bis zu Sicherheit, Performance und häufigen Problemen erhalten Sie eine vollständige, praxisnahe Übersicht.
Was ist Aternos?
Aternos ist ein kostenloser Hosting-Dienst für Spielserver, der sich besonders auf Minecraft spezialisiert hat. Sie erhalten eine webbasierte Oberfläche, mit der sich Server starten, stoppen und konfigurieren lassen. Die Server laufen nur bei Bedarf, wodurch Ressourcen effizient genutzt werden. Trotz kostenloser Nutzung stehen zahlreiche Optionen für Modpacks, Plugins, Versionen und Welten zur Verfügung.
Voraussetzungen für einen Aternos-Server
Bevor Sie starten, sollten folgende Punkte erfüllt sein:
- Ein kostenloses Benutzerkonto bei Aternos
- Eine stabile Internetverbindung
- Ein Minecraft-Client (Java Edition oder Bedrock, je nach Serverwahl)
- Grundlegende Kenntnisse über Spielversionen und Mods (optional)
Schritt 1: Aternos-Konto erstellen
- Öffnen Sie die Aternos-Webseite.
- Klicken Sie auf „Registrieren“.
- Geben Sie Benutzername, E-Mail-Adresse und Passwort ein.
- Bestätigen Sie die Registrierung per E-Mail.
Nach dem Login gelangen Sie direkt zum Dashboard, von dem aus alle Serverfunktionen erreichbar sind.
Schritt 2: Server erstellen
Nach der Anmeldung können Sie Ihren ersten Server anlegen:
- Klicken Sie im Dashboard auf „Server“.
- Wählen Sie „Erstellen“.
- Legen Sie einen Servernamen fest.
- Bestätigen Sie die Erstellung.
Der Server wird nun Ihrem Konto hinzugefügt und kann jederzeit konfiguriert werden.
Schritt 3: Minecraft-Version auswählen
Die Wahl der richtigen Version ist entscheidend für Kompatibilität und Spielspaß.
Verfügbare Softwaretypen
- Vanilla: Reines Minecraft ohne Erweiterungen
- Paper/Spigot: Für Plugins optimiert
- Forge/Fabric: Für Mods geeignet
- Modpacks: Vorgefertigte Mod-Sammlungen
Wählen Sie die Version passend zu Ihren geplanten Erweiterungen. Ein späterer Wechsel ist möglich, kann jedoch die Welt zurücksetzen.
Schritt 4: Grundeinstellungen konfigurieren
Im Bereich „Optionen“ legen Sie die wichtigsten Serverparameter fest:
- Spielmodus (Survival, Creative, Adventure)
- Schwierigkeitsgrad
- PvP aktivieren oder deaktivieren
- Online-Modus (Premium-Zwang)
Zusätzlich können Sie unter „Eigenschaften“ die server.properties manuell anpassen, etwa Sichtweite oder Spawn-Schutz.
Schritt 5: Server starten
Nach der Konfiguration starten Sie den Server:
- Klicken Sie auf „Start“.
- Warten Sie die Warteschlange ab.
- Sobald der Status „Online“ erscheint, ist der Server erreichbar.
Die Serveradresse wird im Dashboard angezeigt und kann an Mitspieler weitergegeben werden.
Schritt 6: Spieler einladen und verwalten
Spieler hinzufügen
Mitspieler verbinden sich über die angezeigte Serveradresse. Für private Server empfiehlt sich eine Whitelist.
Whitelist aktivieren
- Öffnen Sie die Konsole.
- Geben Sie
/whitelist onein. - Fügen Sie Spieler mit
/whitelist add Namehinzu.
Operator-Rechte vergeben
Admins erhalten mit /op Name erweiterte Rechte zur Verwaltung.
Schritt 7: Mods und Plugins installieren
Plugins (Spigot/Paper)
- Öffnen Sie den Bereich „Plugins“.
- Suchen Sie nach gewünschten Erweiterungen.
- Installieren Sie diese mit einem Klick.
- Starten Sie den Server neu.
Mods (Forge/Fabric)
- Wechseln Sie auf Forge oder Fabric.
- Öffnen Sie „Mods“.
- Installieren Sie kompatible Mods.
Achten Sie darauf, dass alle Spieler dieselben Mods im Client installiert haben.
Schritt 8: Welten verwalten
Neue Welt generieren
Unter „Welten“ können Sie Seed, Weltgröße und Typ festlegen.
Welt hochladen
Eigene Welten lassen sich als ZIP-Datei hochladen und ersetzen die bestehende Welt.
Backups
Erstellen Sie regelmäßig Backups, um Datenverlust zu vermeiden. Diese lassen sich im Notfall schnell wiederherstellen.
Schritt 9: Performance und Stabilität verbessern
Auch kostenlose Server können optimiert werden:
- Reduzieren Sie die Sichtweite
- Verwenden Sie Paper statt Vanilla
- Entfernen Sie unnötige Mods und Plugins
- Begrenzen Sie Entity-Spawns
Diese Maßnahmen sorgen für flüssigeres Gameplay und weniger Abstürze.
Schritt 10: Sicherheit erhöhen
Schutz vor Griefing
- Aktivieren Sie eine Whitelist
- Nutzen Sie Schutz-Plugins
- Vergabe von Rechten nur an vertrauenswürdige Spieler
Konsole überwachen
Die Live-Konsole zeigt Fehler und verdächtige Aktivitäten sofort an.
Häufige Probleme und Lösungen
Server startet nicht
- Falsche Version oder inkompatible Mods
- Fehlerhafte Konfigurationsdateien
Spieler können nicht beitreten
- Falsche Minecraft-Version
- Whitelist aktiv ohne Eintrag
Lags
- Zu viele Plugins
- Hohe Spieleranzahl
Die meisten Probleme lassen sich durch Logs und Konsolenmeldungen schnell identifizieren.
Vorteile und Grenzen von Aternos
Vorteile
- Komplett kostenlos
- Keine Installation notwendig
- Große Auswahl an Versionen und Modpacks
Grenzen
- Warteschlangen beim Start
- Begrenzte Ressourcen
- Server nicht dauerhaft online
Für private Runden und kleinere Communitys ist Aternos dennoch ideal.
Tipps für den langfristigen Betrieb
- Regelmäßige Backups durchführen
- Server-Updates testen, bevor Sie live gehen
- Klare Regeln für Spieler festlegen
- Performance-Einstellungen gelegentlich überprüfen
So bleibt der Server stabil und macht dauerhaft Spaß.
Fazit
Mit Aternos lässt sich ohne Kosten und tiefgehende Technikkenntnisse ein vollwertiger Minecraft-Server erstellen und betreiben.
Die webbasierte Oberfläche, zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten sowie Mod- und Plugin-Unterstützung machen den Dienst besonders attraktiv.
Wenn Sie die beschriebenen Schritte befolgen, erhalten Sie einen stabilen, sicheren und individuell angepassten Server für gemeinsames Spielen.
