Prüfen Sie, ob Ihr PC Bluetooth unterstützt: per Geräte-Manager, Einstellungen und Info-Center in Windows 11 und Windows 10 – so geht’s.

Ob Ihr PC Bluetooth unterstützt, erkennen Sie am schnellsten im Geräte-Manager unter dem Eintrag „Bluetooth“. Zusätzlich zeigt der Wert LMP in den Adapter-Eigenschaften die genaue Bluetooth-Version. Unter Windows 11 finden Sie außerdem in den Einstellungen unter „Bluetooth und Geräte“ einen Schalter, sofern ein Adapter vorhanden ist.
Diese Anleitung zeigt alle Prüfmethoden für Windows 11 und Windows 10, erklärt Bluetooth LE und LE Audio und hilft beim Nachrüsten.
Das Wichtigste in Kürze
- Schnellste Prüfung: Drücken Sie Windows-Taste + X und öffnen Sie den Geräte-Manager. Gibt es dort die Kategorie „Bluetooth“, hat Ihr PC Bluetooth.
- Bluetooth-Version ermitteln: Rechtsklick auf den Adapter, dann Eigenschaften und anschließend Registerkarte „Erweitert“. Dort steht die LMP-Nummer, die Sie in die Bluetooth-Version übersetzen.
- Bluetooth LE prüfen: Der Eintrag „Microsoft Bluetooth LE Enumerator“ zeigt, dass Ihr PC Bluetooth Low Energy beherrscht.
- LE Audio: Nur unter Windows 11 mit passender Hardware, aktuellen Treibern und kompatiblen Kopfhörern verfügbar.
- Kein Bluetooth vorhanden? Ein USB-Bluetooth-Adapter für wenige Euro rüstet die Funktion schnell nach.
Was bedeutet Bluetooth-Kompatibilität beim PC?
Bluetooth-Kompatibilität umfasst mehr als nur die Frage, ob Ihr Computer überhaupt Bluetooth hat. Vielmehr geht es um drei Ebenen, die zusammenpassen müssen.
- Hardware: Ihr PC braucht einen Bluetooth-Chip. In Laptops steckt dieser meist auf der WLAN-Karte. Bei Desktop-PCs fehlt er dagegen häufig.
- Treiber: Windows benötigt einen funktionierenden Bluetooth-Treiber. Ohne Treiber erkennt das System den Chip zwar teilweise, kann ihn jedoch nicht nutzen.
- Bluetooth-Version und Profile: Die Version (zum Beispiel 4.2, 5.0 oder 5.3) bestimmt Reichweite, Stromverbrauch und Funktionen. Zusätzlich müssen die Profile passen, etwa für Audio, Eingabegeräte oder Dateiübertragung.
Grundsätzlich ist Bluetooth abwärtskompatibel. Deshalb funktioniert ein Kopfhörer mit Bluetooth 5.3 auch an einem PC mit Bluetooth 4.2. Allerdings nutzt die Verbindung dann nur die Funktionen der älteren Version. Neuere Extras wie LE Audio, Auracast oder eine größere Reichweite stehen Ihnen daher nur zur Verfügung, wenn beide Seiten sie unterstützen.
Außerdem setzen manche Windows-Funktionen eine Mindestversion voraus. So benötigt zum Beispiel „Teilen in der Nähe“ (Nearby Sharing) mindestens Bluetooth 4.0 mit Low Energy. Ebenso profitiert Swift Pair, also das schnelle Koppeln per Benachrichtigung, von Bluetooth LE.
Methode 1: Bluetooth in den Windows-Einstellungen prüfen
Die einfachste Prüfung gelingt über die Einstellungen. Allerdings erfahren Sie hier nur, ob Bluetooth vorhanden ist, nicht jedoch die Version.
So prüfen Sie es unter Windows 11
- Drücken Sie Windows-Taste + I, um die Einstellungen zu öffnen.
- Klicken Sie links auf „Bluetooth und Geräte“.
- Ganz oben sehen Sie den Eintrag „Bluetooth“ mit einem Schalter.
- Ist der Schalter vorhanden, besitzt Ihr PC einen funktionierenden Bluetooth-Adapter.
Fehlt der Schalter dagegen komplett, hat Windows keinen nutzbaren Adapter gefunden. Das bedeutet jedoch nicht zwingend, dass keine Hardware verbaut ist. Häufig fehlt lediglich der Treiber, oder Bluetooth ist im BIOS deaktiviert.
So prüfen Sie es unter Windows 10
- Öffnen Sie mit Windows-Taste + I die Einstellungen.
- Klicken Sie auf „Geräte“.
- Wählen Sie links „Bluetooth- und andere Geräte“.
- Erscheint oben der Bluetooth-Schalter, ist Bluetooth verfügbar.
Zusätzlicher Schnelltest über die Schnelleinstellungen
Zusätzlich können Sie unten rechts in der Taskleiste nachsehen:
- Windows 11: Klicken Sie auf das Symbol für Netzwerk, Lautstärke und Akku. In den Schnelleinstellungen erscheint die Kachel „Bluetooth“, sofern ein Adapter vorhanden ist.
- Windows 10: Öffnen Sie das Info-Center mit Windows-Taste + A. Auch hier zeigt eine Bluetooth-Kachel die Verfügbarkeit an.
Fehlt die Kachel, lohnt sich trotzdem ein Blick auf „Bearbeiten“ (Stiftsymbol). Denn möglicherweise wurde sie nur ausgeblendet.
Methode 2: Bluetooth im Geräte-Manager prüfen
Der Geräte-Manager ist die zuverlässigste Methode. Schließlich zeigt er auch Adapter an, die zwar verbaut, aber deaktiviert oder fehlerhaft sind.
Schritt-für-Schritt-Anleitung (Windows 11 und 10)
- Drücken Sie Windows-Taste + X.
- Wählen Sie im Menü „Geräte-Manager“.
- Suchen Sie in der Liste die Kategorie „Bluetooth“.
- Klicken Sie auf den kleinen Pfeil davor, um die Kategorie aufzuklappen.
- Prüfen Sie die Einträge darunter.
So deuten Sie die Einträge
- Herstellername mit Adapter wie „Intel(R) Wireless Bluetooth(R)“, „Realtek Bluetooth Adapter“, „MediaTek Bluetooth Adapter“ oder „Qualcomm …“: Das ist Ihr Bluetooth-Chip.
- „Microsoft Bluetooth Enumerator“: Zuständig für klassisches Bluetooth.
- „Microsoft Bluetooth LE Enumerator“: Zeigt, dass Bluetooth Low Energy unterstützt wird.
- Gelbes Ausrufezeichen: Der Treiber ist fehlerhaft oder fehlt.
- Pfeil nach unten: Das Gerät ist deaktiviert. Ein Rechtsklick und „Gerät aktivieren“ behebt das.
Wenn die Kategorie „Bluetooth“ fehlt
Fehlt die Kategorie, sollten Sie zunächst versteckte Geräte einblenden. Klicken Sie dazu oben auf „Ansicht“ und anschließend auf „Ausgeblendete Geräte anzeigen“.
Prüfen Sie außerdem die Kategorien „Andere Geräte“ und „Netzwerkadapter“. Ein Eintrag wie „Unbekanntes Gerät“ oder „Bluetooth Peripheral Device“ mit Ausrufezeichen deutet nämlich auf fehlende Treiber hin. Ebenso verrät ein WLAN-Adapter wie „Intel Wi-Fi 6 AX201“ oder „Intel Wi-Fi 6E AX210“, dass in der Regel auch ein Bluetooth-Chip auf derselben Karte sitzt.
Methode 3: Bluetooth-Version über die LMP-Nummer ermitteln
Windows zeigt die Bluetooth-Version nicht direkt als „5.0“ oder „5.3“ an. Stattdessen nennt es die LMP-Version (Link Manager Protocol). Diese Nummer übersetzen Sie anschließend mit einer Tabelle.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Öffnen Sie mit Windows-Taste + X den Geräte-Manager.
- Klappen Sie die Kategorie „Bluetooth“ auf.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihren Bluetooth-Adapter (zum Beispiel „Intel(R) Wireless Bluetooth(R)“).
- Wählen Sie „Eigenschaften“.
- Wechseln Sie zur Registerkarte „Erweitert“.
- Suchen Sie den Eintrag „Firmware“ beziehungsweise „Firmwareversion“. Dort steht zum Beispiel „LMP 12.xxxx“.
- Merken Sie sich die Zahl vor dem Punkt.
Wichtig: Wählen Sie den Herstelleradapter, nicht den „Microsoft Bluetooth Enumerator“. Denn nur der echte Adapter besitzt die Registerkarte „Erweitert“.
LMP-Tabelle: So übersetzen Sie die Nummer
| LMP-Version | Bluetooth-Version |
|---|---|
| LMP 0 | Bluetooth 1.0b |
| LMP 1 | Bluetooth 1.1 |
| LMP 2 | Bluetooth 1.2 |
| LMP 3 | Bluetooth 2.0 + EDR |
| LMP 4 | Bluetooth 2.1 + EDR |
| LMP 5 | Bluetooth 3.0 + HS |
| LMP 6 | Bluetooth 4.0 |
| LMP 7 | Bluetooth 4.1 |
| LMP 8 | Bluetooth 4.2 |
| LMP 9 | Bluetooth 5.0 |
| LMP 10 | Bluetooth 5.1 |
| LMP 11 | Bluetooth 5.2 |
| LMP 12 | Bluetooth 5.3 |
| LMP 13 | Bluetooth 5.4 |
| LMP 14 | Bluetooth 6.0 |
| LMP 15 | Bluetooth 6.1 |
| LMP 16 | Bluetooth 6.2 |
Die neuesten Einträge der Tabelle reichen inzwischen bis LMP 16 für Bluetooth 6.2. Beispiel: Steht dort „LMP 11.xxxx“, besitzt Ihr PC Bluetooth 5.2.
Hinweis bei zwei Adaptern
Manchmal zeigt der Geräte-Manager zwei Bluetooth-Adapter an. Das passiert zum Beispiel, wenn ein Laptop einen internen Chip hat und zusätzlich ein USB-Bluetooth-Stick steckt. Windows nutzt jedoch immer nur einen Adapter gleichzeitig. Deshalb sollten Sie den nicht benötigten Adapter per Rechtsklick und „Gerät deaktivieren“ abschalten. Andernfalls kann es zu Verbindungsproblemen kommen.
Methode 4: Bluetooth per PowerShell prüfen
Für technisch versierte Nutzer bietet die PowerShell eine schnelle Alternative. Zudem eignet sich diese Methode gut, wenn Sie mehrere PCs prüfen möchten.
So gehen Sie vor
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start.
- Wählen Sie unter Windows 11 „Terminal“, unter Windows 10 „Windows PowerShell“.
- Geben Sie folgenden Befehl ein und bestätigen Sie mit Enter:
Get-PnpDevice -Class Bluetooth
- Die Liste zeigt alle Bluetooth-Geräte samt Status.
So lesen Sie das Ergebnis
- Status „OK“: Das Gerät funktioniert.
- Status „Error“: Der Treiber ist fehlerhaft.
- Status „Unknown“: Das Gerät war früher verbunden, ist aber gerade nicht vorhanden.
- Keine Ausgabe: Windows erkennt keinen Bluetooth-Adapter.
Zusätzlich können Sie nur aktive Adapter anzeigen lassen:
Get-PnpDevice -Class Bluetooth -PresentOnly
So sehen Sie ausschließlich die Geräte, die tatsächlich angeschlossen sind.
Methode 5: Systeminformationen nutzen
Ebenso liefert das Tool Systeminformationen Details zum Bluetooth-Adapter. Zwar ist es weniger übersichtlich, dafür zeigt es jedoch Hersteller und Treiberdaten gesammelt an.
- Drücken Sie Windows-Taste + R.
- Geben Sie msinfo32 ein und drücken Sie Enter.
- Öffnen Sie links „Komponenten“ und anschließend „Netzwerk“ sowie „Adapter“.
- Suchen Sie mit Strg + F nach „Bluetooth“.
Hier finden Sie unter anderem den Produktnamen, den Hersteller und den Treiber. Mit dem Produktnamen können Sie außerdem online die genaue Bluetooth-Version des Chips nachschlagen.
Methode 6: Bluetooth-Version mit Gratis-Tool anzeigen
Wer die LMP-Tabelle nicht nutzen möchte, greift zu einem kleinen Gratis-Tool. Besonders bewährt hat sich Bluetooth Version Finder von Sordum. Das Programm ist portabel, muss also nicht installiert werden. Laut Entwickler unterstützt es Windows 11 und 10 und erkennt seit dem Update im Februar 2026 auch Bluetooth 6.2.
So nutzen Sie Bluetooth Version Finder
- Suchen Sie im Browser nach „Sordum Bluetooth Version Finder“ und öffnen Sie die offizielle Seite von sordum.org.
- Laden Sie die ZIP-Datei herunter. Achten Sie dabei auf den echten Download-Button und klicken Sie nicht auf Werbung.
- Entpacken Sie die ZIP-Datei per Rechtsklick und „Alle extrahieren“.
- Starten Sie btVersion_x64.exe (64-Bit-Windows) beziehungsweise btVersion.exe (32-Bit).
- Das Tool zeigt die Bluetooth-Version groß an, darunter den Adapternamen.
Erscheint dagegen ein Fragezeichen, konnte das Tool keinen Adapter auslesen. In diesem Fall prüfen Sie zuerst den Treiber im Geräte-Manager.
Methode 7: Herstellerangaben und Datenblatt prüfen
Zusätzlich lohnt sich ein Blick in die Unterlagen Ihres PCs. Gerade bei Laptops listen Hersteller die Bluetooth-Version im Datenblatt.
So finden Sie die Modellbezeichnung
- Drücken Sie Windows-Taste + R und geben Sie msinfo32 ein.
- Unter „Systemübersicht“ finden Sie „Systemhersteller“ und „Systemmodell“.
- Suchen Sie online nach Hersteller, Modell und „Datenblatt“ beziehungsweise „Spezifikationen“.
Bei Desktop-PCs prüfen Sie dagegen das Mainboard. Dessen Modell steht in den Systeminformationen unter „BaseBoard-Hersteller“ und „BaseBoard-Produkt“. Mainboards mit integriertem WLAN (oft mit Zusatz „WiFi“ oder „AX“ im Namen) bringen fast immer auch Bluetooth mit. Allerdings müssen dann die mitgelieferten Antennen angeschraubt sein, sonst ist die Reichweite sehr gering.
Bluetooth LE und LE Audio prüfen
Viele moderne Geräte setzen auf Bluetooth Low Energy (LE). Fitness-Tracker, Smartwatches, moderne Mäuse und Eingabestifte funken zum Beispiel stromsparend über LE. Deshalb ist diese Prüfung besonders wichtig.
Bluetooth LE (Low Energy) prüfen
- Öffnen Sie den Geräte-Manager.
- Klappen Sie „Bluetooth“ auf.
- Suchen Sie den Eintrag „Microsoft Bluetooth LE Enumerator“.
Ist dieser Eintrag vorhanden, unterstützt Ihr PC Bluetooth LE. Zudem gilt: Jeder Adapter ab Bluetooth 4.0 (LMP 6) beherrscht grundsätzlich Low Energy.
LE Audio unter Windows 11 prüfen
LE Audio ist der neue Audiostandard für Bluetooth. Er arbeitet mit dem Codec LC3, spart Strom und bietet bessere Sprachqualität bei Telefonaten. Microsoft hat dafür unter Windows 11 die Funktion „Super Wideband Stereo“ eingeführt, sodass der Ton bei aktivem Headset-Mikrofon nicht mehr auf Mono zurückfällt.
Allerdings sind die Anforderungen hoch. LE Audio muss sowohl vom Windows-PC als auch vom Kopfhörer unterstützt werden; ein PC mit beworbenem „Bluetooth LE“ bietet nicht automatisch LE Audio. Zusätzlich gilt: Bluetooth-Modul, Bluetooth-Treiber und Audiotreiber müssen die Technik gemeinsam unterstützen.
Voraussetzungen im Überblick:
- Windows 11, Version 24H2 oder neuer (empfohlen für Super Wideband Stereo)
- Bluetooth-Chip mit LE-Audio-Unterstützung (in der Regel ab Bluetooth 5.2)
- Aktuelle Bluetooth- und Audiotreiber vom PC-Hersteller
- Kopfhörer oder Hörgeräte mit LE Audio
Unter Windows 10 steht LE Audio dagegen nicht zur Verfügung.
So prüfen Sie, ob LE Audio aktiv ist
- Öffnen Sie mit Windows-Taste + I die Einstellungen.
- Klicken Sie auf „Bluetooth und Geräte“ und anschließend auf „Geräte“.
- Scrollen Sie zu den Geräteeinstellungen.
- Suchen Sie den Schalter „LE Audio verwenden, wenn verfügbar“.
Erscheint dieser Schalter, ist Ihr PC LE-Audio-fähig. Fehlt er hingegen, unterstützt entweder Ihre Hardware LE Audio nicht, oder die Treiber sind veraltet.
Windows-Version prüfen
Ob Sie die nötige Windows-Version haben, sehen Sie so:
- Drücken Sie Windows-Taste + R.
- Geben Sie winver ein und drücken Sie Enter.
- Das Fenster zeigt Ihre Version, etwa „24H2“ oder „25H2“.
Ist Ihre Version älter, installieren Sie Updates unter Einstellungen > Windows Update.
Welche Bluetooth-Version brauchen Sie wofür?
Nicht jedes Zubehör braucht die neueste Version. Die folgende Übersicht hilft Ihnen deshalb bei der Einschätzung.
| Bluetooth-Version | Typische Eignung |
|---|---|
| 2.1 / 3.0 | Ältere Mäuse, Tastaturen, einfache Headsets; kaum noch zeitgemäß |
| 4.0 / 4.1 | Bluetooth LE, Fitness-Tracker, „Teilen in der Nähe“ |
| 4.2 | Stabilere LE-Verbindungen, solide für Alltagsgeräte |
| 5.0 / 5.1 | Größere Reichweite, schnellere LE-Verbindungen, gut für Controller und Kopfhörer |
| 5.2 / 5.3 | Grundlage für LE Audio, geringere Latenz, besserer Stromverbrauch |
| 5.4 / 6.x | Neueste Geräte, verbesserte Effizienz und Ortung; vor allem in aktuellen Laptops |
Praxisbeispiele
- Bluetooth-Maus und -Tastatur: Ab Bluetooth 4.0 problemlos. Modelle wie die Logitech MX Master 3S nutzen Bluetooth LE.
- Kabellose Kopfhörer: Ab Bluetooth 4.2 solide, ab 5.0 stabiler. Für LE Audio jedoch mindestens 5.2 mit passender Hardware.
- Xbox-Wireless-Controller: Neuere Modelle verbinden sich per Bluetooth LE. Deshalb sollte Ihr PC mindestens Bluetooth 4.0 bieten, besser 5.0.
- Smartphone mit Smartphone-Link: Für Anrufe über den PC nutzt die App Smartphone-Link (Phone Link) Bluetooth. Somit benötigt Ihr PC zwingend einen funktionierenden Adapter.
- Dateien per „Teilen in der Nähe“: Erfordert Bluetooth 4.0 mit LE auf beiden PCs.
Kompatibilität mit dem Zubehör prüfen
Neben dem PC sollten Sie auch das Zubehör prüfen. Denn erst wenn beide Seiten zueinander passen, klappt die Verbindung reibungslos.
So finden Sie die Bluetooth-Version des Zubehörs
- Verpackung und Handbuch: Hersteller nennen dort meist die Version, etwa „Bluetooth 5.3“.
- Produktseite: Suchen Sie online nach Modellname und „Spezifikationen“.
- Unterstützte Profile: Achten Sie zusätzlich auf Angaben wie A2DP (Musik), HFP (Telefonie), HID (Eingabegeräte) oder LE Audio.
Codecs beachten
Bei Kopfhörern spielen außerdem Audio-Codecs eine Rolle. Windows 11 unterstützt standardmäßig SBC und AAC, bei passender Hardware zudem LC3 für LE Audio. Codecs wie aptX oder LDAC funktionieren dagegen nur, wenn Treiber und Adapter sie ausdrücklich unterstützen. Das ist zum Beispiel bei einigen Qualcomm-Adaptern oder speziellen USB-Dongles der Fall.
Kein Bluetooth vorhanden: So rüsten Sie nach
Hat Ihr PC kein Bluetooth oder nur eine veraltete Version, lässt sich das einfach ändern. Zudem ist das Nachrüsten günstig.
Option 1: USB-Bluetooth-Adapter (am einfachsten)
Ein USB-Bluetooth-Adapter ist die schnellste Lösung. Bewährte Modelle sind zum Beispiel:
- TP-Link UB500 (Bluetooth 5.0): klein, günstig und unter Windows 11/10 meist sofort einsatzbereit.
- ASUS USB-BT500 (Bluetooth 5.0): ebenfalls kompakt und weit verbreitet.
So richten Sie den Adapter ein:
- Deaktivieren Sie einen eventuell vorhandenen alten internen Adapter im Geräte-Manager per Rechtsklick und „Gerät deaktivieren“.
- Stecken Sie den USB-Adapter in einen freien USB-Anschluss, am besten an der Gehäusevorderseite oder per USB-Verlängerung. So verbessern Sie den Empfang.
- Warten Sie, bis Windows den Treiber automatisch installiert.
- Klappt das nicht, laden Sie den Treiber von der Herstellerseite (bei TP-Link unter „Support“ und Modellname).
- Prüfen Sie danach im Geräte-Manager, ob der neue Adapter ohne Ausrufezeichen erscheint.
- Ermitteln Sie anschließend die neue LMP-Version wie oben beschrieben.
Achten Sie jedoch darauf: USB-Sticks direkt an der Rückseite eines Desktop-PCs haben oft eine schlechte Reichweite. Ebenso stören USB-3.0-Geräte manchmal das 2,4-GHz-Signal. Deshalb hilft ein kurzes Verlängerungskabel häufig spürbar.
Option 2: PCIe-Karte mit WLAN und Bluetooth (für Desktop-PCs)
Für Desktop-PCs ist eine PCIe-Karte die stabilere Lösung. Empfehlenswert sind Karten mit dem Chip Intel Wi-Fi 6E AX210 (Bluetooth 5.3) oder Intel Wi-Fi 7 BE200 (Bluetooth 5.4).
So bauen Sie die Karte ein:
- Schalten Sie den PC aus und ziehen Sie den Netzstecker.
- Öffnen Sie das Gehäuse und stecken Sie die Karte in einen freien PCIe-x1-Steckplatz.
- Verbinden Sie das mitgelieferte USB-Kabel der Karte mit einem internen USB-2.0-Header auf dem Mainboard. Ohne dieses Kabel funktioniert Bluetooth nämlich nicht.
- Schrauben Sie die Antennen an.
- Starten Sie den PC und installieren Sie die Intel-Treiber für WLAN und Bluetooth.
Beachten Sie außerdem: Die Intel BE200 setzt in der Regel Windows 11 voraus und läuft unter Windows 10 nicht zuverlässig.
Option 3: Laptop-WLAN-Modul tauschen
Bei manchen Laptops lässt sich das M.2-WLAN-Modul tauschen. Allerdings sperren einige Hersteller per BIOS fremde Module (Whitelist). Prüfen Sie deshalb vorher im Handbuch oder auf der Herstellerseite, ob ein Tausch möglich ist.
Bluetooth wird nicht erkannt: Lösungen
Zeigt die Prüfung kein Bluetooth an, obwohl Ihr PC laut Datenblatt welches haben sollte, gehen Sie die folgenden Schritte der Reihe nach durch.
1. Flugzeugmodus deaktivieren
- Windows 11: Öffnen Sie die Schnelleinstellungen unten rechts und schalten Sie den Flugzeugmodus aus.
- Windows 10: Öffnen Sie mit Windows-Taste + A das Info-Center und deaktivieren Sie den Flugzeugmodus.
Zusätzlich haben manche Laptops eine Funktionstaste (oft Fn + F2 oder ein Symbol mit Antenne) für drahtlose Verbindungen.
2. Bluetooth-Unterstützungsdienst prüfen
- Drücken Sie Windows-Taste + R und geben Sie services.msc ein.
- Suchen Sie den „Bluetooth-Unterstützungsdienst“.
- Doppelklicken Sie darauf und stellen Sie den Starttyp auf „Automatisch“.
- Klicken Sie auf „Starten“ und anschließend auf „OK“.
3. Treiber aktualisieren oder neu installieren
- Öffnen Sie den Geräte-Manager.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Bluetooth-Adapter.
- Wählen Sie „Treiber aktualisieren“ und dann „Automatisch nach Treibern suchen“.
Hilft das nicht, deinstallieren Sie den Adapter per Rechtsklick und „Gerät deinstallieren“. Starten Sie danach den PC neu. Windows installiert den Treiber dann automatisch erneut.
Noch besser ist jedoch der Originaltreiber vom PC-Hersteller. Nutzen Sie dafür die passende Hersteller-App:
- Lenovo: Lenovo Vantage
- HP: HP Support Assistant
- Dell: Dell SupportAssist
- ASUS: MyASUS
- Intel-Chips: Intel Driver & Support Assistant
Zusätzlich finden Sie unter Einstellungen > Windows Update > Erweiterte Optionen > Optionale Updates häufig passende Treiber.
4. Problembehandlung starten
- Windows 11: Öffnen Sie Einstellungen > System > Problembehandlung > Andere Problembehandlungen und klicken Sie bei „Bluetooth“ auf „Ausführen“. In neueren Versionen startet die Problembehandlung über die App „Hilfe anfordern“.
- Windows 10: Öffnen Sie Einstellungen > Update und Sicherheit > Problembehandlung > Zusätzliche Problembehandlungen und wählen Sie „Bluetooth“.
5. Bluetooth im BIOS/UEFI aktivieren
Manchmal ist Bluetooth im BIOS deaktiviert. Das kommt vor allem bei Firmengeräten vor.
- Starten Sie den PC neu und drücken Sie direkt beim Start die BIOS-Taste (meist F2, Entf, F10 oder F1).
- Suchen Sie unter Menüs wie „Advanced“, „Onboard Devices“ oder „Wireless“ nach „Bluetooth“.
- Stellen Sie den Eintrag auf „Enabled“.
- Speichern Sie mit F10 und starten Sie neu.
6. Schnellstart deaktivieren
Ebenso kann der Schnellstart von Windows Bluetooth-Probleme verursachen.
- Drücken Sie Windows-Taste + R und geben Sie powercfg.cpl ein.
- Klicken Sie links auf „Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll“.
- Klicken Sie auf „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“.
- Entfernen Sie den Haken bei „Schnellstart aktivieren“ und speichern Sie.
- Fahren Sie den PC komplett herunter und starten Sie ihn neu.
Hinweis für Nutzer von Windows 10
Alle beschriebenen Prüfmethoden funktionieren zwar weiterhin unter Windows 10. Allerdings hat Microsoft den regulären Support für Windows 10 bereits im Oktober 2025 beendet. Neue Bluetooth-Funktionen wie LE Audio kommen deshalb nur noch für Windows 11. Zudem stellen viele Hersteller für neue Bluetooth-Chips nur noch Treiber für Windows 11 bereit. Planen Sie daher einen neuen Adapter, sollten Sie vorab prüfen, ob er Windows 10 noch offiziell unterstützt.
Häufige Fragen zur Bluetooth-Kompatibilität am PC
Wie erkenne ich am schnellsten, ob mein PC Bluetooth hat?
Drücken Sie Windows-Taste + X und öffnen Sie den Geräte-Manager. Gibt es dort die Kategorie „Bluetooth“ mit einem Herstelleradapter, ist Bluetooth vorhanden. Alternativ zeigt Windows 11 unter Einstellungen > Bluetooth und Geräte einen Bluetooth-Schalter.
Wo sehe ich die Bluetooth-Version in Windows 11?
Windows nennt die Version nicht direkt. Stattdessen öffnen Sie im Geräte-Manager die Eigenschaften des Adapters und anschließend die Registerkarte „Erweitert“. Die dort angezeigte LMP-Nummer übersetzen Sie mit der Tabelle, zum Beispiel LMP 12 = Bluetooth 5.3.
Warum fehlt die Registerkarte „Erweitert“?
Wahrscheinlich haben Sie den „Microsoft Bluetooth Enumerator“ statt des echten Adapters gewählt. Wählen Sie deshalb den Eintrag mit Herstellernamen wie Intel, Realtek oder MediaTek. Fehlt die Registerkarte trotzdem, ist meist nur ein Standardtreiber installiert.
Funktionieren neue Bluetooth-Geräte mit einem älteren PC?
Ja, in den meisten Fällen. Bluetooth ist nämlich abwärtskompatibel. Allerdings nutzt die Verbindung dann nur die Funktionen der älteren Version. Bei Geräten, die ausschließlich Bluetooth LE nutzen, braucht Ihr PC jedoch mindestens Bluetooth 4.0.
Unterstützt mein PC LE Audio?
Prüfen Sie unter Einstellungen > Bluetooth und Geräte > Geräte, ob der Schalter „LE Audio verwenden, wenn verfügbar“ erscheint. Zusätzlich brauchen Sie Windows 11 ab Version 24H2, kompatible Hardware, aktuelle Treiber sowie LE-Audio-Kopfhörer. Unter Windows 10 ist LE Audio dagegen nicht verfügbar.
Kann ich Bluetooth bei einem Desktop-PC ohne Bluetooth nachrüsten?
Ja, und zwar sehr einfach. Ein USB-Bluetooth-Adapter wie der TP-Link UB500 kostet wenig und funktioniert meist ohne Treiberinstallation. Für bessere Reichweite eignet sich außerdem eine PCIe-Karte mit Intel AX210, die WLAN und Bluetooth 5.3 kombiniert.
Warum ist Bluetooth im Geräte-Manager plötzlich verschwunden?
Häufig liegt es an einem fehlerhaften Treiber-Update, am Schnellstart oder an einem hängenden Adapter. Fahren Sie den PC deshalb komplett herunter, trennen Sie bei Laptops kurz das Netzteil und starten Sie neu. Hilft das nicht, installieren Sie den Originaltreiber vom Hersteller.
Stören sich zwei Bluetooth-Adapter gegenseitig?
Ja, das kann passieren. Windows nutzt nämlich nur einen Bluetooth-Adapter gleichzeitig. Deshalb sollten Sie den nicht benötigten Adapter im Geräte-Manager per Rechtsklick und „Gerät deaktivieren“ abschalten.
Wie prüfe ich die Bluetooth-Version meiner Kopfhörer?
Windows zeigt die Version verbundener Geräte nicht an. Daher finden Sie die Angabe in der Bedienungsanleitung, auf der Verpackung oder auf der Produktseite des Herstellers. Achten Sie dabei zusätzlich auf unterstützte Codecs und LE Audio.
Fazit
Die Bluetooth-Kompatibilität Ihres PCs prüfen Sie am zuverlässigsten im Geräte-Manager. Dort zeigt Ihnen die LMP-Nummer außerdem die genaue Bluetooth-Version, während der Eintrag „Microsoft Bluetooth LE Enumerator“ Low Energy bestätigt.
Fehlt Bluetooth oder ist die Version veraltet, rüsten Sie mit einem USB-Adapter oder einer PCIe-Karte günstig nach. Für LE Audio benötigen Sie jedoch Windows 11 mit aktueller Hardware.
