Windows-Updates unter Windows 11/10 suchen und installieren

Windows-Updates suchen und installieren unter Windows 10 und 11: So prüfen Sie manuell auf neue Updates, laden diese herunter und halten Ihr System stets aktuell.

Windows 11/10: Windows-Updates suchen und installieren

Windows hält Ihren PC automatisch auf dem neuesten Stand – doch manchmal möchten Sie manuell nach Updates suchen oder genau verstehen, was dabei passiert.

Dieser Artikel erklärt Schritt für Schritt, wie Sie unter Windows 10 und Windows 11 Updates manuell suchen, herunterladen und installieren. Außerdem erfahren Sie, welche Update-Typen es gibt und was zu tun ist, wenn die Installation fehlschlägt.

Was sind Windows-Updates und warum sind sie wichtig?

Windows-Updates sind Aktualisierungspakete, die Microsoft regelmäßig über den Dienst Windows Update bereitstellt. Sie enthalten Sicherheitskorrekturen, Fehlerbehebungen, Treiberaktualisierungen und gelegentlich neue Funktionen. Grundsätzlich lassen sich drei Haupttypen unterscheiden:

Sicherheitsupdates schließen bekannte Sicherheitslücken im Betriebssystem. Sie erscheinen in der Regel monatlich, immer am zweiten Dienstag des Monats – dem sogenannten Patch-Tuesday. Deshalb sind diese Updates besonders wichtig und sollten zeitnah installiert werden.

Qualitätsupdates (kumulative Updates) bündeln alle bisherigen Patches und verbessern die allgemeine Stabilität. Zudem enthalten sie gelegentlich kleinere Funktionserweiterungen. Ein Beispiel dafür ist das Mai-2026-Update KB5089549 für Windows 11 Version 24H2 und 25H2.

Funktionsupdates (Feature-Updates) liefern größere Neuerungen und erscheinen etwa einmal jährlich. Aktuell ist Windows 11 Version 25H2 das jüngste allgemein verfügbare Funktionsupdate. Die Version 26H1 hingegen richtet sich laut Microsoft speziell an neue Geräte, die Anfang 2026 auf den Markt kamen, und ist nicht als direktes Upgrade für bestehende Systeme vorgesehen.

Darüber hinaus gibt es optionale Updates, die Treiber und nicht sicherheitsrelevante Verbesserungen enthalten. Diese installiert Windows nicht automatisch, sondern bietet sie zur manuellen Auswahl an.

Windows 11: Updates suchen und installieren – Schritt für Schritt

Windows 11 bündelt alle Update-Einstellungen übersichtlich an einem Ort. Deshalb ist der Weg dorthin denkbar einfach.

Methode 1: Über die Einstellungen

  1. Drücken Sie die Tastenkombination Windows-Taste + I, um die Einstellungen zu öffnen.
  2. Klicken Sie im linken Menü auf „Windows Update“.
  3. Klicken Sie oben rechts auf die Schaltfläche „Nach Updates suchen“.
  4. Windows durchsucht jetzt die Microsoft-Server nach verfügbaren Patches. Sobald Updates gefunden werden, erscheinen sie als Liste.
  5. Klicken Sie auf „Herunterladen und installieren“, um alle angezeigten Updates zu laden.
  6. Nach Abschluss des Downloads fordert Windows Sie gegebenenfalls zum Neustart auf. Wählen Sie „Jetzt neu starten“ oder planen Sie den Neustart für einen passenden Zeitpunkt.

Zudem sehen Sie auf derselben Seite einen Bereich „Weitere Updates“ bzw. „Optionale Updates“. Klicken Sie darauf, um Treiber-Updates oder nicht sicherheitsrelevante Verbesserungen separat zu installieren.

Methode 2: Über die Suche

Alternativ können Sie direkt in die Windows-Suchleiste (Lupe in der Taskleiste) den Begriff „Windows Update-Einstellungen“ eingeben und das erste Ergebnis öffnen. Anschließend fahren Sie wie in Methode 1 fort.

Methode 3: Über den Ausführen-Dialog

Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie ms-settings:windowsupdate ein und bestätigen Sie mit Enter. Damit gelangen Sie direkt zur Update-Seite in den Einstellungen.

Windows 10: Updates suchen und installieren – Schritt für Schritt

Unter Windows 10 läuft das Update-System etwas anders, da die Einstellungen in einer separaten Kategorie zusammengefasst sind.

Standardweg über die Einstellungen

  1. Öffnen Sie mit Windows-Taste + I die Einstellungen.
  2. Klicken Sie auf „Update und Sicherheit“.
  3. Wählen Sie links im Menü „Windows Update“ aus – dies ist in der Regel bereits vorausgewählt.
  4. Klicken Sie auf „Nach Updates suchen“.
  5. Verfügbare Updates werden automatisch heruntergeladen. Klicken Sie anschließend auf „Jetzt installieren“ oder „Neu starten“, sofern ein Neustart erforderlich ist.

Wichtiger Hinweis: Microsoft hat den regulären Support für Windows 10 im Oktober 2025 beendet. Sicherheitsupdates erhalten Privatnutzer seitdem nur noch über kostenpflichtige Extended Security Updates (ESU). Deshalb empfiehlt sich für alle unterstützten Geräte ein zeitnaher Wechsel zu Windows 11.

Updates manuell über den Microsoft Update Catalog installieren

Manchmal möchten Sie ein bestimmtes Update direkt herunterladen, ohne auf die automatische Verteilung zu warten. Ebenso kann es vorkommen, dass Windows Update wegen eines Fehlers nicht funktioniert. In beiden Fällen hilft der Microsoft Update Catalog.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Update Catalog

  1. Öffnen Sie Ihren Browser und rufen Sie catalog.update.microsoft.com auf.
  2. Geben Sie in das Suchfeld die gewünschte KB-Nummer ein, zum Beispiel KB5089549.
  3. Wählen Sie aus den Ergebnissen das passende Update für Ihre Windows-Version und Systemarchitektur (x64 für 64-Bit-Systeme, in seltenen Fällen x86 für 32-Bit).
  4. Klicken Sie auf „Herunterladen“ und dann auf den direkten Downloadlink im Popup-Fenster.
  5. Führen Sie die heruntergeladene .msu-Datei per Doppelklick aus.
  6. Bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage und folgen Sie dem Installationsassistenten.
  7. Starten Sie den PC nach Abschluss der Installation neu.

Zusätzlich zeigt der Catalog auch Updates an, die Microsoft noch nicht breit über Windows Update ausrollt – nützlich, wenn Sie ein Update sofort benötigen.

Updates über PowerShell installieren (für Fortgeschrittene)

Wer lieber mit der Kommandozeile arbeitet, kann Windows-Updates auch über die PowerShell verwalten. Hierfür benötigen Sie das Modul PSWindowsUpdate.

Vorgehen

  1. Öffnen Sie PowerShell als Administrator: Rechtsklick auf das Startmenü → „Windows PowerShell (Administrator)“ bzw. „Terminal (Administrator)“ unter Windows 11.
  2. Installieren Sie das Modul mit folgendem Befehl:
   Install-Module PSWindowsUpdate -Force
  1. Bestätigen Sie die Rückfrage zur Paketquelle mit J (Ja).
  2. Suchen Sie anschließend nach verfügbaren Updates:
   Get-WindowsUpdate
  1. Installieren Sie alle gefundenen Updates mit:
   Install-WindowsUpdate -AcceptAll -AutoReboot

Der Parameter -AutoReboot sorgt dafür, dass Windows nach der Installation automatisch neu startet, sofern ein Neustart erforderlich ist. Lassen Sie diesen Parameter weg, wenn Sie den Neustart manuell durchführen möchten.

Updates pausieren und zeitlich steuern

Nicht immer möchten Sie Updates sofort installieren. Windows 11 und Windows 10 erlauben es, Updates vorübergehend zu pausieren.

Updates unter Windows 11 pausieren

  1. Öffnen Sie Einstellungen → Windows Update.
  2. Klicken Sie neben „Updates für 1 Woche pausieren“ auf den Pfeil, um weitere Optionen anzuzeigen.
  3. Wählen Sie eine Pausendauer von 1 bis 5 Wochen.

Nach Ablauf der Pausenzeit erzwingt Windows die Installation aller aufgelaufenen Updates. Außerdem können Sie unter „Erweiterte Optionen → Aktive Stunden“ festlegen, in welchem Zeitraum Windows keine automatischen Neustarts für Updates durchführen soll.

Updates unter Windows 10 pausieren

  1. Öffnen Sie Einstellungen → Update und Sicherheit → Windows Update.
  2. Klicken Sie auf „Erweiterte Optionen“.
  3. Aktivieren Sie unter „Updates anhalten“ die entsprechende Option. Sie können Updates hier ebenfalls bis zu 35 Tage pausieren.

Update-Verlauf einsehen

Um nachzuverfolgen, welche Updates bereits installiert wurden, bietet Windows eine Verlaufsansicht.

Unter Windows 11: Öffnen Sie Einstellungen → Windows Update → Updateverlauf. Dort sehen Sie alle installierten Updates geordnet nach Datum sowie deren Status (Erfolgreich/Fehler).

Unter Windows 10: Navigieren Sie zu Einstellungen → Update und Sicherheit → Windows Update → Updateverlauf anzeigen.

Zudem können Sie fehlerhaft installierte Updates an dieser Stelle deinstallieren, sofern das betreffende Update eine Deinstallation erlaubt.

Updates für andere Microsoft-Produkte aktivieren

Standardmäßig verteilt Windows Update nur Patches für das Betriebssystem selbst. Jedoch können Sie einstellen, dass auch Updates für andere Microsoft-Software – zum Beispiel Microsoft Office oder Microsoft Defender – über Windows Update geliefert werden.

Unter Windows 11:

  1. Öffnen Sie Einstellungen → Windows Update → Erweiterte Optionen.
  2. Aktivieren Sie den Schalter „Updates für andere Microsoft-Produkte erhalten“.

Unter Windows 10:

  1. Öffnen Sie Einstellungen → Update und Sicherheit → Windows Update → Erweiterte Optionen.
  2. Aktivieren Sie „Updates für andere Microsoft-Produkte bereitstellen, wenn Windows aktualisiert wird“.

Treiberupdates über Windows Update installieren

Windows Update kann auch Gerätetreiber aktualisieren. Diese erscheinen unter „Optionale Updates“ und werden nicht automatisch installiert.

  1. Öffnen Sie unter Windows 11 Einstellungen → Windows Update.
  2. Klicken Sie auf „Erweiterte Optionen → Optionale Updates“.
  3. Setzen Sie Häkchen bei den gewünschten Treiber-Updates.
  4. Klicken Sie auf „Herunterladen und installieren“.

Ebenso empfiehlt sich bei Grafikkarten-Treibern oft der direkte Weg über den Hersteller: NVIDIA bietet die GeForce Experience-Software an, AMD den AMD Software Adrenalin Edition-Manager. Beide Tools erkennen neue Treiber automatisch und führen die Installation mit wenigen Klicks durch.

Häufige Update-Fehler und ihre Lösungen

Manchmal schlägt die Installation eines Updates fehl. Deshalb ist es hilfreich, die gängigsten Fehlercodes und ihre Ursachen zu kennen.

Fehlercode 0x800f0922

Dieser Fehler trat zum Beispiel bei einigen Geräten nach der Installation des Mai-2026-Sicherheitsupdates KB5089549 auf. Microsoft hat diesen Fehler mit dem Nachfolge-Update KB5089573 vom 26. Mai 2026 behoben. Ebenso löst sich das Problem in vielen Fällen durch folgende Schritte:

  1. Öffnen Sie Einstellungen → System → Fehlerbehebung → Andere Fehlerbehebungen.
  2. Klicken Sie neben „Windows Update“ auf „Ausführen“.
  3. Der Assistent erkennt Fehler und behebt sie automatisch.

Fehlercode 0x80070005 (Zugriff verweigert)

Dieser Fehler deutet auf fehlende Berechtigungen hin. Stellen Sie sicher, dass Sie mit einem Administratorkonto angemeldet sind. Starten Sie außerdem den Windows Update-Dienst neu:

  1. Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie services.msc ein und drücken Sie Enter.
  2. Suchen Sie den Eintrag „Windows Update“.
  3. Rechtsklick → „Neu starten“.

Fehlercode 0x80073712

Dieser Fehler weist auf beschädigte Systemdateien hin. Führen Sie zunächst den System File Checker aus:

  1. Öffnen Sie Eingabeaufforderung als Administrator.
  2. Geben Sie sfc /scannow ein und drücken Sie Enter.
  3. Warten Sie, bis der Scan abgeschlossen ist.

Zusätzlich hilft in hartnäckigen Fällen der DISM-Befehl:

DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Führen Sie diesen Befehl ebenfalls in einer Eingabeaufforderung als Administrator aus.

Windows Update-Dienst manuell starten

Gelegentlich ist der Windows Update-Dienst deaktiviert, was dazu führt, dass keine Updates gefunden werden. Deshalb prüfen Sie folgendermaßen, ob der Dienst aktiv ist:

  1. Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie services.msc ein.
  2. Suchen Sie in der Liste den Eintrag „Windows Update“.
  3. Prüfen Sie unter „Status“, ob der Dienst läuft.
  4. Falls nicht: Rechtsklick → „Starten“.
  5. Setzen Sie den Starttyp auf „Automatisch (Verzögerter Start)“, damit der Dienst beim nächsten Systemstart automatisch beginnt.

Empfohlene Vorgehensweisen für Windows-Updates

Um Ihren PC dauerhaft sicher und stabil zu halten, sollten Sie einige bewährte Punkte beachten:

Erstellen Sie vor größeren Updates einen Wiederherstellungspunkt. Öffnen Sie dazu die Suche, geben Sie „Wiederherstellungspunkt erstellen“ ein und folgen Sie den Anweisungen des Systemschutzdialogs.

Prüfen Sie Ihre Internetverbindung. Updates können mehrere Hundert Megabyte groß sein. Deshalb empfiehlt sich eine stabile, möglichst kabelgebundene Verbindung.

Planen Sie den Neustart. Nutzen Sie die Funktion „Aktive Stunden“, damit Windows Ihren Arbeitsalltag nicht durch unerwünschte Neustarts unterbricht.

Lassen Sie optionale Updates gezielt prüfen. Nicht jedes optionale Treiber-Update ist notwendig oder stabil. Prüfen Sie daher vor der Installation die Beschreibung des jeweiligen Updates.

Halten Sie den Speicherplatz im Blick. Windows benötigt für Updates ausreichend freien Speicher auf der Systempartition. Mindestens 10 GB frei gelten als Richtwert.

Mario
Mario

Mario schreibt bei Tippsling.de über Technik, Spiele, DIY und digitale Alltagsthemen. Sein Schwerpunkt liegt auf verständlichen Anleitungen zu Sicherheit, Windows, Apps und praktischen Problemlösungen – ergänzt um Ratgeber zu Gaming- und DIY-Themen.

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